Ideologieprojekt: staatliche Erziehungsanstalten?

Betrachtet man Ideologien aus historischer und philosophischer Sicht, geht es immer darum den Kampf um die Kindererziehung zu gewinnen. Staat, Gesellschaft, Zukunft findet nur mit und durch Kinder statt. Mittel, um Kinder in ideologisch geprägte, meist staatliche Ausbildungsstätten unterzubringen, waren früher einen politischen oder juristischen Druck auszuüben. Heute wird eine Freiwilligkeit für die Eltern manipuliert, ihre Kinder selbst, alternativlos, dorthin zu schicken. „Zum Wohl der Kinder“, als ob liebende Eltern nicht genauso gut erziehen könnten, als unterbezahlte Kinderbetreuer. „Zur Selbstverwirklichung der Elternteile“, als ob Kinder daran hindern würden. „Aus finanziellen Gründen“, denn hat man ein Wirtschaftssystem erst einmal so gestaltet, dass beide Elternteile arbeiten müssen, um mit ihren Kindern leben zu können, ist es eine „Wohltat“, wenn man sie (bald?) kostenlos in staatliche KiTas und Ganztagesschulen senden darf.

Welche Ideologie zeichnet sich hier ab? Verfolgen wir einige Spuren:

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Gog und Magog – Eine kleine Geschichte der Endzeit

In einigen christlichen Gemeinden stehen vor allen die Berechnung oder Auslegung der kommenden Endzeit im Mittelpunkt. Biblische Aussagen, wer etwa Gog und Magog (Ez 38 und 39; Offb 20:8) sind, werden unmittelbar in das politische Geschehen der Jetztzeit übertragen und daraus Voraussagen für die Zukunft getätigt. Diese Art der Bibelauslegung hat eine lange Geschichte und sie funktioniert nicht, seid sie durchgeführt wird. Hier ein paar Beispiele: Weiterlesen

Ein Leben als Beeinflusser

Heute kann man die Gesellschaft in zwei Klassen teilen: Influencer und Follower. Das Marketing hat das Potential erkannt, dass der homo consumens, der konsumberauschte Mensch, Selbstdarsteller braucht, die auf den Social-Media-Kanälen die Aufmerksamkeit ihrer Anhängerschaft auf sich ziehen. Der alte amerikanische Traum erfährt in der postalphabetischen Jugend ein Update: vom Youtuber zum Millionär.

Narzissten als Vorbilder sind in einer narzisstischen Welt gefragter denn je, heute kann man berühmt und reich werden, wenn man sein Privatleben authentisch und identifikationsstiftend öffentlich macht. Vorbei sind die langweiligen Sitcoms der 1990er und Nullerjahre, als Schauspieler das Seelenleben ihrer Zuschauer entblößten, nun übernimmt man selbst die Inszenierung.

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Der Bestand der Zeitungsente ist gesichert!

Man darf aufatmen: Die Zeitungsente kann wieder aus der roten Liste der bedrohten Arten gestrichen werden! Sie gedeiht so prächtig, dass sie sogar wieder ihren völkischen Spitznamen erhielt, der seit 1945 fast vergessen war: Lügenpresse. Wikipedia, eine Plattform im Internet, der man sowieso nicht hundertprozentig trauen kann, verbreitet da folgende Information, denn mit dem Wort werde: „umgangssprachlich eine Falschmeldung in der Zeitung bezeichnet“. Es seien „bewusste Fälschungen (sogenannte Tatarenmeldungen) als auch Irrtümer“ gemeint. Was wissen denn die schon.

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Leben im Auferstandenen

Leben im Auferstandenen

Jesu Auferweckung von den Toten hat die Grundsituation von Welt und Mensch gewandelt. Durch die Auferweckung des Herrn haben die Mächte des Kosmos, das, worin die Welt Macht erfährt und ist, ihre Gewalt verloren. Das Kreuz hielt ihren Ansturm in politischen und geistigen Mächten aus. Das Kreuz hat diese Mächte entwaffnet: „Er (Jesus) entwaffnete die Mächte und Gewalten, stellte sie öffentlich an den Pranger und triumphierte in ihm (dem Kreuz) über sie“ (Kol 2:15).

Als Gott den Gekreuzigten zu seiner Macht erhöhte, seinen Namen über alle anderen Namen erhob, zerschellte die Eigenmacht der Welt (Eph 1:21). Alles, was nun im eigenen Namen daherkommt oder im Namen der Welt, wird namenlos zerbrochen. Vor keinem Namen, keinem Zauberspruch, braucht der an den Auferstandenen glaubende mehr zittern und sich vor keinem Namen mehr beugen lassen. Gerade die anonymen Mächte und Dämonen sind damit ebenso abgetan. Keine Geistesströmung, kein Zeitgeist, mag er noch so verheerend wirken, ist mehr zu fürchten. Weiterlesen

Christusorte: Die Grabeskirche in Jerusalem

Am 13. Juni 313 wurde das „Mailänder Edikt“ verkündet, welches das Christentum als „religio licita“ einstufte, als erlaubte Religion, gleichberechtigt neben anderen Religionen. Diese Religionsfreiheit sollte ein Garant für das Wohlergehen des Staates sein, so jedenfalls hofften die römischen Kaiser Licinius und Konstantin. Auch für das Hl. Land war das Mailänder Edikt von Bedeutung, Palästina ist Teil des römischen Weltreichs. Hier wurden Christen bisher vom Staat verfolgt, viele Märtyrer gingen aus dieser Verfolgung hervor. Kaiser Diokletian wütete Anfang des 4. Jahrhunderts besonders grausam gegen Christen auf palästinensischen Boden. Jedoch unterstand das Hl. Land 313 noch nicht Konstantin, sondern seinem Mitkaiser Licinius, der im Osten des Reiches regierte. Als er mit Konstantin in Konflikt geriet, begann Licinius wieder mit Verfolgung und Unterdrückung von Christen. So wurden um das Jahr 320 vierzig christliche Soldaten der Legio Fulminata getötet, weil sie sich den Opfern an heidnischen Gottheiten verweigerten. Weiterlesen

Ein Klagelied der Männer zur Gleichberechtigung

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) brachte 2017 einen Bericht heraus mit den Worten: „Ein Jahrzehnt des langsamen, aber stetigen Fortschritts kam 2017 zum Erliegen“. Und auf was bezog sich dieser Satz? Nicht etwa auf das Klima, die Juchtenkäferpopulation oder die Feldhamsteraufzucht, nein, es geht um das Klima zwischen Mann und Frau, um die Gleichberechtigung. Der Bericht meint zu wissen, dass diese weiterhin auf sich warten lässt. Beziffert er die Wartezeit 2016 noch auf 170 Jahre, sind es nun schon 217 Jahre.

Das WEF bewertet in ihrem Bericht jedes Jahr die Gleichheit der Geschlechter in vier Sparten: Gesundheit und Überlebenschancen, Bildungsweg, Politik und Wirtschaft, übrigens nicht in ihrem biologischen Wesen, dafür sind die Gender-Lehrstühle zuständig. Beim Überleben haben die Frauen die Männer ja schon seit längerem überholt, in der Bildung ebenso, betrachtet man die Lernunterschiede zwischen Mädchen und Jungen in den Schulen in Deutschland. Aber dieser Fortschritt, über dem Mann hinaus, hat nun – siehe oben  – einen Dämpfer erhalten. Frauen überleben den Mann scheinbar nicht mehr so lange und in der Bildung sieht es auch nicht mehr so toll aus.

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