Am Herzen Jesu Glauben lernen

Am Herzen Jesu Glauben lernen

„sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floß Blut und Wasser heraus“ (Joh 19:34). Der Evangelist Johannes will durch diese Worte in der Hl. Schrift hervorheben, dass Jesus wirklich tot war. Aber das ist nicht alles. Wenn der Hl. Johannes über die Symbole von Wasser und Blut spricht, schenkt er uns durch diese Fakten die Theologie des Lebens, die aus dem Tod hervor geht. Weiterlesen

Eine Gottesschau im Alten und Neuen Testament

Eine Gottesschau im Alten und Neuen Testament

Eine Schriftbetrachtung.

Im AT findet sich jene Vorschattung, wie wir Menschen Gott schauen werden, was Offenbarung bedeutet. Gott hat sich Moses in Zeichen offenbart, in einer Feuersäule, im Rauch. Moses wollte Gott aber ebenso von Angesicht sehen. Hier der Text (Ex 33:18-23 NHTS): „Da sprach Mose: «Laß mich doch deine Herrlichkeit schauen!» Und er sprach: «Ich werde alle meine Schöne an deinem Angesicht vorüberziehn lassen und werde den Namen ,Ewiger‘ vor dir ausrufen: Ich begnade, den ich begnaden will, und erbarme mich, dessen ich mich erbarmen will.» Und er sprach: «Du kannst mein Angesicht nicht schauen, denn nicht schaut mich ein Mensch und lebt.» Und der Ewige sprach: «Sieh, es ist Raum bei mir, stell dich auf den Felsen. Und es wird sein, wenn meine Herrlichkeit vorüberzieht, da bringe ich dich in die Kluft des Felsens und halte meine Hand vor über dir, bis ich vorübergezogen bin. Wenn ich dann meine Hand entferne, so wirst du meine Rückseite schauen, aber mein Angesicht kann nicht gesehen werden.»“

Weiterlesen

Else Lasker-Schüler: Das Reich Gottes ist nah

Else Lasker-Schüler: Das Reich Gottes ist nah

Die Welt, aus der ich lange mich entwand, ruht kahl, von Glut entlaubt, in dunkler Hand; die Heimat fremd, die ich mit Liebe überhäufte, aus der ich lebend in die Himmel reifte. Es wachsen auch die Seelen der ver­pflanzten Bäume auf Erden schon in Gottes blaue Räume, um inniger von seiner Herrlichkeit zu träumen.

Else Lasker-Schüler, Dichterin

Ohne die Ewigkeit wäre der Mensch das einzig unvollendete Lebewesen auf Erden.

S.D.G.

Christsein und Politik

Christsein und Politik

Hysterie und Dauerempörtheit sind die Auswüchse von Ideologien. Dort wird die Vernunft betäubt. Die größten Lügner waren schon immer die glaubwürdigsten Demagogen. Einige nennen sich Demokraten, andere Liberale, Sozialisten, Republikaner oder Nationalisten etc., und arbeiten dennoch nur auf eigene Rechnung. Und was sich Opposition nennt, sitzt im selben Zug, denn sobald sie an die Macht kommt, stellen sie die Rechnungen aus. Doch ein Christ rechnet nur mit Gott. Weiterlesen

Die Liebe ist so kräftig wie der Tod!

Wenn einer meine Worte hört und nicht bewahrt, den richte ich nicht; denn ich bin nicht gekommen, die Welt zu richten, sondern die Welt zu retten. (Joh 12:47).

Auf Erden richtet der Herr auch jene nicht, die ihn und seine Kirche verleugnen oder bekämpfen. Deshalb dürfen auch wir unsere Feinde lieben, müssen niemanden richten, weil es auch der Herr nicht tut.

Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde [, tut Gutes denen, die euch hassen,] und betet für sie, die euch verfolgen [und verleumden], auf daß ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte. (Mt 5:44-45)
Weiterlesen

Sorgt Euch nicht!

Der näher betrachtete Abschnitt in der Hl. Schrift lautet:

„Macht euch nicht Sorge und sagt nicht: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns bekleiden? Denn nach all dem trachten die Heiden. Es weiß ja euer Vater im Himmel, daß ihr all dessen bedürft. Suchet zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit, und dies alles wird euch dazugegeben werden. Macht euch daher nicht Sorge für den morgigen Tag; denn der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Jedem Tag genügt seine Plage.“  (Mt 6:31-34)

Jesus geht es in diesem Abschnitt und der gesamten Bergpredigt um die Gesinnung, auf der wir unsere Ethik aufbauen und handeln. Jesus will hier einem Christen nicht sagen, er muss nicht arbeiten, rechnen, disponieren und Fürsorge für die Zukunft treffen. Jesus verspricht niemals ein sorgenfreies Leben ohne Leid, aber Frieden in Sorge und Leid. Deshalb bedeuten die Worte des Herrn zunächst nicht ein äußeres Tun, sondern ein Wandel der Gesinnung. In der Arbeit, die wir tun, kann ein gläubiger Christ auf die Hilfe Gottes vertrauen. Nicht die Sorge als solches verurteilt der Herr, sondern ein ängstliches Besorgtsein. Dazu drei vielleicht hilfreiche Gedanken in der Sorge und im Umgang mit der Sorge: Weiterlesen

Der Hl. Geist ist Evolution

Der Hl. Geist ist Evolution

Evolution und Gott werden heute oft sich als diametral gegenüberstehend betrachtet. In der Evolution ist auch Gottes Hl. Geist am wirken, aber Evolution wird meist nur biologisch definiert und in ihrer Ausformung durch Selektion und Mutation.

Gibt es denn eine „geistige Selektion“? Wenn man weiterhin rein biologisch denkt, dann kann man sagen: Dort, wo der Egoismus keine Kinder mehr will, sie als Last und „Produkt“ definiert, wird dieser negative Geist eine Selektion durchführen. Jene werden dann ängstlich geistige Menschen betrachten, die Fruchtbarkeit aus ihrer spirituellen Prägung heraus als Geschenk definieren und allein schon aus diesem positiven Geist heraus die Feinde des Lebens verdrängen, weil diese „aussterben“.

Gibt es eine „geistige Mutation“? Weiterlesen

Zeit und Ewigkeit

Zeit und Ewigkeit

Ist nicht die Zeit eigentlich etwas völlig Fremdes für den Menschen? Wir leben, altern und sterben wegen und in der Zeit, sie ist verwoben und eingewoben mit uns, aber seltsam: Wir können dennoch mit der Zeit nicht richtig umgehen. Wir verschwenden sie, managen sie, gewinnen und verlieren sie. Manchmal wird unsere Zeit gefressen, wir lassen sie irgendwo liegen, aber so richtig besitzen können wir die Zeit nie. Als gehöre sie gar nicht zu uns. Als ob ein Fisch sich regelmäßig wundern würde, dass er nass ist. Woher kommt das? Weiterlesen

Erlöstsein als christlicher Wert

Hier ins Diesseits sandte Gott zuvorderst nicht ein Buch, sondern seinen Sohn Jesus Christus, damit er die Welt erlöst. Das Letzte, von dem uns Gott löst, ist unser Atem, äußeres Zeichen unseres Lebens. Unsere Atemzüge sind bereits gezählt, mit jedem weiteren gehen wir dem Aufatmen bei Gott entgegen. Hier atmen unsere Lungen Luft, damit wir leben, in der Ewigkeit Liebe, damit wir ewig leben.

Christsein ist immer eine Frage des Erlöstsein. Nur was man bereit ist anzunehmen, von dem wird Jesus erlösen, befreien. Gott selbst nimmt in seinem Sohn für uns die Sünde an und wird im Menschen Jesus zum Sünder. Dies beantwortet auch die Frage, was ein „christlicher Wert“ ist. Weiterlesen

Eine kleine Geschichte des Todes

Eine kleine Geschichte des Todes

Der Tod als Sündenstrafe. Abel zeigt es uns. Der Verbrecher Kain gibt nicht nur auf die Frage von Gott nach dem Verbleib seines Bruders eine zynische Antwort, sondern es wird auch offenbar, dass der Tod ein „Nichtmehrhütenmüssen“ des Bruders ist. Ein frappierender Gegensatz zum Neuen Testament, in dem ewiges Leben durch den Sohn verheißen wurde und das Gebot der Nächstenliebe sich auch auf das Hüten des Bruders bezieht.

Doch hier, im alten Bund, ist der Tod ein furchtbares Alleinsein. Keine Verheißung mildert noch die Verlassenheit. Der Tod bedeutet vor der historischen Auferstehung des Herrn und Gottes Jesus Christus das Ende. Dieses Ende gelangt durch die Tat Kains in ihr schreckliches Licht. Der dem Tod ohne Verheißung verfallene, wird auch vom Bruder und Nächsten fallen gelassen. Weiterlesen