Eine kleine Schule der Kommunikation

In Foren und sozialen Medien verliert sich der Vorteil Face-to-Face, Vertrauen lässt sich weitaus schwieriger aufbauen. Umso wichtiger ist es rechte Kommunikationsformen zu verwenden und auch innerhalb einer Organisation, Gesellschaft und der Kirche unterschiedliche Talente zuzulassen, die sich ergänzen.

Bei einer Kommunikation müssen Adressat und Absender, Ich und Du, übereinkommen ein gleiches Ziel anzustreben:
Eine Debatte hat das Ziel seinen Standpunkt darzulegen. Eine Diskussion hat das Ziel die Gegenseite argumentativ zu überzeugen. Ein Diskurs hat das Ziel einen gemeinsamen Standpunkt zu finden. Ein Dialog hat das Ziel gemeinsam neue Erkenntnisse zu erlangen.

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Ideologieprojekt: staatliche Erziehungsanstalten?

Betrachtet man Ideologien aus historischer und philosophischer Sicht, geht es immer darum den Kampf um die Kindererziehung zu gewinnen. Staat, Gesellschaft, Zukunft findet nur mit und durch Kinder statt. Mittel, um Kinder in ideologisch geprägte, meist staatliche Ausbildungsstätten unterzubringen, waren früher einen politischen oder juristischen Druck auszuüben. Heute wird eine Freiwilligkeit für die Eltern manipuliert, ihre Kinder selbst, alternativlos, dorthin zu schicken. „Zum Wohl der Kinder“, als ob liebende Eltern nicht genauso gut erziehen könnten, als unterbezahlte Kinderbetreuer. „Zur Selbstverwirklichung der Elternteile“, als ob Kinder daran hindern würden. „Aus finanziellen Gründen“, denn hat man ein Wirtschaftssystem erst einmal so gestaltet, dass beide Elternteile arbeiten müssen, um mit ihren Kindern leben zu können, ist es eine „Wohltat“, wenn man sie (bald?) kostenlos in staatliche KiTas und Ganztagesschulen senden darf.

Welche Ideologie zeichnet sich hier ab? Verfolgen wir einige Spuren:

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Eine Analyse des „Gutmenschen“

Es gab einmal eine Zeit, in der ein guter Mensch geschätzt wurde, weil er gutes tat. Heute jedoch wird der Begriff Gutmensch eher abschätzig verwendet. Wie konnte das geschehen? Ist gutes in der postmodernen Epoche des Relativismus und Positivismus nicht mehr gut? Schuld daran ist wohl, man muss es wieder aussprechen, der Strukturverlust des christlichen Weltbilds. Der Gutmensch ist heute der äußere Typus der mehrheitlichen Seelenlage vieler Menschen. Wie ist dieser Menschentyp zu definieren? Weiterlesen

Gog und Magog – Eine kleine Geschichte der Endzeit

In einigen christlichen Gemeinden stehen vor allen die Berechnung oder Auslegung der kommenden Endzeit im Mittelpunkt. Biblische Aussagen, wer etwa Gog und Magog (Ez 38 und 39; Offb 20:8) sind, werden unmittelbar in das politische Geschehen der Jetztzeit übertragen und daraus Voraussagen für die Zukunft getätigt. Diese Art der Bibelauslegung hat eine lange Geschichte und sie funktioniert nicht, seid sie durchgeführt wird. Hier ein paar Beispiele: Weiterlesen

Die sexuelle Revolution der „68er“ und ihre Folgen

Es ist der 31. Mai 2018. In der University of Notre Dame in Washington findet eine Konferenz von Wissenschaftlern statt, welche die Folgen der sexuellen Revolution seit der Studentenrevolte des Jahres 1968 beleuchtete. Auslöser dafür waren auch die im erschreckenden Maß zunehmende sexuelle Gewalt gegenüber Frauen und die Vermarktung ihres Körpers. Die Forscher betrachteten die Konsequenzen dieser sexuellen Revolution anhand von soziologischen, psychologischen, medizinischen und anderen Nachweisen. Das Material erlangte hinsichtlich der sogenannten „#MeToo-Debatte“ große Bedeutung. Dabei wurde von acht Wissenschaftlern über Empfängnisverhütung, Unfruchtbarkeit, Geschlechtskrankheiten, Pornografie, Leihmutterschaft und Menschenhandel referiert. Hier nur einige der Forschungsergebnisse: Weiterlesen

Wie lebt der Mensch am Ende des 21. Jahrhunderts?

Es ist noch nicht lange her, als das Smartphone begann das Leben der Menschheit grundlegend zu ändern, durch ein „outsourcing“ des Gehirns. Ob die Erfindung des Rades ähnlich plötzlich und umwälzend war? Jedenfalls beginnt nun eine virtuelle Welt mit der Wirklichkeit zu konkurrieren und vermengt sich mit ihr. Welche Trends und Möglichkeiten werden daraus entstehen, wie und mit welchen Wertvorstellungen wird der Mensch des ausgehenden 21. Jahrhunderts leben? Hier meine 5 Megatrends:

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Protestanten und ihr Verhältnis zur politischen Obrigkeit

Martin Luther schuf mit seiner neuen Lehre ein völlig anderes Verhältnis zwischen Staat und Kirche, zwischen Christ und Gesellschaft. Negative politische Entwicklungen der Neuzeit werden deshalb oftmals den Kirchen der Reformation zur Last gelegt. Andererseits kann man das moderne protestantische Synodalsystem als Vorbote der Demokratisierung betrachten. Die Veränderung der Verhältnisse zwischen Christen und ihrer Obrigkeit im Protestantismus kann in drei Bereichen besonders erkannt werden: im sogenannten Landesherrlichen Kirchenregiment, in der Zwei-Reiche-Lehre und in der Bewertung des gottgeweihten Lebens.
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