Im Denken wird man Mensch

Es gibt schon seit geraumer Zeit und ohne irgendwelche „Energiefelder“ zu bemühen, die Ansicht, dass das moralische Temperament (melancholisch, phlegmatisch, sanguistisch, philosophisch) jene Ideenreihe Kraft verleiht, die den Charakter bildet. Dabei gibt es eine herrschende Idee. Eine Ideenreihe ist ein Gedanke, eine Aussage, ein Gegenstand der/die Beachtung erhält, weil er/sie das Vergnügen/Missvergnügen (damit sind nicht allein sinnliche Erfahrungen gemeint) fördert oder hindert. Jede von außen zukommende Wahrheit trifft auf diese Ideenreihe und wird somit „entwahrheitet“, denn sie hat sich in die Anschauung der Begriffe einzufügen, die der Mensch sich bereits bildete. Jedes neue Ding wird in diese Ideenreihe eingefügt und festigt sie. Deshalb kann man etwa jungen Menschen besser neue Ansichten vermitteln, als älteren. Deshalb kann für jemand etwas eine Ehre sein, für den anderen nicht, obwohl es objektiv dasselbe Ding ist. Weiterlesen

Wie geht Autonomie statt Autoritarismus?

Wie geht Autonomie statt Autoritarismus?

Wer Autonomie statt Autoritarismus will, muss wissen, dass er dadurch mehr Verantwortung für sich und einer Gemeinschaft übernimmt, in der alle, auch Andersdenkende, diese Autonomie ermöglicht wird. Es bedeutet nicht, allgemein Hierarchien zu missachten, sondern seiner Verantwortung darin gerecht zu werden. Autonomie gelingt nicht durch Anarchie, denn einer äußeren Freiheit muss eine geordnete und darum feste innere Freiheit vorausgehen. Kein System kann langfristig und nachhaltig wirken, wenn es sich gegen das Leben vom Mutterleib an bis zu seinem natürlichen Ende stellt. Leben braucht Raum unter Achtung seiner natürlichen Grenzen, Sicherheit, um sich zu entfalten und es will Liebe, damit es erfüllt ist.

Unabhängig von einer politischen Gesinnung meint ein egoistischer Mensch der Gegenwart, er müsse sich frei machen von, anstatt für etwas oder jemanden. Dabei nimmt er sogar einen Autoritarismus in Kauf, der entsprechend seiner Gesinnung Verbote, sogar im Denken, ausspricht und autoritär durchzusetzen gewillt. So wechseln nur die äußeren Abhängigkeiten, weil im Innern des Menschen keine Freiheit und Frieden herrschen.

Wer Autonomie statt Autoritarismus will, muss deshalb folgendes beachten:

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Ezechiel und falsche Propheten – eine Hilfestellung für heute

In der Hl. Schrift werden falsche Propheten erstmals in Mi 2:6-11 erwähnt, also etwa im 8. Jh. v. Chr., und dort (in Vers 11) findet man auch eine Beschreibung eines „idealen“ falschen Propheten: „Ja, wenn einer käme und Dunst und Trug vorlöge: »Ich predige euch von Wein und Bier!«, das wäre ein Prediger für dieses Volk!“ In Mi 3:5-11 wird die Weissagung gegen Bezahlung angeprangert. Dtn 13:2-6 erklärt, dass falsche Propheten auch Wunder wirken können.

Das Problem der falschen Propheten wird in der Hl. Schrift in älterer Zeit jedoch erstaunlich wenig angesprochen. Das ändert sich allerdings in der Zeit von Jeremia und Ezechiel, also vor und während des babylonischen Exils (597-539 v. Chr.). Es ist eine Zeit des Zusammenbruchs des Alten und der Unsicherheit, was kommen wird. Im NT trifft man auf eine solche Zeit ab der Auferstehung Christi bis zu seiner Wiederkunft, also gerade für jene Zeit, in der wir heute leben. Auch dort wird vor falschen Propheten gewarnt und die Erfahrung zeigt, dass sie immer wieder auftreten. Deshalb hat uns Gott auch mit Ezechiel heute viel zu sagen, gibt uns Hilfestellung gegen einen lebensfeindlichen Zeitgeist oder die Herrschaft des Vaters der Lüge, Satan, die beide oft als prophetisches Wort den Menschen manipulieren wollen. Weiterlesen

In Zeiten von Pandemien als Christ gegen alle Hoffnungslosigkeit

In Zeiten von Pandemien als Christ gegen alle Hoffnungslosigkeit

Christen sind das Salz der Erde, sie sollen nicht die Geschmacklosigkeit der Welt mittragen, sondern gegen alle Angst Hoffnung verbreiten. Die Politiker haben Angst, das Falsche zu tun, Menschen haben Angst beim Tragen einer Maske zu ersticken, eine Freiheit zu verlieren, andere haben Angst Opfer von Verschwörern zu sein und wieder andere Opfer von Verschwörungstheoretikern. Weiterlesen

Verkündet die Frohe Botschaft!

Als Christ wird man besonders im Westen von der säkularen Welt angehalten seinen Glauben gefälligst privat auszuüben und niemanden damit zu behelligen. Eine offene Verkündigung der Frohen Botschaft durch Wort und Leben wird oftmals als Nötigung betrachtet. Andererseits soll ein Christ eine ständige Verneinung von Religion und christlichen Glauben, christlicher Symbole sowie deren Abwertung durch die säkulare Gesellschaft ertragen. Sie sieht Glaube als etwas aufgesetztes, hinzukommendes zum Menschen, womit von ihr zwar Glaube als persönliche Entscheidung eingegrenzt wird, jedoch dann ein bekennender Gläubiger als Person ausgegrenzt. Weiterlesen

Sorgt Euch nicht!

Der näher betrachtete Abschnitt in der Hl. Schrift lautet:

„Macht euch nicht Sorge und sagt nicht: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns bekleiden? Denn nach all dem trachten die Heiden. Es weiß ja euer Vater im Himmel, daß ihr all dessen bedürft. Suchet zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit, und dies alles wird euch dazugegeben werden. Macht euch daher nicht Sorge für den morgigen Tag; denn der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Jedem Tag genügt seine Plage.“  (Mt 6:31-34)

Jesus geht es in diesem Abschnitt und der gesamten Bergpredigt um die Gesinnung, auf der wir unsere Ethik aufbauen und handeln. Jesus will hier einem Christen nicht sagen, er muss nicht arbeiten, rechnen, disponieren und Fürsorge für die Zukunft treffen. Jesus verspricht niemals ein sorgenfreies Leben ohne Leid, aber Frieden in Sorge und Leid. Deshalb bedeuten die Worte des Herrn zunächst nicht ein äußeres Tun, sondern ein Wandel der Gesinnung. In der Arbeit, die wir tun, kann ein gläubiger Christ auf die Hilfe Gottes vertrauen. Nicht die Sorge als solches verurteilt der Herr, sondern ein ängstliches Besorgtsein. Dazu drei vielleicht hilfreiche Gedanken in der Sorge und im Umgang mit der Sorge: Weiterlesen

Lebenskunst ist …

Lebenskunst ist …

Lebenskunst zielt nicht zuletzt darauf hin, Beziehungen herzustellen und Umgangsstile zu entwickeln:

  • Stile des Umgangs mit sich selbst wie Selbsterkenntnis, Selbstkritik und Selbstrespekt
  • Stile des Umgangs mit anderen Menschen wie Empathie, gegenseitige Hilfe und tolerantes Verstehen ohne Unterwerfung und Symbiose
  • Stile des Umgangs mit den Dingen der Welt wie Verantwortung zu übernehmen für Gesellschaft und Umwelt
  • Stile des Umgangs mit Transzendenz, was letztlich meint, im Hinblick auf letzte Fragen, es wagen, sie zu stellen und damit Frieden zu finden

 

S.D.G.

Österliche Gedanken über die Freude

Österliche Gedanken über die Freude

Das Wesen der Freude ist eine konstruktive Gefühlsbewegung, die dem Kern des Menschen, den positiven und kreativen Tiefenschichten seiner Seele entstammt. Jesus Christus fordert die Menschen aufgrund der von ihm erwirkten Erlösung auf, sich jeden Tag zu freuen und zu tanzen (Lk 6:23). Denn die menschliche Seele sehnt sich nach Freude. Freude bringt Vollbringen, bringt innere Bereicherung zum Ausdruck.

Man darf diese Freude nicht mit andere aus dem Alltag herausgehobene, von ihr abgesetzte Gefühle und Stimmungen verwechseln:

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Entschlusskraft und Schöpfung

Entschlusskraft und Schöpfung

Die Essenz der Verpflichtung

Bis sich jemand verpflichtet hat, ist da ein Zögern, die Möglichkeit zum Rückzug…und immer Untauglichkeit.

Über Entschlusskraft und Schöpfung gibt es eine grundlegende Wahrheit. Die Unkenntnis davon zerstört unzählige Ideen und großartige Pläne und das ist es, dass in dem Moment, da jemand sich endgültig verpflichtet, dann auch die göttliche Vorsehung Einzug hält.

Alle möglichen Dinge ereignen sich, um diesem zu helfen, Dinge, die sich sonst nie ereignet hätten. Ein ganzer Strom von Ereignissen ergibt sich aus der Entscheidung. Sie ruft für jenen, der die Entscheidung getroffen hat, alle möglichen Vorkommnisse und Zusammenkünfte und stoffliche Hilfe hervor, von der kein Mensch sich hätte träumen lassen, dass sie auf diese Weise eintreffen würden.

Was immer Du tun kannst, oder wovon Du träumst, Du könntest es tun: beginne damit. Kühnheit trägt Genius, Macht und Zauber in sich. Beginne es jetzt. (Joh. W. von Goethe)

Sich für Gott zu entscheiden bedeutet, eine neue Schöpfung mit IHM zu beginnen. Die Welt und man selbst wird etwas und jemand anderes, als zuvor. Die Angst vor dem Schritt ins Ungewisse wird genommen von einer Liebe, die trägt. Diese Liebe macht alles eins, in dem es selbst wird. Das Gute und das Böse sind dann keine zwei Abteilungen mehr oder Gegensätze, sondern verschiedene Richtungen. Das eine strebt zum Guten, hin zum selbst, das Christus durchwirkt, das andere zum Bösen, hin zum Uneinen, das vom Spalter, dem Satan,  genährt. Dort ist Frieden, hier ist Kampf mit dem Anderen.

Wer sich für Gott entscheidet, erhält nicht nur tatsächlich diese Welt, Gottes Schöpfung, sondern ebenso eine bessere Richtung in seinem Leben, hin, hinauf zum Guten. Man vertraue seiner Liebe.

Mensch, beginne es jetzt!

 

S.D.G.

Friede und Freiheit

Absolute Freiheit bedeutet nicht alles tun zu dürfen, sondern in allem Denken, Tun und angetan werden frei zu bleiben. Es ist keine Vergötzung der Freiheit, ein Ausleben seines Egoismus, sondern die Freiheit diese dem Nächsten ebenso belassen zu können. Friede und Freiheit wohnt in der Mitte des Menschen. Die Mitte ist das Göttliche im Menschen und damit seine Liebe.

Deshalb ist Friede, Normalität, nie langweilig, denn Liebe ist nie langweilig. Sie hat Leidenschaft und Harmonie, Schönheit, Ermutigung, Geisteskraft (Ideen sowie „ein über sich hinausgehen“) und Freude. Und Passion: Im Sinne eines Leidenswegs, aber auch im Sinne eines ganz in etwas oder jemanden aufgehen.

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