Eine Gottesschau im Alten und Neuen Testament

Eine Gottesschau im Alten und Neuen Testament

Eine Schriftbetrachtung.

Im AT findet sich jene Vorschattung, wie wir Menschen Gott schauen werden, was Offenbarung bedeutet. Gott hat sich Moses in Zeichen offenbart, in einer Feuersäule, im Rauch. Moses wollte Gott aber ebenso von Angesicht sehen. Hier der Text (Ex 33:18-23 NHTS): „Da sprach Mose: «Laß mich doch deine Herrlichkeit schauen!» Und er sprach: «Ich werde alle meine Schöne an deinem Angesicht vorüberziehn lassen und werde den Namen ,Ewiger‘ vor dir ausrufen: Ich begnade, den ich begnaden will, und erbarme mich, dessen ich mich erbarmen will.» Und er sprach: «Du kannst mein Angesicht nicht schauen, denn nicht schaut mich ein Mensch und lebt.» Und der Ewige sprach: «Sieh, es ist Raum bei mir, stell dich auf den Felsen. Und es wird sein, wenn meine Herrlichkeit vorüberzieht, da bringe ich dich in die Kluft des Felsens und halte meine Hand vor über dir, bis ich vorübergezogen bin. Wenn ich dann meine Hand entferne, so wirst du meine Rückseite schauen, aber mein Angesicht kann nicht gesehen werden.»“

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Die Liebe ist so kräftig wie der Tod!

Wenn einer meine Worte hört und nicht bewahrt, den richte ich nicht; denn ich bin nicht gekommen, die Welt zu richten, sondern die Welt zu retten. (Joh 12:47).

Auf Erden richtet der Herr auch jene nicht, die ihn und seine Kirche verleugnen oder bekämpfen. Deshalb dürfen auch wir unsere Feinde lieben, müssen niemanden richten, weil es auch der Herr nicht tut.

Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde [, tut Gutes denen, die euch hassen,] und betet für sie, die euch verfolgen [und verleumden], auf daß ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte. (Mt 5:44-45)
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Die natürliche menschliche Einheit

Die natürliche menschliche Einheit

Ein philosophischer und evolutionsbiologischer Blick auf den derzeitigen weltweiten Meinungskampf der Ideologien und Rassen und die zukünftige Entwicklung des Menschen.

Die Ausgangslage: Die Zweige der Menschheit, ihre Rassen, müssen in der menschlichen Art ebensowohl existieren wie in allen anderen tierischen Arten, weil die menschliche Gruppe, da sie eine lebende Masse bildet, nur fortbestehen kann, in dem sie sich auf den divergierenden Linien entfaltet. Es wäre vollkommen sinnlos, die Wirklichkeit der Rassen zu leugnen, wie auch zu versuchen, sie weiter zu beweisen. Jedoch erkennt man in der geschichtlichen Entwicklungen der Evolution, dass jede lebende Verzweigung sich in ihrer Gesamtheit sowohl aus anatomischen als auch psychischen Merkmalen zusammensetzt, die eng miteinander verbunden sind. Jede Verzweigung hat in gewisser Weise ein Außen und ein Innen, einen Leib und eine Seele. Die Seele tendiert dahin, über den Leib die Art und die Rasse zu dominieren. Es findet eine Prädominanz des Psychischen über das Somatische allein in den menschlichen Gruppen statt  und dieses Phänomen verdient Beachtung hinsichtlich der Zukunft der Menschheit, in der einzig die Evolution zum Bewusstsein gelangt ist. Weiterlesen

Praktische Regeln zur Erkenntnis und Unterscheidung der Geister

aus: Johannes Kardinal Bona (1609-1674) „De discretione spirituum“

Sechs Geister gibt es, die man in drei zusammenfassen kann, in den göttlichen, teuflischen und menschlichen. Der göttliche Geist ist eine innere Anregung der Seele oder eine Eingebung, die von Gott kommt und zur Tugend und Heiligkeit antreibt. Diese göttliche oder innere Anregung oder Einsprechung kann auf verschiedene Art geschehen. Sie kann unmittelbar von Gott kommen oder mittelbar. Mittelbar ist sie, wenn sie uns durch die Engel oder durch fromme Menschen, durch die Stimme des Gewissens, durch gute Beispiele, geistliche Lesung, durch Leiden und Widerwärtigkeiten usw. zukommt. Es wäre eine sehr schlimme und gefährliche Unwissenheit, wenn wir die gute Einsprechung von der bösen nicht unterscheiden könnten. Die göttliche Gnade lehrt uns, den guten von dem bösen Geist unterscheiden. Durch dieses Licht erleuchtet, haben uns die heiligen Väter und Geisteslehrer einige Kennzeichen an die Hand gegeben. Solche sind:

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Österliche Gedanken über die Freude

Österliche Gedanken über die Freude

Das Wesen der Freude ist eine konstruktive Gefühlsbewegung, die dem Kern des Menschen, den positiven und kreativen Tiefenschichten seiner Seele entstammt. Jesus Christus fordert die Menschen aufgrund der von ihm erwirkten Erlösung auf, sich jeden Tag zu freuen und zu tanzen (Lk 6:23). Denn die menschliche Seele sehnt sich nach Freude. Freude bringt Vollbringen, bringt innere Bereicherung zum Ausdruck.

Man darf diese Freude nicht mit andere aus dem Alltag herausgehobene, von ihr abgesetzte Gefühle und Stimmungen verwechseln:

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Ideologieprojekt: staatliche Erziehungsanstalten?

Betrachtet man Ideologien aus historischer und philosophischer Sicht, geht es immer darum den Kampf um die Kindererziehung zu gewinnen. Staat, Gesellschaft, Zukunft findet nur mit und durch Kinder statt. Mittel, um Kinder in ideologisch geprägte, meist staatliche Ausbildungsstätten unterzubringen, waren früher einen politischen oder juristischen Druck auszuüben. Heute wird eine Freiwilligkeit für die Eltern manipuliert, ihre Kinder selbst, alternativlos, dorthin zu schicken. „Zum Wohl der Kinder“, als ob liebende Eltern nicht genauso gut erziehen könnten, als unterbezahlte Kinderbetreuer. „Zur Selbstverwirklichung der Elternteile“, als ob Kinder daran hindern würden. „Aus finanziellen Gründen“, denn hat man ein Wirtschaftssystem erst einmal so gestaltet, dass beide Elternteile arbeiten müssen, um mit ihren Kindern leben zu können, ist es eine „Wohltat“, wenn man sie (bald?) kostenlos in staatliche KiTas und Ganztagesschulen senden darf.

Welche Ideologie zeichnet sich hier ab? Verfolgen wir einige Spuren:

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Eine Analyse des „Gutmenschen“

Es gab einmal eine Zeit, in der ein guter Mensch geschätzt wurde, weil er gutes tat. Heute jedoch wird der Begriff Gutmensch eher abschätzig verwendet. Wie konnte das geschehen? Ist gutes in der postmodernen Epoche des Relativismus und Positivismus nicht mehr gut? Schuld daran ist wohl, man muss es wieder aussprechen, der Strukturverlust des christlichen Weltbilds. Der Gutmensch ist heute der äußere Typus der mehrheitlichen Seelenlage vieler Menschen. Wie ist dieser Menschentyp zu definieren? Weiterlesen

Dismas – Der rechte Schächer

Dismas – Der rechte Schächer

Der selige Franziskanermärtyrer Engelbert Kolland, der 1860 in Damaskus starb, berichtet in seinem Reisebericht: „Nachdem wir das Dorf, in dem der rechte Schächer Dismas geboren sein soll, passiert hatten, ging es den Gebirgen Judäas zu“. Der angebliche Herkunftsort des guten Schächers beruft sich auf eine örtliche Tradition, der zur Kreuzfahrerzeit „Castrum boni latronis“ hieß, „Ort/Kastell des guten Schächers“. Heute nennt man den Ort Latrun und er liegt 15 km westlich von Jerusalem in der Schefala im Ajalon-Tal. Dort befindet sich das einzige Trappistenkloster im Hl. Land. Oberhalb der Abtei finden sich die Reste einer mittelalterlichen Burganlage, die in der Mitte des 12. Jahrhunderts vom kastilischen Ritter Gonzales de Lara erbaut wurde und danach dem Templerorden übergeben. Die Burganlage nannte man „O Toronum Militium“, „Ritterturm“. Sie wurde später von Saladin zerstört. Weiterlesen

Basics: Die rechte Herzenshaltung bei Exerzitien

Exerzitien, geistige Übungen, gehören zu jenen Mitteln, welche die Seele hin zu Gott öffnen sollen. Dabei dürfen sie nicht nur gedacht sein, sich im Verstand verankern, wie ein Lernstoff in der Schule, sondern sie müssen getan sein. Nicht nur der Kopf soll sich auf den Geist Gottes einlassen, sondern der ganze Mensch, damit auch sein Herz, seine Herzenshaltung. Dazu im Folgenden einige Gedanken.

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Warum Mystik? – Wege der Mystik

Die christliche Mystik ist der Versuch, die Dimension des Glaubens und seiner Lehre durch einen eigenen Erfahrungsweg zu ergänzen. Dabei will der Christ

1. Gott jenseits aller Theorie in seinem Leben erfahren
2. Sich von der äußeren Welt auf seine innere, geistige Welt hinwenden
3. Dies als Weg betrachten und nicht als Mitgliedschaft, sondern als Teilhabe am dreifaltigen Gott
4. Sich verwandeln lassen und keine Regeln, Gesetze und Gebote nur erfüllen
5. Sich ganzheitlich mit Leib, Seele und Geist verwandeln lassen und nicht nur im Verstand

Das mystische Erleben ist als Spiritualität in jeden Menschen von Gott angelegt worden und ein Teil des menschlichen Glaubens, Lebens und Wahrnehmung.
Der Weg und die Zielsetzung dieser Mystik wurden von Gott im Menschen an dessen Kulturkreis angepasst, in den er hineingeboren wurde.
So gibt es auf der Erde 5 große Traditionen: Weiterlesen