Jesus sagt: Ökumene muss sein!

Es gibt einen gemeinsamen Nenner unter Christen: jener, von dem sie ihren Namen erhielten, dem Gesalbten und Messias Jesus Christus. Er ist es, der ihnen aufgetragen hat eins zu sein. Dieser göttliche Auftrag trifft jedoch auf die menschliche Schwachheit. Eine davon, die luziferische, ist der Stolz.

Seit Luther scheinen Protestanten daraus und aus dem Stachel, nur die zweiten zu sein und endlos gespalten, was wiederum zu kompensierende Minderwertigkeit einflüstert, ihre Arroganz herzuleiten, als die nun besseren Christen keine Einheit mehr wollen zu müssen. Die lateinische und orthodoxe Kirche wiederum leitet ihre Arroganz gegenüber Protestanten davon ab, die ersten gewesen zu sein, ihre Tradition bis zu den Aposteln zurückverfolgen zu können, daher keiner Korrektur zu bedürfen und Einheit nur zu den „Bedingungen“ der West- und Ostkirche.

Das ist überspitzt formuliert der Sachstand. Derweil hat sich für einige unbemerkt eine ganz andere Kluft zwischen Christen in ihren Gemeinden aufgetan: Sie verläuft nicht mehr zwischen Protestanten, Katholiken und Orthodoxe, sondern zwischen dem Willen zur Einheit und dem Willen die Besseren zu sein, die nicht mehr dem anderen dienen müssen. Doch Einheit ist kein „soll“ oder „kann“, sondern ein Auftrag Gottes.

Einheit kann beginnen, indem man all die Vorurteile und Lügen gegenüber dem anderen Christen nicht mehr glaubt, indem man sich informiert und versucht zu verstehen sowie verzeiht, sich versöhnt. Einheit kann beginnen, indem man sich gegenseitig Wert zu schätzen beginnt, die einen dafür, dass sie, wie das Volk Israel zuvor, den Glauben an den Erlöser als Mittel des Hl. Geists durch all die Jahrhunderte inmitten der satanischen Angriffe bewahrt, unverändert gelehrt und getragen haben. Die anderen dafür, dass sie vom Hl. Geist beauftragt zur rechten Zeit zu protestieren, zu retten begannen, die Missstände in der Glaubenspraxis der Kirche aufdeckten und zu korrigieren versuchten, aber auch die Liebe zur Hl. Schrift neu entfachten und einen Aufbruch ermöglichten.

Einheit kann beginnen, indem man etwa den Protestanten ihre „solas“ belässt, ihre Aufspaltung erträgt und der West- und Ostkirche ihr Weiheamt, ihre Sakramente, Traditionen und Kulte zugesteht. Dort, wo Christen verfolgt werden, ist dies alles sowieso kein Thema mehr. Einheit beginnt, wenn man sich als christliche Geschwister segnet und voneinander lernen will. Indem man den anderen nicht mit Hochmut begegnet, sondern dessen von Gott gegebenen Charismen und Aufträge anerkennt in ihrer Verschiedenheit in Glaubenspraxis und Liturgie, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen: die Heiligung. Denn der Hl. Geist kann überall wirken, das muss als erstes anerkannt werden: Bei Pfingstlern, Protestanten, Orthodoxen, Evangelikalen, Katholiken, Baptisten und all jenen Christen im Hl. Geist, die ich jetzt aus Platzmangel und nicht aus Bosheit unterschlagen habe.

Jeder, der dies liest, wird sofort eine der beiden Regungen in sich verspüren: Entweder die der Angst, etwas zu verlieren, aufgeben zu müssen, doch die Wahrheit zu besitzen, oder die der Hoffnung etwas zu gewinnen und mit allen Geschwistern im Glauben an der Liebe des Herrn in seiner Einheit zwischen Gottvater und seinem Sohn teilhaben zu dürfen. Als Christ hat man die Aufgabe vom Herrn die Einheit zu beginnen, die ER allein vollenden wird und kann. Jesus jedenfalls ist Sieger. Seine Brüder und Schwestern wären es demnach auch, denn sie sind dazu erlöst, den Himmel zu gewinnen.

S.D.G.

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