Gebet zu Antonius dem Einsiedler

Gebet zu Antonius dem Einsiedler

Der Gedenktag vom hl. Antonius dem Einsiedler, auch Antonius der Große genannt, ist der 17. Januar. Die orthodoxe Kirche ehrt ihn an diesem Tag mit folgenden liturgischen Gebet aus dem Stundenbuch:

Mit den Strömen Deiner Tränen
hast Du in der Dürre der Einsamkeit den Garten bestellt /
durch Deine Rufe aus der Tiefe
brachten Deine Leiden hundertfache Frucht hervor /
Du bist ein hell strahlendes Licht für diese Welt geworden
durch die Wunder die Du wirkst +
Seliger Vater Antonius / tritt ein bei Christo unserem Gott
für das Heil unserer Seelen +

Als Bürger der Wüste und Engel im Leibe
bist Du zum Wundertäter geworden / Gott tragender Vater Antonius +
Durch Fasten / Nachtwachen und Beten empfingest Du himmlische Gnadengaben /
und hast die Kranken und die Seelen der Gläubigen /
die zu Dir kamen / wunderbar geheilt +
Ehre sei dem / der Dir die Kraft gab /
Ehre sei dem / der Dich krönte /
Ehre sei dem / der durch Dich allen Wesen Heilung wirkt +

Mission Manifest: Die 10 Thesen für das Comeback der Kirche

2018 wurde bei der MEHR-Konferenz in Augsburg die Aktion Mission Manifest gestartet. Getragen von den Jugendbischöfen im deutschen Sprachraum und begleitet von einem Grußwort des Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung Rino Fisichella, soll die Aktion zu einem neuen Aufbruch anregen und bestehende Projekte vernetzen. Bei dieser Konferenz beteten alle nichtkatholische Christen für diese katholische Aktion und segneten die Katholiken, um zu bezeugen, dass wir alle eins sein wollen in Christus. Wer will, kann das Manifest auch online unterschreiben und zur Richtschnur seines Beitrags zur Neuevangelisierung machen. Zu finden sind nachfolgender Text und die Unterschriftenliste hier:

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Protestanten und die letzten Dinge

Dieser Beitrag gehört zu einer kleinen Serie über den Protestantismus im Vergleich zur katholischen Kirche. Weitere Beiträge finden sich hier , hier , hier , hier und hier

Protestanten kennen ein immerwährendes Thema: Das nahe Weltende. Bereits Luther rechnete mit der bald bevorstehenden Wiederkunft des Herrn und hielt den Papst deswegen für den vorhergesagten „Antichristen“ der letzten Tage. Auch der Ansturm der Türken auf das christliche Abendland deutete Luther als endzeitliches Strafgericht. Der führende Denker des aufkommenden Pietismus und Vorreiter der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Hl. Schrift Johann Albrecht Bengel (1687 – 1752) errechnete aus der Bibel das Jahr 1836 als Zeitpunkt der Wiederkunft Christi. Immer wieder gab es seither Gruppen, welche aufgrund solcher Berechnungen neue Gemeinschaften gründeten, so z. B. die Adventisten 1844, die neuapostolische Gemeinschaft oder die Zeugen Jehovas, die letztmals 1975 die Schlacht um Harmagedon vorhersagten. Trotz der Fehlberechnungen gelang es diesen Gruppen ihre Anhänger an sich zu binden.

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Protestanten und die Beichte

Die Beichte war bei den Reformatoren umstritten, weil es für sie zwar einen Auftrag Christi gab, aber keine Materie. Denn als Sakrament erkannten sie nur an, was im Neuen Testament auf Befehl Jesu zu wiederholen ist und ein materielles Zeichen und ein deutendes Wort vorhanden. So kann nach diesem Verständnis allein Taufe und Eucharistie Sakrament sein, denn nur hier spricht Jesus: „Tut dies“. Dennoch galt die Beichte in der ersten Zeit der Reformation bei machen lutherischen Theologen, z. B. Melanchthon, als Sakrament und blieb es bis in das 18. Jahrhundert, wo es vor dem Empfang des Abendmahls vorgeschrieben war. Während der „Aufklärung“ verlor sich die Beichte im Protestantismus völlig. Außer in einigen kleinen Gruppen, gibt es sie nicht mehr. Das Sakrament wurde vergessen, aber nicht abgeschafft. Weiterlesen

Das Abendmahl bei den Protestanten

Man muss sich erst wieder bewusst werden, dass zwischen den Reformierten (die Nachfolger von Zwingli und Calvin) und den Lutheranern ein Unterschied in der Haltung zum Abendmahl besteht. Bei den Reformierten ist es ein Gedächtnismahl, bei dem Christus nicht anders anwesend ist, als überall sonst im Leben. Sowohl die Aussagen Jesu als auch seine Handlungen sind dabei nur symbolisch zu verstehen. Bei dem Nachvollzug dieser Symbole gedenkt der Gläubige an das Leiden und Sterben des Herrn, bekundet seine Bereitschaft zur Nachfolge und empfängt dadurch Segen. Der Ungläubige hingegen bekommt nur einen Schluck Wein und eine Oblate.

Bei den Lutheranern jedoch ist Christus während der Kommunion in Brot und Wein sehr wohl leibhaftig gegenwärtig in der Realpräsenz. Dies gilt ebenso für die Ungläubigen, denen es aber nicht zum Heil, aber zum Gericht gereicht. Der katholische Begriff der Transsubstantiation, der Wesensverwandlung, wird jedoch von den Lutheranern abgelehnt. Sie sprechen von der Konsubstantiation, d. h. Brot und Wein verwandeln sich nicht in Leib und Blut Christi, sondern die leibliche Gegenwart Christi tritt auf geheimnisvolle Weise zur natürlichen Gestalt der Elemente hinzu. Diese Gegenwart endet mit der Kommunion. Alle Reste von Brot und Wein sind somit wieder gewöhnliches Brot und gewöhnlicher Wein. Diese Lehre stammt allerdings nicht von Luther selbst, er hatte noch den Glauben an die bleibende Gegenwart Christi. Erst seine Nachfolger gaben diesen Glauben auf.  Weiterlesen

Protestanten und ihr Verhältnis zur politischen Obrigkeit

Martin Luther schuf mit seiner neuen Lehre ein völlig anderes Verhältnis zwischen Staat und Kirche, zwischen Christ und Gesellschaft. Negative politische Entwicklungen der Neuzeit werden deshalb oftmals den Kirchen der Reformation zur Last gelegt. Andererseits kann man das moderne protestantische Synodalsystem als Vorbote der Demokratisierung betrachten. Die Veränderung der Verhältnisse zwischen Christen und ihrer Obrigkeit im Protestantismus kann in drei Bereichen besonders erkannt werden: im sogenannten Landesherrlichen Kirchenregiment, in der Zwei-Reiche-Lehre und in der Bewertung des gottgeweihten Lebens.
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Protestanten und Katholiken: „Allein die Schrift“ – ein falsches Prinzip?

„Allein die Schrift“ – dies ist ein Haupthindernis in der Verständigung zwischen den Protestanten und den traditionellen Kirchen. Für den Protestantismus ist das Prinzip „Sola scriptura“ schlechthin ein Dogma. Ohne dieses Verständnis führt jedes ökumenisches Gespräch zwangsläufig zu Missverständnissen und früher oder später wird bei theologischen Diskussionen dieses protestantische Denken die Frage aufwerfen: „Wo steht das in der Bibel?“. Wird keine entsprechende Bibelstelle genannt oder widerspricht die Auslegung der Interpretationspraxis seiner Gemeinde, weiß der Protestant, dass der Gesprächspartner unrecht hat. Aufgrund fehlender Schriftbelege  fallen deshalb für einen Protestanten Marien- und Heiligenverehrung, das Papstamt, die Apostolische Sukzession, das Fegefeuer sowie fünf der sieben Sakramente weg. Weiterlesen