10 Gründe für den Zölibat

  1. Ein unverheirateter Priester kann seine ehelichen und familiären Probleme nicht bewusst oder unbewusst in Seelsorgegespräche in der Familienberatung einbringen.
  2. Unverheiratete Priester können mehr Zeit für die Gemeinde aufwenden.
  3. Das Zölibat hat einen christologischen Ursprung. Auch Jesus war unverheiratet.
  4. Das Zölibat ist Zeichen des kommenden Königreichs, schon im Leben wird Gott als Wirklichkeit betrachtet und gelebt. Es ist Zeichen der Gottesschau (Mt 22:30-32)
  5. Der unverheiratete Priester kann die Nachfolge Christi besser leben. Er kann sich zuerst Gott selbst widmen und aus der Einheit mit Jesus dann der Kirche dienen.
  6. Zölibat ist große und tiefe Intimität mit Christus.
  7. Verkündigung und Mission kann ohne Angst um das Wohlergehen von Frau und Kinder geschehen.
  8. Paulus und einige Apostel lebten zölibatär.
  9. Ein unverheirateter Priester ist jungen Männern und Frauen Beispiel für Berufungen.
  10. Durch Gottes Berufung wird die Gnade des Zölibats aktiviert.

 

S.D.G.

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Die sexuelle Revolution der „68er“ und ihre Folgen

Es ist der 31. Mai 2018. In der University of Notre Dame in Washington findet eine Konferenz von Wissenschaftlern statt, welche die Folgen der sexuellen Revolution seit der Studentenrevolte des Jahres 1968 beleuchtete. Auslöser dafür waren auch die im erschreckenden Maß zunehmende sexuelle Gewalt gegenüber Frauen und die Vermarktung ihres Körpers. Die Forscher betrachteten die Konsequenzen dieser sexuellen Revolution anhand von soziologischen, psychologischen, medizinischen und anderen Nachweisen. Das Material erlangte hinsichtlich der sogenannten „#MeToo-Debatte“ große Bedeutung. Dabei wurde von acht Wissenschaftlern über Empfängnisverhütung, Unfruchtbarkeit, Geschlechtskrankheiten, Pornografie, Leihmutterschaft und Menschenhandel referiert. Hier nur einige der Forschungsergebnisse: Weiterlesen

Grundaussagen und Traditionsschichten der Tora

Die ersten 11 Kapitel der Genesis sind keine historischen sowie naturwissenschaftliche Berichte oder Reportagen, sondern viel mehr, nämlich theologische Grundaussagen, die sich auch im rabbinischen Schriftverständnis finden.
Die christlichen Grundaussagen sind in groben Zügen: Weiterlesen

Die Frau ist das Herz der Familie

Die Unterordnung der Gattin unter den Gatten leugnet und beseitigt nun aber nicht die Freiheit, die ihr auf Grund ihrer Menschenwürde und der hehren Aufgabe, die sie als Gattin, Mutter und Lebensgefährtin hat, mit vollem Recht zusteht. Sie verlangt auch nicht von ihr, allen möglichen Wünschen des Mannes zu willfahren, die vielleicht unvernünftig sind oder der Frauenwürde weniger entsprechen. Sie ist endlich nicht so zu verstehen, als ob die Frau auf einer Stufe stehen sollte mit denen, die das Recht als Minderjährige bezeichnet und denen es wegen mangelnder Reife und Lebenserfahrung die freie Ausübung ihrer Rechte nicht zugesteht.

Was sie aber verbietet, ist Ungebundenheit und übersteigerte Freiheit ohne Rücksicht auf das Wohl der Familie. Was sie verbietet, das ist, im Familienkörper das Herz vom Haupt zu trennen zu größtem Schaden, ja mit unmittelbarer Gefahr seines völligen Untergangs. Denn wenn der Mann das Haupt ist, dann ist die Frau das Herz, und wie er das Vorrecht der Leitung, so kann und soll sie den Vorrang der Liebe als ihr Eigen- und Sonderrecht in Anspruch nehmen.

 

Pius XI.: Enzyklika Casti connubii (27)

31. Dezember 1930

Ein Klagelied der Männer zur Gleichberechtigung

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) brachte 2017 einen Bericht heraus mit den Worten: „Ein Jahrzehnt des langsamen, aber stetigen Fortschritts kam 2017 zum Erliegen“. Und auf was bezog sich dieser Satz? Nicht etwa auf das Klima, die Juchtenkäferpopulation oder die Feldhamsteraufzucht, nein, es geht um das Klima zwischen Mann und Frau, um die Gleichberechtigung. Der Bericht meint zu wissen, dass diese weiterhin auf sich warten lässt. Beziffert er die Wartezeit 2016 noch auf 170 Jahre, sind es nun schon 217 Jahre.

Das WEF bewertet in ihrem Bericht jedes Jahr die Gleichheit der Geschlechter in vier Sparten: Gesundheit und Überlebenschancen, Bildungsweg, Politik und Wirtschaft, übrigens nicht in ihrem biologischen Wesen, dafür sind die Gender-Lehrstühle zuständig. Beim Überleben haben die Frauen die Männer ja schon seit längerem überholt, in der Bildung ebenso, betrachtet man die Lernunterschiede zwischen Mädchen und Jungen in den Schulen in Deutschland. Aber dieser Fortschritt, über dem Mann hinaus, hat nun – siehe oben  – einen Dämpfer erhalten. Frauen überleben den Mann scheinbar nicht mehr so lange und in der Bildung sieht es auch nicht mehr so toll aus.

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Steckbrief: Teresa von Avila, Lehrerin der Mystik

Am 15. Oktober ist der gebotene Gedenktag der hl. Teresa von Avila. Im Jahr 1970 verlieh Papst Paul VI. der großen Lehrerin der Mystik den Titel einer Kirchenlehrerin, und dies als erste Frau. Jedoch für ihre eigene Ordensleitung und den weltlichen Behörden zu ihrer Zeit war sie ein großes Ärgernis. Es war der päpstliche Nuntius Felipe Sega, der sie sogar ein „herumvagabundierendes Weib“ nannte. Heute gilt Teresa von Avila als große Mystikerin und Schriftstellerin des Christentums und Reformerin ihres Ordens. Weiterlesen

Die Geschichte der Maiandacht

Die Geschichte der Maiandacht

Die Maiandacht ist eine verhältnismäßig junge Frömmigkeitsübung, die in ihrer Form vor allen von Frauen gerne besucht wurde. Maiandachten waren zuerst einfache Flurgebete, die um das Gedeihen der Feldfrüchte baten. Erste Hinweise, dass in die Maiandacht eine marianische Intention einfloss, gibt es jedoch schon im Mittelalter. Heinrich Seuse, Mystiker und seliger Dominikanermönch aus dem 13. Jahrhundert, soll in Konstanz am Bodensee allein eine erste Maiandacht gehalten haben, in der er Maria ehrte. Dabei nahm er den Brauch des Maibaumaufstellens zum Anlass und setzte für Maria gleichsam einen geistigen Maibaum, den er mit Gebeten und Liedern zierte. Zudem sammelte er die ersten Blumen des Feldes, band sie zu einem Kranz und schmückte damit ein Bildnis der Gottesmutter. Weiterlesen