Gedanken zur Scham

Der Mensch wandelte im Paradies mit Gott. Alles war im und beim Guten, denn Gott war gut. Nach dem Sündenfall des Menschen erkannte dieser nicht nur das Böse, sondern ebenso das Gute in sich und den unendlich tiefen Abgrund, der sich nun hin zu Gott auftat. Der Mensch begann zu vergleichen, was ungleich. Die Antwort der Erkenntnis von Gut und Böse an Gott war, sich zu verbergen. Das Gute schämt sich in Gottes Licht, das Böse zieht in die Finsternis. Weiterlesen

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Was meinen wir denn heute?

Was meinen wir denn heute?

Es gibt Nachrichten, da weiß man sofort, wie sich das linke oder rechte politische Spektrum positioniert. Lesen sie: Werbung für Kindestötung im Mutterleib ja, Soldaten, die über ihren Job in Schulen berichten, nein, denn für das Töten macht man keine Werbung. Von welchem Spektrum kommt das, erkannt? Richtig, das ist die linke SPD aus Berlin, welche die Linken links überholen. Und das: Wir sind gegen den Gesetzesentwurf, egal welcher, denn alles Zwangsstaat, wir lassen uns unsere Angst dadurch nicht nehmen? Erkannt? Wieder richtig, bestimmt die AfD oder noch rechter. Das zeigt uns, dass die deutsche Demokratie lebt, die Positionen der Parteien fest gegründet sind und die politische Positionierung der Wähler dadurch sehr vereinfacht wird. Immer, wenn wieder eine Sau durch das Dorf …, pardon, ein neues Thema in den Medien auftaucht, braucht man nur auf seine bevorzugte Filterblase starren und schon hat man eine Meinung zu dem Thema parat. Wie einfach, denn das erspart eine umständliche und zeitaufwändige Meinungsbildung durch ausgewogene Informationen. Im schlimmsten Fall müsste man dann auch noch regelmäßig seine politische Ausrichtung ändern, nein, dazu hat man einfach keine Zeit mehr. Die Wahrheit ist viel zu anstrengend.

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„Felix culpa“, die glückliche Schuld

Tatsächlich kann kein Mensch etwas tun, dass Gott ihn mehr liebt oder dass er ihn weniger liebt. Insofern ist man immer ein geliebtes Geschöpf Gottes. Aber die Liebe Gottes will mehr: Sie legt offen, wo wir unser gottgewolltes Sein verlassen haben, wo wir nicht mehr sind, wer wir sind, sondern der, den unsere Sünde aus uns gemacht hat. Es nützt niemanden den Menschen als perfekt und damit nicht erlösungsbedürftig darzustellen, die Realität zeigt etwas anderes. Verdrängt man sie, dann bleibt der Mensch verkrümmt in seinem Ich und lässt keine Entwicklung mehr zu, die Gott ihm schenken will. Der Widersacher tut ganze Arbeit, wenn er uns das Sündenverständnis nimmt.

Wenn nun manche sich aufgrund ihrer Sünde hassen, traurig, depressiv werden, dann ist das ebenso ein Werk des Widersachers. Als Christ erhält man in der Taufe das Betriebssystem von Gott Sünde zu erkennen und in seiner Liebe anzunehmen, damit sie verwandelt wird und damit man selbst in der Kraft des Herrn. Gleichfalls erhält man eine überall mögliche und kostenlose „WLAN-Verbindung“, einen Kanal zu Gott, mit dem man ihm im Gebet sein Herz ausschütten, es ihm geben kann, damit es verwandelt wird in seine Liebe (Katherina von Siena erlebte diese Erfahrung auf eindrückliche Weise).

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Theologie und Pastoral 3.0

Hinsichtlich der Theologie und Pastoral zu Beginn des 3. christlichen Jahrtausends wurde in vielen deutschen Bistümern eine Zentralisierung und Straffung der Seelsorge angedacht oder wird bereits umgesetzt. Sowohl Gläubige als auch Amts- und Würdenträger innerhalb der Kirche vermissen an diesen Konzepten oft die notwendige Ausrichtung auf den Willen Gottes, weil man sich allzu sehr nach weltlichen und organisatorischen Bedürfnissen ausrichtet. Vieles scheint selbst ausgedacht, und im falschen Bewusstsein der „Nabel der Welt“ zu sein, verweigert man sich von dem Guten, das in anderen Nationen bereits umgesetzt wird, lernen zu wollen. Zu dieser Trägheit mag wohl auch die Sicherheit entsprechender Kirchensteuermittel beitragen. Weiterlesen

Gedanken zur Menschwerdung Gottes

Gedanken zur Menschwerdung Gottes

Am 25.03., neun Monate vor dem Weihnachtsfest, der Geburt Christi, feiert die Kirche Maria Verkündigung. Gott will Mensch werden und will dies durch den freien Willen einer menschlichen und besonderen Frau – Maria. „Wie wird dies geschehen?“ So ist ihre Frage an den Engel des Herrn (Lk 1:34). Das Geschehen dieser Menschwerdung ist auch in der Dreifaltigkeit Gottes gegründet. Hier einige Gedanken dazu:

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Protestantismus als Vorstufe des Nihilismus?

Der Philosoph Rüdiger Safranski schreibt in einem Artikel in der NZZ vom 08.11.2015: „Die zeitgemäße Form des Nihilismus ist der Konsumismus. Auch wenn man keinen Gott mehr hat, kann man sich immer noch etwas kaufen“.

Im Buch der Weisheit in der Hl. Schrift, entstanden wenige Jahrzehnte vor Christi Geburt, wird diese „moderne“ Mentalität bereits festgehalten (Weish 2:1-6): Weiterlesen

Die sexuelle Revolution der „68er“ und ihre Folgen

Es ist der 31. Mai 2018. In der University of Notre Dame in Washington findet eine Konferenz von Wissenschaftlern statt, welche die Folgen der sexuellen Revolution seit der Studentenrevolte des Jahres 1968 beleuchtete. Auslöser dafür waren auch die im erschreckenden Maß zunehmende sexuelle Gewalt gegenüber Frauen und die Vermarktung ihres Körpers. Die Forscher betrachteten die Konsequenzen dieser sexuellen Revolution anhand von soziologischen, psychologischen, medizinischen und anderen Nachweisen. Das Material erlangte hinsichtlich der sogenannten „#MeToo-Debatte“ große Bedeutung. Dabei wurde von acht Wissenschaftlern über Empfängnisverhütung, Unfruchtbarkeit, Geschlechtskrankheiten, Pornografie, Leihmutterschaft und Menschenhandel referiert. Hier nur einige der Forschungsergebnisse: Weiterlesen