Entschlusskraft und Schöpfung

Entschlusskraft und Schöpfung

Die Essenz der Verpflichtung

Bis sich jemand verpflichtet hat, ist da ein Zögern, die Möglichkeit zum Rückzug…und immer Untauglichkeit.

Über Entschlusskraft und Schöpfung gibt es eine grundlegende Wahrheit. Die Unkenntnis davon zerstört unzählige Ideen und großartige Pläne und das ist es, dass in dem Moment, da jemand sich endgültig verpflichtet, dann auch die göttliche Vorsehung Einzug hält.

Alle möglichen Dinge ereignen sich, um diesem zu helfen, Dinge, die sich sonst nie ereignet hätten. Ein ganzer Strom von Ereignissen ergibt sich aus der Entscheidung. Sie ruft für jenen, der die Entscheidung getroffen hat, alle möglichen Vorkommnisse und Zusammenkünfte und stoffliche Hilfe hervor, von der kein Mensch sich hätte träumen lassen, dass sie auf diese Weise eintreffen würden.

Was immer Du tun kannst, oder wovon Du träumst, Du könntest es tun: beginne damit. Kühnheit trägt Genius, Macht und Zauber in sich. Beginne es jetzt. (Joh. W. von Goethe)

Sich für Gott zu entscheiden bedeutet, eine neue Schöpfung mit IHM zu beginnen. Die Welt und man selbst wird etwas und jemand anderes, als zuvor. Die Angst vor dem Schritt ins Ungewisse wird genommen von einer Liebe, die trägt. Diese Liebe macht alles eins, in dem es selbst wird. Das Gute und das Böse sind dann keine zwei Abteilungen mehr oder Gegensätze, sondern verschiedene Richtungen. Das eine strebt zum Guten, hin zum selbst, das Christus durchwirkt, das andere zum Bösen, hin zum Uneinen, das vom Spalter, dem Satan,  genährt. Dort ist Frieden, hier ist Kampf mit dem Anderen.

Wer sich für Gott entscheidet, erhält nicht nur tatsächlich diese Welt, Gottes Schöpfung, sondern ebenso eine bessere Richtung in seinem Leben, hin, hinauf zum Guten. Man vertraue seiner Liebe.

Mensch, beginne es jetzt!

 

S.D.G.

Die 5 Charakteristika der göttlichen Liebe

Die 5 Charakteristika der göttlichen Liebe

Gott ist die Liebe. In der Welt zeigt sich diese Agape-Liebe wie folgt: Sie liebt

  1. zuerst
  2. alle
  3. auch die Feinde
  4. bis zur Lebenshinhabe
  5. dienend

Die Liebe Gottes ist unschuldig, trifft sie auf das Böse wird sie zu einem Opfer. Gott bringt seine Liebe dorthin, wo keine ist, damit man sie dort findet. Immer dann, wenn der Mensch so liebt, zeigt und zeugt er von Jesus Christus in der Welt. Diese Liebe siegte, siegt und wird siegen.

 

S.D.G.

Friede und Freiheit

Absolute Freiheit bedeutet nicht alles tun zu dürfen, sondern in allem Denken, Tun und angetan werden frei zu bleiben. Es ist keine Vergötzung der Freiheit, ein Ausleben seines Egoismus, sondern die Freiheit diese dem Nächsten ebenso belassen zu können. Friede und Freiheit wohnt in der Mitte des Menschen. Die Mitte ist das Göttliche im Menschen und damit seine Liebe.

Deshalb ist Friede, Normalität, nie langweilig, denn Liebe ist nie langweilig. Sie hat Leidenschaft und Harmonie, Schönheit, Ermutigung, Geisteskraft (Ideen sowie „ein über sich hinausgehen“) und Freude. Und Passion: Im Sinne eines Leidenswegs, aber auch im Sinne eines ganz in etwas oder jemanden aufgehen.

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Eine kleine Geschichte des Todes

Eine kleine Geschichte des Todes

Der Tod als Sündenstrafe. Abel zeigt es uns. Der Verbrecher Kain gibt nicht nur auf die Frage von Gott nach dem Verbleib seines Bruders eine zynische Antwort, sondern es wird auch offenbar, dass der Tod ein „Nichtmehrhütenmüssen“ des Bruders ist. Ein frappierender Gegensatz zum Neuen Testament, in dem ewiges Leben durch den Sohn verheißen wurde und das Gebot der Nächstenliebe sich auch auf das Hüten des Bruders bezieht.

Doch hier, im alten Bund, ist der Tod ein furchtbares Alleinsein. Keine Verheißung mildert noch die Verlassenheit. Der Tod bedeutet vor der historischen Auferstehung des Herrn und Gottes Jesus Christus das Ende. Dieses Ende gelangt durch die Tat Kains in ihr schreckliches Licht. Der dem Tod ohne Verheißung verfallene, wird auch vom Bruder und Nächsten fallen gelassen. Weiterlesen

Anbetung – dem Meister zu Füßen sitzen

Anbetung – dem Meister zu Füßen sitzen

Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß, und diese setzte sich zu den Füßen des Herrn und lauschte seinem Wort. (Lk 10:39)

Das Ohr als wichtigstes Organ eines Christen. Ein Ohr, das auf den Herrn und seiner biblischen Offenbarung hört. Weiterlesen

Sakramente als Belohnung?

Nein, Sakramente sind keine Belohnung, deshalb kann man sie auch nicht einfordern. Sakramente erhält man nicht, weil man eine zeitgeistgemäße Antwort parat hat, weil man mit unvollkommener menschlicher Barmherzigkeit argumentiert. Sakramente sind das Gegenteil von Belohnung: Sie werden gesät in all die Fragen des Lebens in Raum und Zeit.

In der Taufe ist das Sakrament ein angenommen sein in aller Gebrochenheit des Menschen. Die Taufe will Christen vereinen, wo sie sich getrennt meinen. Die Firmung will dort stärken, wo das Leben schwach erscheint, wo man selbst am Ende ist, damit der Hl. Geist weitermachen kann. Die Beichte will Zuspruch geben, wo man sich selbst nicht mehr vergeben kann oder will, damit Gottes Gnade und Liebe wieder das verhärtete Herz erweichen kann. Die Eucharistie will das Leben hochhalten über alle Abgründe hinweg, sie will sie nicht einebnen. Die Ehe will ein Ja sprechen in eine fragliche Zukunft hinein, damit Gott als Dritter im Bunde seine Ewigkeit, Sanftmut und Geduld einbringen kann. Die Priesterweihe des Mannes stärkt, um einen Dienst anzutreten, trotz aller Unzulänglichkeiten. Die Krankensalbung will dort Gewissheit schenken, wo Angst und Ungewissheit herrscht.

Nein, die Sakramente sind keine Belohnung. Sie sind keine Universalantworten auf jene Fragen, welche uns die Sünde stellen lässt. Die Sakramente sind die Möglichkeit mit all den Fragen zu leben. Und Jesus Christus stellt uns in ihnen auch die Fragen, die wir in unserer Sündhaftigkeit meinten, schon längst beantwortet zu haben. Nicht aber, um sie ungelöst zu lassen, sondern der Er-lösung zuzuführen, eine Erlösung, die eben der Herr erst ermöglicht hat.

 

S.D.G.

Der Synodale Weg – eine falsche Barmherzigkeit

Der Synodale Weg – eine falsche Barmherzigkeit

Der „Catholic Herald“ aus London übt in seiner Ausgabe vom 19. September 2019 scharfe Kritik am „Synodalen Weg“ der Kirche in Deutschland:

„In Deutschland treiben die Bischöfe gegen den Willen des Heiligen Vaters ein Programm falscher Barmherzigkeit voran. Sie wollen den Zölibat nicht liberalisieren, um das Priestertum zu heiligen, sondern um eine Regel zu beseitigen, die Heiligkeit fordert. Sie wollen die Lehre über die Homosexualität nicht ändern, weil sie barmherzig sein wollen gegenüber der schweren Last der Sünde, sondern um zu sagen, dass Sünde keine Sünde mehr ist. Sie wollen Sex außerhalb der Ehe nicht deshalb zulassen, weil sie gegenüber dem Sex positiv eingestellt sind, sondern weil sie die Ehe nicht als die Institution anerkennen wollen, die allein das von Gott gewollte Sexualverhalten im Sinne Gottes regelt. […] Die Bischöfe in Deutschland sollten anfangen, auf den Papst zu hören statt auf jene, die gerne Papst wären. Der Heilige Vater hat ihnen einen Entwurf vorgelegt, der auf Evangelisierung ausgerichtet ist. Leider scheinen die deutschen Bischöfe, wie überall dort, wo Gnade, Freiheit und Barmherzigkeit gefälscht werden, einen selbstzerstörerischen Weg einzuschlagen. Die „Priorität der Evangelisierung“, die sie dem Willen des Heiligen Vaters nach für ihren synodalen Prozess setzen sollen, muss vielleicht bei den Bischöfen in Deutschland selbst beginnen.“

In vielen Ländern, nicht nur Europas, sehen Katholiken besorgt auf die Vorgänge in Deutschland. Von dort ging einst eine Spaltung aus, die sich nicht wiederholen darf. Beten wir für die deutschen Bischöfe, dass sie durch den Hl. Geist einen Weg finden, damit der Weltkirche zu dienen und Gott und sein Wort dadurch ehren.

 

S.D.G.