Humanität ist nicht gleich Humanismus

Humanität ist nicht gleich Humanismus. „Humanität“, also „Menschenliebe“ findet sich als Basis in verschiedenen geistigen Strömungen. Etwa im Christentum, bei dem Menschenliebe vor allem als Nächstenliebe übersetzt wird. Es ist Gottes Sohn, Jesus Christus, der mit der Botschaft der Liebe, der Menschenliebe, der Nächstenliebe, die Menschen auffordert, an dieser Liebe durch ihn teilzuhaben, sie zu wirken. Den Begriff des „Humanismus“ gibt es jedoch in seinen unterschiedlichen historischen und philosophischen Ausformungen, die sich teilweise diametral gegenüberstehen. Häufig werden die Begriffe „Humanität“ und „Humanismus“ synonym gebraucht. Das ist aber nicht richtig. Weiterlesen

Vom zu viel geben

In der Hl. Schrift wird der Reichtum keineswegs pauschal verurteilt. Materielle Werte sollen allerdings für das Reich Gottes da sein und es nicht verhindern. Als Abgabenorm dessen, was man erwirtschaftet, wird in der Hl. Schrift der Zehnt, der zehnte Teil, ausgewiesen. Manchmal wird aber auch gepredigt, dass man mehr an materiellen Werten, gar seinen Lebensunterhalt, geben soll und sich ganz der Versorgung durch Gott anvertrauen. Manche mögen dazu tatsächlich berufen sein, aber nicht jeder. Als Schriftbeleg werden hier der reiche Jüngling und die arme Witwe herangezogen. Aber ist das wirklich so? Weiterlesen

Zeit und Ewigkeit

Zeit und Ewigkeit

Ist nicht die Zeit eigentlich etwas völlig Fremdes für den Menschen? Wir leben, altern und sterben wegen und in der Zeit, sie ist verwoben und eingewoben mit uns, aber seltsam: Wir können dennoch mit der Zeit nicht richtig umgehen. Wir verschwenden sie, managen sie, gewinnen und verlieren sie. Manchmal wird unsere Zeit gefressen, wir lassen sie irgendwo liegen, aber so richtig besitzen können wir die Zeit nie. Als gehöre sie gar nicht zu uns. Als ob ein Fisch sich regelmäßig wundern würde, dass er nass ist. Woher kommt das? Weiterlesen

Praktische Regeln zur Erkenntnis und Unterscheidung der Geister

aus: Johannes Kardinal Bona (1609-1674) „De discretione spirituum“

Sechs Geister gibt es, die man in drei zusammenfassen kann, in den göttlichen, teuflischen und menschlichen. Der göttliche Geist ist eine innere Anregung der Seele oder eine Eingebung, die von Gott kommt und zur Tugend und Heiligkeit antreibt. Diese göttliche oder innere Anregung oder Einsprechung kann auf verschiedene Art geschehen. Sie kann unmittelbar von Gott kommen oder mittelbar. Mittelbar ist sie, wenn sie uns durch die Engel oder durch fromme Menschen, durch die Stimme des Gewissens, durch gute Beispiele, geistliche Lesung, durch Leiden und Widerwärtigkeiten usw. zukommt. Es wäre eine sehr schlimme und gefährliche Unwissenheit, wenn wir die gute Einsprechung von der bösen nicht unterscheiden könnten. Die göttliche Gnade lehrt uns, den guten von dem bösen Geist unterscheiden. Durch dieses Licht erleuchtet, haben uns die heiligen Väter und Geisteslehrer einige Kennzeichen an die Hand gegeben. Solche sind:

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Lebenskunst ist …

Lebenskunst ist …

Lebenskunst zielt nicht zuletzt darauf hin, Beziehungen herzustellen und Umgangsstile zu entwickeln:

  • Stile des Umgangs mit sich selbst wie Selbsterkenntnis, Selbstkritik und Selbstrespekt
  • Stile des Umgangs mit anderen Menschen wie Empathie, gegenseitige Hilfe und tolerantes Verstehen ohne Unterwerfung und Symbiose
  • Stile des Umgangs mit den Dingen der Welt wie Verantwortung zu übernehmen für Gesellschaft und Umwelt
  • Stile des Umgangs mit Transzendenz, was letztlich meint, im Hinblick auf letzte Fragen, es wagen, sie zu stellen und damit Frieden zu finden

 

S.D.G.

Erlöstsein als christlicher Wert

Hier ins Diesseits sandte Gott zuvorderst nicht ein Buch, sondern seinen Sohn Jesus Christus, damit er die Welt erlöst. Das Letzte, von dem uns Gott löst, ist unser Atem, äußeres Zeichen unseres Lebens. Unsere Atemzüge sind bereits gezählt, mit jedem weiteren gehen wir dem Aufatmen bei Gott entgegen. Hier atmen unsere Lungen Luft, damit wir leben, in der Ewigkeit Liebe, damit wir ewig leben.

Christsein ist immer eine Frage des Erlöstsein. Nur was man bereit ist anzunehmen, von dem wird Jesus erlösen, befreien. Gott selbst nimmt in seinem Sohn für uns die Sünde an und wird im Menschen Jesus zum Sünder. Dies beantwortet auch die Frage, was ein „christlicher Wert“ ist. Weiterlesen

Die 5 Charakteristika der göttlichen Liebe

Die 5 Charakteristika der göttlichen Liebe

Gott ist die Liebe. In der Welt zeigt sich diese Agape-Liebe wie folgt: Sie liebt

  1. zuerst
  2. alle
  3. auch die Feinde
  4. bis zur Lebenshinhabe
  5. dienend

Die Liebe Gottes ist unschuldig, trifft sie auf das Böse wird sie zu einem Opfer. Gott bringt seine Liebe dorthin, wo keine ist, damit man sie dort findet. Immer dann, wenn der Mensch so liebt, zeigt und zeugt er Jesus Christus in der Welt. Diese Liebe siegte, siegt und wird siegen.

 

S.D.G.

Eine kleine Geschichte des Todes

Eine kleine Geschichte des Todes

Der Tod als Sündenstrafe. Abel zeigt es uns. Der Verbrecher Kain gibt nicht nur auf die Frage von Gott nach dem Verbleib seines Bruders eine zynische Antwort, sondern es wird auch offenbar, dass der Tod ein „Nichtmehrhütenmüssen“ des Bruders ist. Ein frappierender Gegensatz zum Neuen Testament, in dem ewiges Leben durch den Sohn verheißen wurde und das Gebot der Nächstenliebe sich auch auf das Hüten des Bruders bezieht.

Doch hier, im alten Bund, ist der Tod ein furchtbares Alleinsein. Keine Verheißung mildert noch die Verlassenheit. Der Tod bedeutet vor der historischen Auferstehung des Herrn und Gottes Jesus Christus das Ende. Dieses Ende gelangt durch die Tat Kains in ihr schreckliches Licht. Der dem Tod ohne Verheißung verfallene, wird auch vom Bruder und Nächsten fallen gelassen. Weiterlesen

Glaube vs. Philosophie

„So kommt der Glaube aus dem Hören; was aber gehört wird, kommt durch das Wort Christi.“ (Rö 10:17, GB). Paulus zeigt damit auf, dass allein das Bibellesen, der Buchstabe des Wortes, nicht zum Glauben und damit zum Heil führt. Das „sola scriptura“ Luthers ist in seiner Verkürzung deshalb eine Sackgasse, die in die unzähligen Spaltungen im Protestantismus führt. In dem Paulus nicht davon spricht, der Glaube käme vom Lesen, wird der grundsätzliche Unterschied zwischen Glauben und bloßer Philosophie offenbar. Der Glaube indes kann durchaus in seinem Innern die philosophische Wahrheitssuche in Bewegung setzen. Das Hören des Wortes Christi bedeutet nicht das Lesen des Wortes, sondern das innere Bewegen desselben im Herzen, wie es Maria tat. Das Wort ist Jesus Christus selbst, Person, wahrer Mensch und wahrer Gott. Somit wird das Hören des Wortes zum hinhören auf eine Person, Jesus Christus, und damit Gott. Der Glaube ist somit kein Nachdenken, wie die Philosophie.

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Humanismus vs. Christentum?

Humanismus ist eigentlich eine tief christliche Strömung. Pico della Mirandola (1463 – 1494) wird gerne als letzter christlicher Humanist bezeichnet. Denn erst zu Anfang der Renaissance entwickelte sich ein Humanismus ohne Gott, d.h. der Mensch setzte sich selbst als Individuum zum Maßstab für Humanismus. Ab hier wurde Humanismus zum Feind des Christentums, so entstanden beispielsweise die Freimaurer. Was ist nun der Unterschied zwischen Humanismus und Christentum? Weiterlesen