Verschwörung und deren Theorien

Verschwörungstheorien sind auch heute willkommene formende Weltorientierung, gerade wenn diese sich nicht auf Gott ausrichten will oder kann. Sie besitzen seit Jahrhunderten eine ungebrochene Attraktivität, sie sind „Systeme kollektiver Imagination“. Ihre Funktion ist Komplexität zu reduzieren und dissonante Wahrnehmungen zu ordnen. Die Realität wird in ein dualistisches Weltbild eingespannt, alles kann in gut/böse, eigen/fremd etc., schwarz, weiß eingeteilt werden.

Leider wird dieses dualistische Weltbild auch von vielen falschen Gottesbildern an Christen vermittelt. Die Einteilung in gut und böse und das richten darüber werden dabei ausschließlich dem Menschen überlassen. Prophezeiungen in der Hl. Schrift, etwa in der Apokalypse oder den Endzeitreden Jesu, werden als Bestätigung von Verschwörungen aufgefasst. Jedoch wurden diese Informationen vom Hl. Geist den Menschen übermittelt, um als Christ im Glauben an den siegreichen Herrn Jesus gerade nicht in Angst, Panik oder Vermutungen über Verschwörungen zu verfallen. Deshalb ist es wichtig, theoretisch die innere Mechanik und Dynamik von einengendem Verschwörungsglauben zu erkennen, damit dieser nicht den wahren, befreienden Glauben an den Herrn Jesus Christus verdrängen kann. Weiterlesen

Holen wir uns in den 2020er Jahren wieder die sozialen Netzwerke zurück!

Holen wir uns in den 2020er Jahren wieder die sozialen Netzwerke zurück!

Hetze, Hass und Spaltung wurde in den 2010er Jahren zum Geschäftsmodell vieler sozialer Netzwerke. Die Unmenge an angebotener Information unterliegt einer Inflation, einer Entwertung, die Infos praktisch nutzlos machte. Gerade in der Zeit der Pandemie entwickelte sich manches soziale Netzwerk zu einer destruktiven Plattform, in dem Realität verweigert und anstatt Information nur Bestätigung gesucht wird. Nehmen wir die Chance wahr, uns das soziale Netzwerk in den 2020er Jahren wieder zurückzuholen. Überlassen wir es nicht Frustration, Aggression, Lüge und der Belanglosigkeit, damit es unser Menschsein, unsere Sehnsucht nach Gemeinschaft missbraucht.

Fangen wir bei uns an: Weiterlesen

Christsein und Politik

Christsein und Politik

Hysterie und Dauerempörtheit sind die Auswüchse von Ideologien. Dort wird die Vernunft betäubt. Die größten Lügner waren schon immer die glaubwürdigsten Demagogen. Einige nennen sich Demokraten, andere Liberale, Sozialisten, Republikaner oder Nationalisten etc., und arbeiten dennoch nur auf eigene Rechnung. Und was sich Opposition nennt, sitzt im selben Zug, denn sobald sie an die Macht kommt, stellen sie die Rechnungen aus. Doch ein Christ rechnet nur mit Gott. Weiterlesen

Sorgt Euch nicht!

Der näher betrachtete Abschnitt in der Hl. Schrift lautet:

„Macht euch nicht Sorge und sagt nicht: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns bekleiden? Denn nach all dem trachten die Heiden. Es weiß ja euer Vater im Himmel, daß ihr all dessen bedürft. Suchet zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit, und dies alles wird euch dazugegeben werden. Macht euch daher nicht Sorge für den morgigen Tag; denn der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Jedem Tag genügt seine Plage.“  (Mt 6:31-34)

Jesus geht es in diesem Abschnitt und der gesamten Bergpredigt um die Gesinnung, auf der wir unsere Ethik aufbauen und handeln. Jesus will hier einem Christen nicht sagen, er muss nicht arbeiten, rechnen, disponieren und Fürsorge für die Zukunft treffen. Jesus verspricht niemals ein sorgenfreies Leben ohne Leid, aber Frieden in Sorge und Leid. Deshalb bedeuten die Worte des Herrn zunächst nicht ein äußeres Tun, sondern ein Wandel der Gesinnung. In der Arbeit, die wir tun, kann ein gläubiger Christ auf die Hilfe Gottes vertrauen. Nicht die Sorge als solches verurteilt der Herr, sondern ein ängstliches Besorgtsein. Dazu drei vielleicht hilfreiche Gedanken in der Sorge und im Umgang mit der Sorge: Weiterlesen

Österliche Gedanken über die Freude

Österliche Gedanken über die Freude

Das Wesen der Freude ist eine konstruktive Gefühlsbewegung, die dem Kern des Menschen, den positiven und kreativen Tiefenschichten seiner Seele entstammt. Jesus Christus fordert die Menschen aufgrund der von ihm erwirkten Erlösung auf, sich jeden Tag zu freuen und zu tanzen (Lk 6:23). Denn die menschliche Seele sehnt sich nach Freude. Freude bringt Vollbringen, bringt innere Bereicherung zum Ausdruck.

Man darf diese Freude nicht mit andere aus dem Alltag herausgehobene, von ihr abgesetzte Gefühle und Stimmungen verwechseln:

Weiterlesen

Jesus sagt: Ökumene muss sein!

Jesus sagt: Ökumene muss sein!

Es gibt einen gemeinsamen Nenner unter Christen: jener, von dem sie ihren Namen erhielten, dem Gesalbten und Messias Jesus Christus. Er ist es, der ihnen aufgetragen hat eins zu sein. Dieser göttliche Auftrag trifft jedoch auf die menschliche Schwachheit. Eine davon, die luziferische, ist der Stolz.

Seit Luther scheinen Protestanten daraus und aus dem Stachel, nur die zweiten zu sein und endlos gespalten, was wiederum zu kompensierende Minderwertigkeit einflüstert, ihre Arroganz herzuleiten, als die nun besseren Christen keine Einheit mehr wollen zu müssen. Die lateinische und orthodoxe Kirche wiederum leitet ihre Arroganz gegenüber Protestanten davon ab, die ersten gewesen zu sein, ihre Tradition bis zu den Aposteln zurückverfolgen zu können, daher keiner Korrektur zu bedürfen und Einheit nur zu den „Bedingungen“ der West- und Ostkirche. Weiterlesen

Erlöstsein als christlicher Wert

Hier ins Diesseits sandte Gott zuvorderst nicht ein Buch, sondern seinen Sohn Jesus Christus, damit er die Welt erlöst. Das Letzte, von dem uns Gott löst, ist unser Atem, äußeres Zeichen unseres Lebens. Unsere Atemzüge sind bereits gezählt, mit jedem weiteren gehen wir dem Aufatmen bei Gott entgegen. Hier atmen unsere Lungen Luft, damit wir leben, in der Ewigkeit Liebe, damit wir ewig leben.

Christsein ist immer eine Frage des Erlöstsein. Nur was man bereit ist anzunehmen, von dem wird Jesus erlösen, befreien. Gott selbst nimmt in seinem Sohn für uns die Sünde an und wird im Menschen Jesus zum Sünder. Dies beantwortet auch die Frage, was ein „christlicher Wert“ ist. Weiterlesen

Geben wir Jesus eine Heimat?

Geben wir Jesus eine Heimat?

Und weiter sprach er: »Wahrlich, ich sage euch; Kein Prophet ist willkommen in seiner Vaterstadt. Wahrhaftig, ich sage euch: Viele Witwen gab es in den Tagen des Elias in Israel, als der Himmel verschlossen war für drei Jahre und sechs Monate, und eine große Hungersnot kam über das ganze Land; doch zu keiner von ihnen wurde Elias gesandt, sondern zu einer Witwe nach Sarepta im Gebiet von Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elisäus; doch keiner von ihnen wurde gereinigt, sondern Naaman, der Syrer«. (Lk 4:24-27)

Fragen uns wir Christen doch mal: Wird Jesus in seiner Heimat, in unserem Herzen, anerkannt?
Sind heutige Witwen, also Arme und Rechtlose, in unserer Mitte denn gut aufgehoben? Damals wurde der Prophet Elias zu einer Heidin, heute könnten manche sagen: zu einem Atheisten, ZJ, Moslem oder etwa Buddhisten gesandt, weil er in seinem Volk keinen Gehorsam gefunden hätte. Weiterlesen

Sakramente als Belohnung?

Nein, Sakramente sind keine Belohnung, deshalb kann man sie auch nicht einfordern. Sakramente erhält man nicht, weil man eine zeitgeistgemäße Antwort parat hat, weil man mit unvollkommener menschlicher Barmherzigkeit argumentiert. Sakramente sind das Gegenteil von Belohnung: Sie werden gesät in all die Fragen des Lebens in Raum und Zeit.

In der Taufe ist das Sakrament ein angenommen sein in aller Gebrochenheit des Menschen. Die Taufe will Christen vereinen, wo sie sich getrennt meinen. Die Firmung will dort stärken, wo das Leben schwach erscheint, wo man selbst am Ende ist, damit der Hl. Geist weitermachen kann. Die Beichte will Zuspruch geben, wo man sich selbst nicht mehr vergeben kann oder will, damit Gottes Gnade und Liebe wieder das verhärtete Herz erweichen kann. Die Eucharistie will das Leben hochhalten über alle Abgründe hinweg, sie will sie nicht einebnen. Die Ehe will ein Ja sprechen in eine fragliche Zukunft hinein, damit Gott als Dritter im Bunde seine Ewigkeit, Sanftmut und Geduld einbringen kann. Die Priesterweihe des Mannes stärkt, um einen Dienst anzutreten, trotz aller Unzulänglichkeiten. Die Krankensalbung will dort Gewissheit schenken, wo Angst und Ungewissheit herrscht.

Nein, die Sakramente sind keine Belohnung. Sie sind keine Universalantworten auf jene Fragen, welche uns die Sünde stellen lässt. Die Sakramente sind die Möglichkeit mit all den Fragen zu leben. Und Jesus Christus stellt uns in ihnen auch die Fragen, die wir in unserer Sündhaftigkeit meinten, schon längst beantwortet zu haben. Nicht aber, um sie ungelöst zu lassen, sondern der Er-lösung zuzuführen, eine Erlösung, die eben der Herr erst ermöglicht hat.

 

S.D.G.

Gog und Magog – Eine kleine Geschichte der Endzeit

In einigen christlichen Gemeinden stehen vor allen die Berechnung oder Auslegung der kommenden Endzeit im Mittelpunkt. Biblische Aussagen, wer etwa Gog und Magog (Ez 38 und 39; Offb 20:8) sind, werden unmittelbar in das politische Geschehen der Jetztzeit übertragen und daraus Voraussagen für die Zukunft getätigt. Diese Art der Bibelauslegung hat eine lange Geschichte und sie funktioniert nicht, seid sie durchgeführt wird. Hier ein paar Beispiele: Weiterlesen