Glaube vs. Philosophie

„So kommt der Glaube aus dem Hören; was aber gehört wird, kommt durch das Wort Christi.“ (Rö 10:17, GB). Paulus zeigt damit auf, dass allein das Bibellesen, der Buchstabe des Wortes, nicht zum Glauben und damit zum Heil führt. Das „sola scriptura“ Luthers ist in seiner Verkürzung deshalb eine Sackgasse, die in die unzähligen Spaltungen im Protestantismus führt. In dem Paulus nicht davon spricht, der Glaube käme vom Lesen, wird der grundsätzliche Unterschied zwischen Glauben und bloßer Philosophie offenbar. Der Glaube indes kann durchaus in seinem Innern die philosophische Wahrheitssuche in Bewegung setzen. Das Hören des Wortes Christi bedeutet nicht das Lesen des Wortes, sondern das innere Bewegen desselben im Herzen, wie es Maria tat. Das Wort ist Jesus Christus selbst, Person, wahrer Mensch und wahrer Gott. Somit wird das Hören des Wortes zum hinhören auf eine Person, Jesus Christus, und damit Gott. Der Glaube ist somit kein Nachdenken, wie die Philosophie.

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Humanismus vs. Christentum?

Humanismus ist eigentlich eine tief christliche Strömung. Pico della Mirandola (1463 – 1494) wird gerne als letzter christlicher Humanist bezeichnet. Denn erst zu Anfang der Renaissance entwickelte sich ein Humanismus ohne Gott, d.h. der Mensch setzte sich selbst als Individuum zum Maßstab für Humanismus. Ab hier wurde Humanismus zum Feind des Christentums, so entstanden beispielsweise die Freimaurer. Was ist nun der Unterschied zwischen Humanismus und Christentum? Weiterlesen

Gedanken zur Scham

Der Mensch wandelte im Paradies mit Gott. Alles war im und beim Guten, denn Gott war gut. Nach dem Sündenfall des Menschen erkannte dieser nicht nur das Böse, sondern ebenso das Gute in sich und den unendlich tiefen Abgrund, der sich nun hin zu Gott auftat. Der Mensch begann zu vergleichen, was ungleich. Die Antwort der Erkenntnis von Gut und Böse an Gott war, sich zu verbergen. Das Gute schämt sich in Gottes Licht, das Böse zieht in die Finsternis. Weiterlesen

Was meinen wir denn heute?

Was meinen wir denn heute?

Es gibt Nachrichten, da weiß man sofort, wie sich das linke oder rechte politische Spektrum positioniert. Lesen sie: Werbung für Kindestötung im Mutterleib ja, Soldaten, die über ihren Job in Schulen berichten, nein, denn für das Töten macht man keine Werbung. Von welchem Spektrum kommt das, erkannt? Richtig, das ist die linke SPD aus Berlin, welche die Linken links überholen. Und das: Wir sind gegen den Gesetzesentwurf, egal welcher, denn alles Zwangsstaat, wir lassen uns unsere Angst dadurch nicht nehmen? Erkannt? Wieder richtig, bestimmt die AfD oder noch rechter. Das zeigt uns, dass die deutsche Demokratie lebt, die Positionen der Parteien fest gegründet sind und die politische Positionierung der Wähler dadurch sehr vereinfacht wird. Immer, wenn wieder eine Sau durch das Dorf …, pardon, ein neues Thema in den Medien auftaucht, braucht man nur auf seine bevorzugte Filterblase starren und schon hat man eine Meinung zu dem Thema parat. Wie einfach, denn das erspart eine umständliche und zeitaufwändige Meinungsbildung durch ausgewogene Informationen. Im schlimmsten Fall müsste man dann auch noch regelmäßig seine politische Ausrichtung ändern, nein, dazu hat man einfach keine Zeit mehr. Die Wahrheit ist viel zu anstrengend.

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Pico della Mirandola: Über die Würde des Menschen

Pico della Mirandola: Über die Würde des Menschen

Renaissance und Humanismus wurden lange Zeit als antichristliche Erscheinungen betrachtet. Eine solche Auffassung entstand, weil die Theologie des Humanismus in der Forschung fast verschämt behandelt worden ist und nur wenige glänzende Namen des christlichen Humanismus überlieferte. Pico della Mirandola (1463-1494) ist einer der zu wenig beachteten Vertreter dieses christlichen Humanismus, obwohl er doch als „Novalis der Renaissance“ gilt. Seine anziehende Persönlichkeit war fein gebildet, weitherzig und bei aller Begeisterung für das Schöne und Wahre doch fromm und demütig. Er war ein Gelehrter, der durch die Tiefe der Gedanken und praktischen Lebensweisheiten dem modernen Menschen viel zu geben hat. Gerade in der Anfangszeit der Aufklärung ließ er die Hoffnung keimen, dass Humanismus aus dem Christentum schöpfend einen fruchtbaren Weg zu Gott darstellt. Weiterlesen

Wo bleibt das Böse im Reich Gottes?

Beim Kommen Christi wird die Wahrheit zur Macht, die Lüge kann nicht mehr sein, weil Gott, das Sein an sich, alles mit sich durch Wahrheit erfüllt. Die Lüge wird aus dem Sein gedrängt und wird nur mehr in einer Form bestehen können, für welche es keinen Begriff gibt: Verdammnis!

Wenn die Lüge und das Böse aus dem Weltzusammenhang ausgeschieden sind, wird es der ewigen Unwesentlichkeit überantwortet, die aus dem Widerspruch gegen Gott kommt. Diese Unwesentlichkeit ist nicht nichts, nicht unexistent, aber eben unwesentlich, inhaltslos, ohne Ziel, ohne Sinn, weil ohne Gottes An-wesenheit.
Der Endzustand der Seele hat das Maß des Seins durch den in ihm verwirklichten Sinn, das Maß der Macht durch das von ihr gewollte Gute, das Maß des Lebens durch die in ihr wirkende Liebe.

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Buddha light vs. christliche Mystik

Seit das westliche Christentum ihren mystischen Kern schwächt, wenden sich spirituell Interessierte heute zunehmend an östliche Religionen. Zwischen Buddhismus und Hinduismus gibt es wichtige Parallelen. Aus ihnen schöpfen populäre „Light-Varianten“, wie sie auch Arthur Schopenhauer (1788-1860) favorisierte. Ihre Popularität erlangen sie auch dadurch, dass sie den allgemeinen Zeitgeist bedienen, den Positivismus und den Relativismus.

Von was spricht nun überwiegend dieser „Vulgär-Buddhismus“? Weiterlesen