Basics: Die rechte Herzenshaltung bei Exerzitien

Exerzitien, geistige Übungen, gehören zu jenen Mitteln, welche die Seele hin zu Gott öffnen sollen. Dabei dürfen sie nicht nur gedacht sein, sich im Verstand verankern, wie ein Lernstoff in der Schule, sondern sie müssen getan sein. Nicht nur der Kopf soll sich auf den Geist Gottes einlassen, sondern der ganze Mensch, damit auch sein Herz, seine Herzenshaltung. Dazu im Folgenden einige Gedanken.

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Warum Mystik? – Wege der Mystik

Die christliche Mystik ist der Versuch, die Dimension des Glaubens und seiner Lehre durch einen eigenen Erfahrungsweg zu ergänzen. Dabei will der Christ

1. Gott jenseits aller Theorie in seinem Leben erfahren
2. Sich von der äußeren Welt auf seine innere, geistige Welt hinwenden
3. Dies als Weg betrachten und nicht als Mitgliedschaft, sondern als Teilhabe am dreifaltigen Gott
4. Sich verwandeln lassen und keine Regeln, Gesetze und Gebote nur erfüllen
5. Sich ganzheitlich mit Leib, Seele und Geist verwandeln lassen und nicht nur im Verstand

Das mystische Erleben ist als Spiritualität in jeden Menschen von Gott angelegt worden und ein Teil des menschlichen Glaubens, Lebens und Wahrnehmung.
Der Weg und die Zielsetzung dieser Mystik wurden von Gott im Menschen an dessen Kulturkreis angepasst, in den er hineingeboren wurde.
So gibt es auf der Erde 5 große Traditionen: Weiterlesen

Wege zur Eucharistie bei Sünden wider der Ehe

Kardinal Ennio Antonelli ging sehr positiv auf das nachsynodale Schreiben „Amoris laetitia“ von Papst Franziskus ein. Der Kardinal betont die Unauflöslichkeit der Ehe, nimmt aber ebenso die Anregungen des Papstes auf, überkommene Lehren der Kirche abzulegen oder in die Zeit zu übersetzen. In einem Büchlein (Per vivere l‘ „Amoris laetitia“. Spunti di discernimento pratico), das im Juni 2016 in Mailand erschienen ist, bietet er grundlegende Hilfestellungen zur Umsetzung des päpstlichen Dokuments an, die sowohl im Pastoral als auch für die Gläubigen dienlich sind. Das Büchlein ist inzwischen in der Erzdiözese Florenz, Triest und Moskau als offizielle Richtlinie anerkannt. Es beinhaltet 7 Schritte, mit denen Gläubige, die sich in einer objektiv ungeordneten Situation in ihrer Ehe befinden, ihr Gewissen schulen und zur Eucharistie zugelassen werden können. Weiterlesen

Ethik ohne Lohn? Ein Denkfehler der Postmoderne

Die Ethik der Postmoderne ordnet das Lohnmotiv in eine niedere sittliche Stufe ein; eine fortgeschrittene, gar eine christliche Gesinnung kann damit nichts mehr anfangen. Irgendwie stimmt diese Behauptung ja auch. Etwas zu tun, um ein Ziel zu erreichen, lässt mich in den notwendigen Zusammenhang von Zweck und Mittel treten. Diese praktische Notwendigkeit bindet mich. Etwas zu tun, weil es recht ist, hebt diesen Zusammenhang auf, es ist kein Zweck und kein Mittel mehr vorhanden, nur mehr der sittliche Sinn, die Erfüllung der Pflicht. Nun bin ich nur mehr meinem Gewissen in Freiheit gebunden. Einen Zweck kann man auch unfrei erfüllen, den Sinn nicht. Diese Freiheit hat etwas Großes, Großmütiges, das sich durch den Hinweis auf einen Lohn erniedrigt fühlt. Etwas Gutes zu tun, soll seinen Sinn in sich selbst besitzen, nichts darf mehr hinzutreten, schon gar nicht ein Lohngedanke. Etwas abfällig wählt die Neuzeit für einen solchen Menschen den Begriff „Gutmensch“. Weiterlesen

Das Gute im Leid!?

Dies ist kein Versuch die Theodizeefrage zu lösen, aber die menschliche Erfahrung über das Leid kann zumindest zu einer Erkenntnis führen, wo man das Gute im Leid findet. Natürlich soll dabei nicht darüber hinweg gesehen werden, dass Leid beim Menschen in Leib und Seele tiefe Wunden hinterlässt, aber Leid bewirkt auch: Weiterlesen

Gott wurde Mensch. Ein weihnachtlicher Gedanke.

In Jesus Christus sehen wir, wie er, der Ungeschaffene, in die Welt, das von ihm Geschaffene, hineinreicht. Wir blicken wie auf ein Schilfrohr, wenn es aus dem Wasser hinausreicht und an der Grenzlinie zwischen Luft und Wasser ein Bruch entsteht, der uns das Schilfrohr unter Wasser geknickt erkennen lässt. Oder liegt der Knick über dem Wasser? Ein Dimensionswechsel. Die Immanenz Gottes bleibt uns als Geschöpfe immer ein verborgenes Geheimnis, aber wir erkennen durch unsere wesenseigene Sehnsucht hin zum Sein, zu Gott, als sein Ebenbild etwas vom Wesen Gottes, das durch den Herrn sichtbar wurde. Das Schilfrohr bleibt ein gerades ganzes, auch wenn wir es geknickt sehen oder gar abgeschnitten, weil es im verschmutzten Wasser so erscheint, das durch unsere sündhaft verunreinigten Bemühungen erst so trüb wurde.

Dieser Bruch, so finde ich, wird uns hier von Jesus und im Verhalten des Petrus eindringlich erklärt (Joh 13: 1,3,5-8,12-14 HSK): Weiterlesen

Basics: Der Ablass

Das lateinische Wort für Ablass lautet Indulgentia, was soviel wie Nachsicht, Güte, Zärtlichkeit bedeutet. Die Erlösung Jesu Christi findet im Ablass jene Art und Weise, dass sie in und durch die Kirche wirksam wird. Gott erbarmt sich im Ablass unser, damit wir fortschreiten auf dem Weg der Heiligung.

Die katholische Lehre unterscheidet zwischen „Sünde“ und „Sündenstrafe“. Darin liegt das Verständnis des Ablasses, denn während die Sünde sofort vergeben werden kann, bleiben doch die Wirkungen der Sünde, auch nach der Vergebung. Diese Wirkungen bedürfen der Aufarbeitung und diese ist oftmals unangenehm, weshalb hier von „Sündenstrafe“ gesprochen wird. Dabei geht diese Strafe nicht etwa von Gott aus, sondern sie ist eine Folge, die wir uns durch die Sünde selbst zugezogen haben. Diese Folgen können eine Anhänglichkeit, eine schädliche Bindung für den Reiz der Sünde sein. Sie sind durch die Sünde selbst entstanden und sie haftet an uns, auch nach der Vergebung. Weiterlesen