Entschlusskraft und Schöpfung

Entschlusskraft und Schöpfung

Die Essenz der Verpflichtung

Bis sich jemand verpflichtet hat, ist da ein Zögern, die Möglichkeit zum Rückzug…und immer Untauglichkeit.

Über Entschlusskraft und Schöpfung gibt es eine grundlegende Wahrheit. Die Unkenntnis davon zerstört unzählige Ideen und großartige Pläne und das ist es, dass in dem Moment, da jemand sich endgültig verpflichtet, dann auch die göttliche Vorsehung Einzug hält.

Alle möglichen Dinge ereignen sich, um diesem zu helfen, Dinge, die sich sonst nie ereignet hätten. Ein ganzer Strom von Ereignissen ergibt sich aus der Entscheidung. Sie ruft für jenen, der die Entscheidung getroffen hat, alle möglichen Vorkommnisse und Zusammenkünfte und stoffliche Hilfe hervor, von der kein Mensch sich hätte träumen lassen, dass sie auf diese Weise eintreffen würden.

Was immer Du tun kannst, oder wovon Du träumst, Du könntest es tun: beginne damit. Kühnheit trägt Genius, Macht und Zauber in sich. Beginne es jetzt. (Joh. W. von Goethe)

Sich für Gott zu entscheiden bedeutet, eine neue Schöpfung mit IHM zu beginnen. Die Welt und man selbst wird etwas und jemand anderes, als zuvor. Die Angst vor dem Schritt ins Ungewisse wird genommen von einer Liebe, die trägt. Diese Liebe macht alles eins, in dem es selbst wird. Das Gute und das Böse sind dann keine zwei Abteilungen mehr oder Gegensätze, sondern verschiedene Richtungen. Das eine strebt zum Guten, hin zum selbst, das Christus durchwirkt, das andere zum Bösen, hin zum Uneinen, das vom Spalter, dem Satan,  genährt. Dort ist Frieden, hier ist Kampf mit dem Anderen.

Wer sich für Gott entscheidet, erhält nicht nur tatsächlich diese Welt, Gottes Schöpfung, sondern ebenso eine bessere Richtung in seinem Leben, hin, hinauf zum Guten. Man vertraue seiner Liebe.

Mensch, beginne es jetzt!

 

S.D.G.

Der Klang der Schöpfung

Der Klang der Schöpfung

Gott setzte die Planeten und Sterne in musikalische Harmonien zueinander. Die Abstände, Größe und Präzession ihrer Bewegungen formen einen wunderbaren Klang des göttlichen Worts. In dem Gott spricht: „Es werde“, ist es diese spezielle Schwingung, die jene von Gott geschaffene Materie zu dem ordnet, wie  Gott es will. Aus dem Chaos der Teilchen wird ein geordneter Tanz der Atome nach der Frequenz, die Gottes Wort in-formiert.

Erst seit kurzen konnte die NASA den einzigartigen Klang, die großartige Melodie der Sonne, der Planeten und Kleinplaneten unseres Sonnensystems in der Hörweite des Menschen aufnehmen. Es ist wahrlich eine Sequenz der Sphärenmusik des Universums. Was ist „eure“ Musik?

Klick den Klang der Schöpfung

Gedanken zur Menschwerdung Gottes

Gedanken zur Menschwerdung Gottes

Am 25.03., neun Monate vor dem Weihnachtsfest, der Geburt Christi, feiert die Kirche Maria Verkündigung. Gott will Mensch werden und will dies durch den freien Willen einer menschlichen und besonderen Frau – Maria. „Wie wird dies geschehen?“ So ist ihre Frage an den Engel des Herrn (Lk 1:34). Das Geschehen dieser Menschwerdung ist auch in der Dreifaltigkeit Gottes gegründet. Hier einige Gedanken dazu:

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Pico della Mirandola: Über die Würde des Menschen

Pico della Mirandola: Über die Würde des Menschen

Renaissance und Humanismus wurden lange Zeit als antichristliche Erscheinungen betrachtet. Eine solche Auffassung entstand, weil die Theologie des Humanismus in der Forschung fast verschämt behandelt worden ist und nur wenige glänzende Namen des christlichen Humanismus überlieferte. Pico della Mirandola (1463-1494) ist einer der zu wenig beachteten Vertreter dieses christlichen Humanismus, obwohl er doch als „Novalis der Renaissance“ gilt. Seine anziehende Persönlichkeit war fein gebildet, weitherzig und bei aller Begeisterung für das Schöne und Wahre doch fromm und demütig. Er war ein Gelehrter, der durch die Tiefe der Gedanken und praktischen Lebensweisheiten dem modernen Menschen viel zu geben hat. Gerade in der Anfangszeit der Aufklärung ließ er die Hoffnung keimen, dass Humanismus aus dem Christentum schöpfend einen fruchtbaren Weg zu Gott darstellt. Weiterlesen

Wo bleibt das Böse im Reich Gottes?

Beim Kommen Christi wird die Wahrheit zur Macht, die Lüge kann nicht mehr sein, weil Gott, das Sein an sich, alles mit sich durch Wahrheit erfüllt. Die Lüge wird aus dem Sein gedrängt und wird nur mehr in einer Form bestehen können, für welche es keinen Begriff gibt: Verdammnis!

Wenn die Lüge und das Böse aus dem Weltzusammenhang ausgeschieden sind, wird es der ewigen Unwesentlichkeit überantwortet, die aus dem Widerspruch gegen Gott kommt. Diese Unwesentlichkeit ist nicht nichts, nicht unexistent, aber eben unwesentlich, inhaltslos, ohne Ziel, ohne Sinn, weil ohne Gottes An-wesenheit.
Der Endzustand der Seele hat das Maß des Seins durch den in ihm verwirklichten Sinn, das Maß der Macht durch das von ihr gewollte Gute, das Maß des Lebens durch die in ihr wirkende Liebe.

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Grundaussagen und Traditionsschichten der Tora

Die ersten 11 Kapitel der Genesis sind keine historischen sowie naturwissenschaftliche Berichte oder Reportagen, sondern viel mehr, nämlich theologische Grundaussagen, die sich auch im rabbinischen Schriftverständnis finden.
Die christlichen Grundaussagen sind in groben Zügen: Weiterlesen

Der Heilsplan Gottes für uns Menschen

Jesu Botschaft richtet sich an alle Menschen; der Menschheit als Ganzem und an jedem einzelnen. Die Heilsgeschichte Gottes für die Menschheit wurde von einem einzigen Volk, einzelnen Menschen abhängig gemacht. Das Heil haftet nicht an der Ebene der Natur, nicht an einer bestimmten, idealen Person, sondern im Raum und nach Art der Geschichte. Das Heil wird durch die Geschichte begründet. Diese geschieht in Entscheidungen, in den Handlungen einzelner, welche für die Existenz der Gesamtheit und der Folgezeit bestimmend sein wird. Die Tat eines einzelnen kann in der allgemeinen Geschichte zum Anfang oder zur Wende des Geschehens für viele oder alle werden.
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Leben im Auferstandenen

Leben im Auferstandenen

Jesu Auferweckung von den Toten hat die Grundsituation von Welt und Mensch gewandelt. Durch die Auferweckung des Herrn haben die Mächte des Kosmos, das, worin die Welt Macht erfährt und ist, ihre Gewalt verloren. Das Kreuz hielt ihren Ansturm in politischen und geistigen Mächten aus. Das Kreuz hat diese Mächte entwaffnet: „Er (Jesus) entwaffnete die Mächte und Gewalten, stellte sie öffentlich an den Pranger und triumphierte in ihm (dem Kreuz) über sie“ (Kol 2:15).

Als Gott den Gekreuzigten zu seiner Macht erhöhte, seinen Namen über alle anderen Namen erhob, zerschellte die Eigenmacht der Welt (Eph 1:21). Alles, was nun im eigenen Namen daherkommt oder im Namen der Welt, wird namenlos zerbrochen. Vor keinem Namen, keinem Zauberspruch, braucht der an den Auferstandenen glaubende mehr zittern und sich vor keinem Namen mehr beugen lassen. Gerade die anonymen Mächte und Dämonen sind damit ebenso abgetan. Keine Geistesströmung, kein Zeitgeist, mag er noch so verheerend wirken, ist mehr zu fürchten. Weiterlesen

… dass dem Schöpfer nicht sein Geschöpf fehle

Es liegt an uns, dass dem Schöpfer nicht sein Geschöpf fehle, dass dem Ganzen nicht ein Teil fehle, dass dem Ewigen nicht das Vergängliche fehle, wenn er all seine Schafe zählt, es kann seiner Liebe fehlen, es kann seine Hoffnung Lügen strafen.

Charles Péguy, kath. frz. Schriftsteller

 

Im jüdischen Talmud werden die Gedanken des Menschen als erstes und wichtigstes Mittel betrachtet, um zu verhindern, dass dem Schöpfer nicht sein Geschöpf fehle:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Der Talmud

Den Sabbat richtig halten

Gott hatte seine Schöpfung zuvor auf den Menschen und für den Menschen vorbereitet. Erst am letzten Schöpfungstag schuf er den Menschen, damit er von Anbeginn an Luft zum atmen, Nahrung und Licht erhält, alles was er zum Leben braucht. Es war alles sehr gut und Gott konnte nun ruhen. Gott entsandte den Menschen ebenfalls in diese Ruhe, denn alles, was er nötig hatte, wurde ihm gegeben, war schon vorhanden. Der Sabbat sollte den Israeliten ein Zeichen sein: Gott ist ihr Versorger.

Ausdrücklich wies Gott die Israeliten bei ihrer Wüstenwanderung darauf hin, dass er ihnen das göttliche Brot, das Manna, das Leben auch am 7. Tag, dem Sabbat geben wird. In Ex 16:29 lesen wir: „Seht doch, daß der Herr euch den Sabbat gegeben hat; darum gibt er euch am sechsten Tag Brot für zwei Tage! Bleibe also ein jeder daheim, niemand verlasse am siebten Tag seine Wohnstätte!“ Doch die Menschen wollen nicht daran glauben, damals wie heute ziehen sie aus, um doch selbst zu sammeln, zu arbeiten für ihr geistiges und leibliches Brot, auch am Sonntag. Weiterlesen