Luther: „Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?“

Luther: „Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?“

Eigentlich eines seltsame Frage, die der Reformator Martin Luther hier stellt. Was ist, wenn Gott bereits und immer schon gnädig ist und es allein an mir liegt, ihn zu „bekommen“? Luther war ohne Zweifel ein großer Gottsucher mit allergrößter Ernsthaftigkeit. Er begann seine Suche immer wieder von seinem Gottesbild aus, das jedoch missgestaltet war. Denn es verkennt den gütigen Vater, den uns sein Sohn Jesus Christus verbindlich geoffenbart hat. Luther hatte zeitlebens eine große Furcht vor dem zornigen Gott. Es begann schon während der Gewitterangst 1505, die Luther ins Kloster trieb, und 1534 deutete er als Lehrer den Psalm 90 immer noch: „Mitten in dem Leben sind wir vom Tod umfangen“. Eine tiefe Düsternis des Gemüts liegt in diesen Worten. Dem Tod kann niemand entfliehen und die eigene Verderbtheit bleibt stets vor Augen. Dies erfüllt mit lähmendem Grauen und Luther muss nach Glaubensaussagen suchen, die wenigstens ihm persönlich den Weg zum Heil ebnen. Und so stellt er jene Frage, die zum Grundimpuls seiner Existenz wurde: „Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?“ Weiterlesen

4 Grundzüge eines von Jesus Christus bestimmten Menschseins

4 Grundzüge eines von Jesus Christus bestimmten Menschseins

Durch Dankbarkeit zur Freiheit als Gehorsam im Glauben, das ist Menschsein, die Würde des Menschen, oder konkret: Weiterlesen

Ezechiel und falsche Propheten – eine Hilfestellung für heute

In der Hl. Schrift werden falsche Propheten erstmals in Mi 2:6-11 erwähnt, also etwa im 8. Jh. v. Chr., und dort (in Vers 11) findet man auch eine Beschreibung eines „idealen“ falschen Propheten: „Ja, wenn einer käme und Dunst und Trug vorlöge: »Ich predige euch von Wein und Bier!«, das wäre ein Prediger für dieses Volk!“ In Mi 3:5-11 wird die Weissagung gegen Bezahlung angeprangert. Dtn 13:2-6 erklärt, dass falsche Propheten auch Wunder wirken können.

Das Problem der falschen Propheten wird in der Hl. Schrift in älterer Zeit jedoch erstaunlich wenig angesprochen. Das ändert sich allerdings in der Zeit von Jeremia und Ezechiel, also vor und während des babylonischen Exils (597-539 v. Chr.). Es ist eine Zeit des Zusammenbruchs des Alten und der Unsicherheit, was kommen wird. Im NT trifft man auf eine solche Zeit ab der Auferstehung Christi bis zu seiner Wiederkunft, also gerade für jene Zeit, in der wir heute leben. Auch dort wird vor falschen Propheten gewarnt und die Erfahrung zeigt, dass sie immer wieder auftreten. Deshalb hat uns Gott auch mit Ezechiel heute viel zu sagen, gibt uns Hilfestellung gegen einen lebensfeindlichen Zeitgeist oder die Herrschaft des Vaters der Lüge, Satan, die beide oft als prophetisches Wort den Menschen manipulieren wollen. Weiterlesen

Am Herzen Jesu Glauben lernen

Am Herzen Jesu Glauben lernen

„sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floß Blut und Wasser heraus“ (Joh 19:34). Der Evangelist Johannes will durch diese Worte in der Hl. Schrift hervorheben, dass Jesus wirklich tot war. Aber das ist nicht alles. Wenn der Hl. Johannes über die Symbole von Wasser und Blut spricht, schenkt er uns durch diese Fakten die Theologie des Lebens, die aus dem Tod hervor geht. Weiterlesen

Verschwörung und deren Theorien

Verschwörungstheorien sind auch heute willkommene formende Weltorientierung, gerade wenn diese sich nicht auf Gott ausrichten will oder kann. Sie besitzen seit Jahrhunderten eine ungebrochene Attraktivität, sie sind „Systeme kollektiver Imagination“. Ihre Funktion ist Komplexität zu reduzieren und dissonante Wahrnehmungen zu ordnen. Die Realität wird in ein dualistisches Weltbild eingespannt, alles kann in gut/böse, eigen/fremd etc., schwarz, weiß eingeteilt werden.

Leider wird dieses dualistische Weltbild auch von vielen falschen Gottesbildern an Christen vermittelt. Die Einteilung in gut und böse und das richten darüber werden dabei ausschließlich dem Menschen überlassen. Prophezeiungen in der Hl. Schrift, etwa in der Apokalypse oder den Endzeitreden Jesu, werden als Bestätigung von Verschwörungen aufgefasst. Jedoch wurden diese Informationen vom Hl. Geist den Menschen übermittelt, um als Christ im Glauben an den siegreichen Herrn Jesus gerade nicht in Angst, Panik oder Vermutungen über Verschwörungen zu verfallen. Deshalb ist es wichtig, theoretisch die innere Mechanik und Dynamik von einengendem Verschwörungsglauben zu erkennen, damit dieser nicht den wahren, befreienden Glauben an den Herrn Jesus Christus verdrängen kann. Weiterlesen

Die Suche nach Gott

Die Suche nach Gott

Eine Suche ohne wissen nach wem oder was soll als Mangel nicht vergötzt werden. Wer zwar mit Transzendenz und Übernatürlichen rechnet, aber kein Ergebnis sucht, mag dies auch darum tun, weil er keine Verantwortung für das und vor jenem tragen will, welches er vielleicht zu finden vermag. So kann die Meinung: „Der Weg ist das Ziel“ im planlosen Suchen, mal hier, mal dort, um sich allein wohler zu fühlen, zum Götzen werden, der das eigentlich Göttliche verdeckt. Damit liegt der Weg im Weg, um das Ziel zu erreichen. All dies ist zu bedenken, wenn die natürliche Spiritualität des Menschen Geschäftsmodelle fördert, die niemals diese Spiritualität befriedigen dürfen, um erfolgreich zu sein. Deshalb bieten sie auch meist nur kurzfristiges Wohlbefinden ohne Verantwortung an, etwa als Wochenendkurs oder  Gymnastik- samt Atemübung und stets mit offenem Ende. Weiterlesen

Eine Gottesschau im Alten und Neuen Testament

Eine Gottesschau im Alten und Neuen Testament

Eine Schriftbetrachtung.

Im AT findet sich jene Vorschattung, wie wir Menschen Gott schauen werden, was Offenbarung bedeutet. Gott hat sich Moses in Zeichen offenbart, in einer Feuersäule, im Rauch. Moses wollte Gott aber ebenso von Angesicht sehen. Hier der Text (Ex 33:18-23 NHTS): „Da sprach Mose: «Laß mich doch deine Herrlichkeit schauen!» Und er sprach: «Ich werde alle meine Schöne an deinem Angesicht vorüberziehn lassen und werde den Namen ,Ewiger‘ vor dir ausrufen: Ich begnade, den ich begnaden will, und erbarme mich, dessen ich mich erbarmen will.» Und er sprach: «Du kannst mein Angesicht nicht schauen, denn nicht schaut mich ein Mensch und lebt.» Und der Ewige sprach: «Sieh, es ist Raum bei mir, stell dich auf den Felsen. Und es wird sein, wenn meine Herrlichkeit vorüberzieht, da bringe ich dich in die Kluft des Felsens und halte meine Hand vor über dir, bis ich vorübergezogen bin. Wenn ich dann meine Hand entferne, so wirst du meine Rückseite schauen, aber mein Angesicht kann nicht gesehen werden.»“

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Sonntag – der erste Tag der Woche

Sonntag – der erste Tag der Woche

Im neuen Testament wird mehrfach im Zusammenhang mit der Auferstehung Jesu ein Ausdruck verwendet, der als „erster Tag der Woche“ übersetzt wird, was sachlich korrekt ist. Die griechischen Formulierungen sind jedoch bemerkenswert, so dass sie näher betrachtet werden sollten. Weiterlesen

Basics: Kleines geistliches Training

Basics: Kleines geistliches Training

  1. Um Gott begegnen zu können, muss ich in Gedanken Da-Sein, im Jetzt. Wir sind der Tempel des Hl. Geistes und im Tempel wohnt Gott. Keine geistliche Übung, kein Gebet muss irgendwohin gelangen, sondern nur Gott im eigenen Herzen treffen, wo er uns die Hand reicht.
  2. Ich glaube mit ganzen Herzen, dass es Gott gibt und dass er mich durch seine Gegenwart belohnt, wenn ich mich auf ihn fokussiere.
  3. Dank und Lobpreis ist das Tor, um Gott tatsächlich erfahren zu können, seine Gegenwart zu erkennen.
  4. Jesu Wort ist Geist und Leben. Ich lese Gottes Wort in der Hl. Schrift, betrachte es, wende es auf mich an, lasse es wirken und bete (spreche mit Gott) darüber.
  5. Ich spreche mit eigenen Worten zu Gott im Gebet, lasse ihn an meinem ganzen Leben teilhaben und höre im Schweigen auf ihn.
Geschichtliches zum jüdischen Kalender und das Todesjahr Jesu

Geschichtliches zum jüdischen Kalender und das Todesjahr Jesu

Im NT gibt es zahlreiche allgemeine Angaben, welche das Todesjahr Jesu eingrenzen könnten. Ebenso eine Datumsangabe: Jesus wurde an einem Pascha-Fest, das auf einem Freitag fiel (lt. den Synoptikern) gekreuzigt oder am Tag davor, ebenfalls an einem Freitag nach Johannes. Allgemeine Eingrenzungen des Todesjahrs bieten auch die Amtszeit des Pontius Pilatus, der Beginn der Tätigkeit Johannes des Täufers, die Altersangabe Jesu zu Beginn seiner öffentlichen Wirksamkeit, die 46-jährige Bauzeit des Tempels sowie die Bekehrung des Paulus. Doch ein präzises Jahr lässt sich daraus auch nicht ableiten, zumal die ersten und letzten Amtsjahre des Pilatus unwahrscheinlich sind. Weiterlesen