6 Herzenshaltungen für den Weg zum Frieden

  1. Erweise jedem einzelnen Menschen Achtung
  2. Schaffe den Freiraum, den die Menschen zum Wachstum und zur Entdeckung ihres inneren Reichtums brauchen
  3. Suche immer wieder das Gespräch
  4. Stimme ständig die gegenseitigen Erwartungen aufeinander ab
  5. Freue dich an der Verschiedenheit der Menschen
  6. Bemühe dich immer um diejenigen, die am meisten leiden

(nach Jean Vanier, katholischer Theologe und Philosoph)

 

S.D.G.

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Stoa und Christentum

Um 300 v. Chr. formulierte Zenon von Kition erstmals Grundzüge der sogenannten Stoa. Ihr ist eine kosmologische, ganzheitliche Welterfassung zu eigen, die auf ein waltendes universelles Prinzip zurückgeführt wird. Das Individuum hat ihren Platz in dieser Ordnung zu erkennen, auszufüllen und durch Selbstbeherrschung zu akzeptieren. Gelassenheit und Seelenruhe sollen dabei Weisheit fördern.

Die Wirkung der stoischen Weltanschauung auf die Menschen in hellenistischer und nachhellenistischer Zeit war gewaltig. Philosophie und Religiosität gingen ein unlösliches Band ein. Deshalb war die stoische Weltanschauung gerade unter Heidenchristen Herausforderung und Prägung zugleich, ähneln sich doch einige Aussagen. Die große Zeit der Stoa ging schließlich erst um 300 n. Chr. zu Ende und beeinflusste damit noch Kirchenväter und Kirchenlehrer. Weiterlesen

Basics: Warum ist in uns der Drang zur Sünde?

Es gibt vier tiefgründige persönliche Ursachen jeder Sünde. Wenn ein Mensch sündigt, will er:

  1. Macht
  2. Anerkennung
  3. Trost/Komfort
  4. Sicherheit

Zu sündigen bedeutet: Der Mensch stellt Gott nicht mehr an erster Stelle, er sondert sich von ihm ab, er schafft sich eigene Götzen. Es sind Herzensgötzen.

An was erkennt der Mensch, dass er in einer Angelegenheit in seinem Leben nicht mehr Gott an erster Stelle setzt, sondern seine eigenen Herzensgötzen, die er anbetet?

  1. Etwas ist mir „heilig“, ich sage: Finger weg! Ich suche mir Prediger und Bibelstellen, die nicht von meinem Herzensgötzen sprechen.
  2. Herzensgötzen machen niemals satt, meine Sehnsucht wird nie befriedigt. Ich sage: „… wenn ich erst einmal …“. Aber: Gott ist die Liebe, die Liebe darum kein Gott. Deshalb ist etwa eine Sehnsucht nur nach der romantischen Liebe falsch.
  3. Herzensgötzen beflecken mein Gewissen. Mein erkennen von gut und böse, richtig oder falsch wird getrübt.
  4. Herzensgötzen fordern Opfer, Menschenopfer, wenn sie etwa Karriere oder Ruhmsucht heißen.

Herzensgötzen funktionieren, weil sie den Kult um das Ego fördern. Damit wird der Mensch zu einem Sklaven seines Ego aus Angst, dass er Macht, Anerkennung, Trost/Komfort oder Sicherheit verliert. Es ist seine persönliche Angst vor der Zukunft. Aber in der Liebe zu Gott, sich und dem Nächsten ist keine Angst.

Jesus Christus fordert uns auf aus dieser Sklaverei auszubrechen, so wie Gott das Volk Israel aus der ägyptischen Knechtschaft führte. Der Bruch des Ego’s erfolgt, indem der Mensch es kreuzigt, das Ego stirbt, es erfolgt durch das Kreuz, den Kreuzestod des Herrn. Jesus Christus gibt mehr als Glück, er erlöst von der Suche nach Glück. Jesus Christus gibt dadurch tiefere Freude, Frieden. Der Mensch gelangt dadurch in die Freiheit der Anbetung Gottes.

 

S.D.G.

Von der Heilsgewissheit

Eine Schriftbetrachtung.
Ein Christ muss sich seines Heils gewiss sein, erlöst sein, um Gottes Freude und Frieden in sich genießen zu können und den Herrn für alle Welt zu bezeugen. Niemand ist fromm mit ständigen Zweifel, denn der Zweifel ist die Nahrung des Teufels für uns. Doch was ist das Heil überhaupt? In 1Joh 5,10-12 wird es erklärt: „Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat dieses Zeugnis in sich. Wer Gott nicht glaubt, der hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis glaubte, mit dem Gott Zeugnis gab von seinem Sohne. Und dies ist das Zeugnis, daß uns Gott ewiges Leben gab, und dieses Leben ist in seinem Sohne. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn nicht hat, der hat das Leben nicht“.

Das Heil ist also das ewige Leben und nicht ein komfortables und angenehmes Leben auf der Erde. Dieses Heil hängt von 2 Dingen ab:
1. Von dem, was Gott getan hat
2. Von dem, wie wir darauf reagieren
Siehe Joh 3,16: „Denn so sehr liebte Gott die Welt, daß er seinen eingeborenen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengehe, sondern ewiges Leben habe“.

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Pfingsten: Katholisch sein im Hl. Geist

Das Christentum ist wahrlich sensationell und faszinierend. Es lobt und preist einen Gott, der einen Namen hat: Elohim, Jahwe, Zebaoth. Es lobt und preist einen Gott, der eine Person ist, ein Du, ein Ich, ein Wir. Diese göttliche Person ist so ehrerbietungswürdig, dass die Juden seinen Namen nicht aussprechen. Sie nennen ihn und schreiben deshalb bewusst falsch. Diese göttliche Person ist geistig zwar letztlich unfassbar, aber dennoch anfassbar (1. Joh 1:1). Dieser unfassbar große Gott ist fassbar geboren in diese Welt hinein als Mensch.

Dieser große Gott ist der Vater aller Menschen, seine Gebote gelten für alle Menschen. Er offenbart sich dem Menschen aus seiner Dreifaltigkeit heraus. Diese Dreifaltigkeit ist die Einheit des Füreinander, wie Hans Urs von Balthasar sie ausdrückt. In ihr ist der Vater die schenkende Liebe, das Ich. Er ist die hingebende Liebe, die Essenz der Liebe, Gott ist deshalb Liebe. Der Sohn ist die empfangende Liebe, das Du. Er ist die dankende Liebe, die Essenz der Liebe, Gott ist deshalb Liebe. Der Hl. Geist ist die ausführende, die handelnde Liebe, das Wir. Er ist die verbindende, vereinigende Liebe, die Essenz der Liebe, Gott ist deshalb Liebe. In der Dreifaltigkeit wird durch ihre göttlichen Personen Beziehung gelebt, mitgeteilt. Gott ist Beziehung und will Beziehung – zu seiner Schöpfung und zu den Menschen. In Jesus Christus erniedrigte er sich hinab zum Menschen, reicht seine Hand. Weiterlesen

Feindesliebe und Dreieinigkeit

Seinen Feind zu lieben ist Jesu Forderung in der Bergpredigt. Das ist kein Gefühl, sondern eine Entscheidung. Es ist auch die Entscheidung die wunderbare Erkenntnis der Dreieinigkeit praktisch im Leben umzusetzen. Gerade die Dreieinigkeit lässt die wahre Tiefe der Liebe Gottes erst recht erahnen, weil Gott in sich Beziehung ist. Auch Gott liebte uns bereits, als wir noch seine Feinde waren (Rö 5:10). Diese Liebe fordert nicht vom anderen, dass er etwas besitzt, das ich lieben könnte, sondern sie ist eine Quelle, die zum anderen strömt.
Ja, man muss nicht einmal selbst lieben. Man kann Jesus in sich den Feind lieben lassen. Man kann aus der Quelle, die Jesus ist, trinken (Joh 4:10) und sich so stärken den Feind zu lieben, auch wenn die Gefühle dagegen sprechen.
Jesus sagt: Nehmt mein Joch auf euch und lernt an mir, wie ich von Herzen sanft und voll Demut bin. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen“ (Mt 11:29; GB). Gütig sein und demütig, das ist das Wesen des Sohnes Gottes und damit von Gott. Diese Ruhe unserer Seele ist der Frieden, den Jesus uns geben will (Joh 14:27). Es ist die Kraft verzeihen zu können. Das Innerste der Dreieinigkeit wirkt sodann durch den Herrn Jesus Christus in uns im Leben besonders eindrücklich.

der emmauspilger

S.D.G.

Laotse spricht:

Wer andere erkennt, ist gelehrt.
Wer sich selbst erkennt, ist weise.
Wer andere besiegt, hat Muskelkräfte.
Wer sich selbst besiegt, ist stark.
Wer zufrieden ist, ist reich.
Wer seine Mitte nicht verliert, der dauert.