Wir sind eine lebendige Opfergabe

Bei den Urchristen gab es von Anfang an keinen Zweifel, dass das Tempelopfer, der kultische Dreh- und Angelpunkt der Tora, durch den Tod des Herrn ausgedient hatte. Der Tempel wurde zu einem würdigen Ort des Gebets, aber seine Opfer galten für Christen nicht mehr. War also nun das Kreuz Christi der neue Kult der Menschen für eine wahre Reinigung und Sühne in der sündhaften Welt? Weiterlesen

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Gedanken zur Scham

Der Mensch wandelte im Paradies mit Gott. Alles war im und beim Guten, denn Gott war gut. Nach dem Sündenfall des Menschen erkannte dieser nicht nur das Böse, sondern ebenso das Gute in sich und den unendlich tiefen Abgrund, der sich nun hin zu Gott auftat. Der Mensch begann zu vergleichen, was ungleich. Die Antwort der Erkenntnis von Gut und Böse an Gott war, sich zu verbergen. Das Gute schämt sich in Gottes Licht, das Böse zieht in die Finsternis. Weiterlesen

Die sexuelle Revolution der „68er“ und ihre Folgen

Es ist der 31. Mai 2018. In der University of Notre Dame in Washington findet eine Konferenz von Wissenschaftlern statt, welche die Folgen der sexuellen Revolution seit der Studentenrevolte des Jahres 1968 beleuchtete. Auslöser dafür waren auch die im erschreckenden Maß zunehmende sexuelle Gewalt gegenüber Frauen und die Vermarktung ihres Körpers. Die Forscher betrachteten die Konsequenzen dieser sexuellen Revolution anhand von soziologischen, psychologischen, medizinischen und anderen Nachweisen. Das Material erlangte hinsichtlich der sogenannten „#MeToo-Debatte“ große Bedeutung. Dabei wurde von acht Wissenschaftlern über Empfängnisverhütung, Unfruchtbarkeit, Geschlechtskrankheiten, Pornografie, Leihmutterschaft und Menschenhandel referiert. Hier nur einige der Forschungsergebnisse: Weiterlesen

„Allezeit habt ihr die Armen bei Euch“. Betrachtung zu Mt 26:6-16.

Der Kontext darf nicht übersehen werden, um allzu einseitige Auslegung, etwa einer Sozialcharta oder eines Gottesstaats auf Erden, zu vermeiden. Im Kontext verweist das Ereignis darauf hin, dass ehrfürchtiger Glaube und Liebe, wie der Frau, etwas Stürmisches, Überschwängliches, ja Unpraktisches hat. Liebe fragt nicht nach Grenzen. Sie kümmert sich nicht um Gedanken und Worte von Menschen. Hingabe ruft nach Ganzheit. Krämerisches Rechnen und Zählen ist dem Herrn gegenüber unwürdig.

Im Gespräch mit den Jüngern wird der Kleingeist von uns Menschen offenbar. Man misst ihn am eigenen Maßstab und zeigt Unverständnis, wenn das Große nicht in den kleinen Kopf und das kleine Herz passt. So gibt es Menschen, die Nächte durchbeten können, große Summen geben und andere finden es übertrieben. Dabei treibt vielleicht deren Großzügigkeit und Opferbereitschaft nur das Wissen um die eigene Sündhaftigkeit an, die einen selbst noch fehlt. Spießer können die Größe der Liebe nur schwer verstehen. Es ist für sie Verschwendung. So etwa auch die Kathedralen und goldenen Kelche in den Kirchen. Weiterlesen

Der Heilsplan Gottes für uns Menschen

Jesu Botschaft richtet sich an alle Menschen; der Menschheit als Ganzem und an jedem einzelnen. Die Heilsgeschichte Gottes für die Menschheit wurde von einem einzigen Volk, einzelnen Menschen abhängig gemacht. Das Heil haftet nicht an der Ebene der Natur, nicht an einer bestimmten, idealen Person, sondern im Raum und nach Art der Geschichte. Das Heil wird durch die Geschichte begründet. Diese geschieht in Entscheidungen, in den Handlungen einzelner, welche für die Existenz der Gesamtheit und der Folgezeit bestimmend sein wird. Die Tat eines einzelnen kann in der allgemeinen Geschichte zum Anfang oder zur Wende des Geschehens für viele oder alle werden.
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Das Brot des Lebens in der Hl. Eucharistie

Das Brot des Lebens in der Hl. Eucharistie

Gründonnerstag – Tag des Herrenmahls, der Einsetzung der Hl. Eucharistie:

Jesus sprach zu ihnen: »Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nicht mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nimmermehr dürsten. Doch ich sagte es euch: Ihr habt mich zwar gesehen, glaubt aber nicht. Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und den, der zu mir kommt, werde ich nimmermehr von mir wegstoßen; denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Da murrten die Juden über ihn, weil er sagte: »Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist«, und sie sagten: »Ist dieser nicht Jesus, der Sohn Josephs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie sagt er nun: Ich bin vom Himmel herabgekommen?« Jesus antwortete ihnen: »Murrt nicht untereinander! Niemand kann zu mir kommen, wenn ihn der Vater, der mich sandte, nicht zieht; ich aber werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wenn einer von diesem Brote ißt, wird er leben in Ewigkeit, und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.« Da stritten die Juden untereinander und sagten: »Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben?«  Jesus aber sprach zu ihnen: »Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht eßt und sein Blut nicht trinkt, habt ihr nicht Leben in euch. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. Denn mein Fleisch ist eine wahre Speise, und mein Blut ist ein wahrer Trank. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.

Viele nun von seinen Jüngern, die es hörten, sagten: »Hart ist die Rede, wer kann sie hören?« Jesus wußte bei sich, daß seine Jünger darüber murrten, und sprach zu ihnen: »Daran nehmt ihr Anstoß? Wenn ihr nun den Menschensohn dahin aufsteigen seht, wo er vordem war? Der Geist ist es, der Leben schafft, das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben.

Da sprach Jesus zu den Zwölfen: »Wollt nicht auch ihr weggehen?« Simon Petrus antwortete ihm: »Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens! Wir haben geglaubt und erkannt, daß du der Heilige Gottes bist.« (Joh 6:35-38, 41-43, 51-54, 60-63, 67-69)

Ging es zuerst um das Brot des Lebens, welches zu essen der Glaube ist, lehrt Jesus nun immer eindringlicher den Jüngern, dass er selbst, sein lebendiges Sein, seine Bereitschaft, seine Innerlichkeit zum und im Vater, seine Liebe die lebensspendende Speise ist. Nicht etwa eine abstrakte Philosophie oder eine Lehre in einem Buch, sondern sein Fleisch und sein Blut, sein ganzer Leib. Die Feinfühligkeit der Juden für den einen Gott sagte ihnen, wie ungeheuerlich diese Behauptung ist. Deshalb setzen sie ihn herab: „Der ist doch nur Josephs Sohn aus Nazareth“. So tun es auch heute viele Menschen mit dem Herrn. Weiterlesen

Basics: Warum ist in uns der Drang zur Sünde?

Es gibt vier tiefgründige persönliche Ursachen jeder Sünde. Wenn ein Mensch sündigt, will er:

  1. Macht
  2. Anerkennung
  3. Trost/Komfort
  4. Sicherheit

Zu sündigen bedeutet: Der Mensch stellt Gott nicht mehr an erster Stelle, er sondert sich von ihm ab, er schafft sich eigene Götzen. Es sind Herzensgötzen.

An was erkennt der Mensch, dass er in einer Angelegenheit in seinem Leben nicht mehr Gott an erster Stelle setzt, sondern seine eigenen Herzensgötzen, die er anbetet?

  1. Etwas ist mir „heilig“, ich sage: Finger weg! Ich suche mir Prediger und Bibelstellen, die nicht von meinem Herzensgötzen sprechen.
  2. Herzensgötzen machen niemals satt, meine Sehnsucht wird nie befriedigt. Ich sage: „… wenn ich erst einmal …“. Aber: Gott ist die Liebe, die Liebe darum kein Gott. Deshalb ist etwa eine Sehnsucht nur nach der romantischen Liebe falsch.
  3. Herzensgötzen beflecken mein Gewissen. Mein erkennen von gut und böse, richtig oder falsch wird getrübt.
  4. Herzensgötzen fordern Opfer, Menschenopfer, wenn sie etwa Karriere oder Ruhmsucht heißen.

Herzensgötzen funktionieren, weil sie den Kult um das Ego fördern. Damit wird der Mensch zu einem Sklaven seines Ego aus Angst, dass er Macht, Anerkennung, Trost/Komfort oder Sicherheit verliert. Es ist seine persönliche Angst vor der Zukunft. Aber in der Liebe zu Gott, sich und dem Nächsten ist keine Angst.

Jesus Christus fordert uns auf aus dieser Sklaverei auszubrechen, so wie Gott das Volk Israel aus der ägyptischen Knechtschaft führte. Der Bruch des Ego’s erfolgt, indem der Mensch es kreuzigt, das Ego stirbt, es erfolgt durch das Kreuz, den Kreuzestod des Herrn. Jesus Christus gibt mehr als Glück, er erlöst von der Suche nach Glück. Jesus Christus gibt dadurch tiefere Freude, Frieden. Der Mensch gelangt dadurch in die Freiheit der Anbetung Gottes.

 

S.D.G.