Jesus sagt: Ökumene muss sein!

Jesus sagt: Ökumene muss sein!

Es gibt einen gemeinsamen Nenner unter Christen: jener, von dem sie ihren Namen erhielten, dem Gesalbten und Messias Jesus Christus. Er ist es, der ihnen aufgetragen hat eins zu sein. Dieser göttliche Auftrag trifft jedoch auf die menschliche Schwachheit. Eine davon, die luziferische, ist der Stolz.

Seit Luther scheinen Protestanten daraus und aus dem Stachel, nur die zweiten zu sein und endlos gespalten, was wiederum zu kompensierende Minderwertigkeit einflüstert, ihre Arroganz herzuleiten, als die nun besseren Christen keine Einheit mehr wollen zu müssen. Die lateinische und orthodoxe Kirche wiederum leitet ihre Arroganz gegenüber Protestanten davon ab, die ersten gewesen zu sein, ihre Tradition bis zu den Aposteln zurückverfolgen zu können, daher keiner Korrektur zu bedürfen und Einheit nur zu den „Bedingungen“ der West- und Ostkirche. Weiterlesen

Wir sind eine lebendige Opfergabe

Bei den Urchristen gab es von Anfang an keinen Zweifel, dass das Tempelopfer, der kultische Dreh- und Angelpunkt der Tora, durch den Tod des Herrn ausgedient hatte. Der Tempel wurde zu einem würdigen Ort des Gebets, aber seine Opfer galten für Christen nicht mehr. War also nun das Kreuz Christi der neue Kult der Menschen für eine wahre Reinigung und Sühne in der sündhaften Welt? Weiterlesen

Buddha light vs. christliche Mystik

Seit das westliche Christentum ihren mystischen Kern schwächt, wenden sich spirituell Interessierte heute zunehmend an östliche Religionen. Zwischen Buddhismus und Hinduismus gibt es wichtige Parallelen. Aus ihnen schöpfen populäre „Light-Varianten“, wie sie auch Arthur Schopenhauer (1788-1860) favorisierte. Ihre Popularität erlangen sie auch dadurch, dass sie den allgemeinen Zeitgeist bedienen, den Positivismus und den Relativismus.

Von was spricht nun überwiegend dieser „Vulgär-Buddhismus“? Weiterlesen

Leben im Auferstandenen

Leben im Auferstandenen

Jesu Auferweckung von den Toten hat die Grundsituation von Welt und Mensch gewandelt. Durch die Auferweckung des Herrn haben die Mächte des Kosmos, das, worin die Welt Macht erfährt und ist, ihre Gewalt verloren. Das Kreuz hielt ihren Ansturm in politischen und geistigen Mächten aus. Das Kreuz hat diese Mächte entwaffnet: „Er (Jesus) entwaffnete die Mächte und Gewalten, stellte sie öffentlich an den Pranger und triumphierte in ihm (dem Kreuz) über sie“ (Kol 2:15).

Als Gott den Gekreuzigten zu seiner Macht erhöhte, seinen Namen über alle anderen Namen erhob, zerschellte die Eigenmacht der Welt (Eph 1:21). Alles, was nun im eigenen Namen daherkommt oder im Namen der Welt, wird namenlos zerbrochen. Vor keinem Namen, keinem Zauberspruch, braucht der an den Auferstandenen glaubende mehr zittern und sich vor keinem Namen mehr beugen lassen. Gerade die anonymen Mächte und Dämonen sind damit ebenso abgetan. Keine Geistesströmung, kein Zeitgeist, mag er noch so verheerend wirken, ist mehr zu fürchten. Weiterlesen

Protestanten und die letzten Dinge

Dieser Beitrag gehört zu einer kleinen Serie über den Protestantismus im Vergleich zur katholischen Kirche. Weitere Beiträge finden sich hier , hier , hier , hier und hier

Protestanten kennen ein immerwährendes Thema: Das nahe Weltende. Bereits Luther rechnete mit der bald bevorstehenden Wiederkunft des Herrn und hielt den Papst deswegen für den vorhergesagten „Antichristen“ der letzten Tage. Auch der Ansturm der Türken auf das christliche Abendland deutete Luther als endzeitliches Strafgericht. Der führende Denker des aufkommenden Pietismus und Vorreiter der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Hl. Schrift Johann Albrecht Bengel (1687 – 1752) errechnete aus der Bibel das Jahr 1836 als Zeitpunkt der Wiederkunft Christi. Immer wieder gab es seither Gruppen, welche aufgrund solcher Berechnungen neue Gemeinschaften gründeten, so z. B. die Adventisten 1844, die neuapostolische Gemeinschaft oder die Zeugen Jehovas, die letztmals 1975 die Schlacht um Harmagedon vorhersagten. Trotz der Fehlberechnungen gelang es diesen Gruppen ihre Anhänger an sich zu binden.

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Protestanten und Katholiken: Die Rechtfertigungslehre

Zwischen der Kirche und den evangelischen Gemeinschaften ist immer noch ungeklärt, wie die Mitwirkung des Menschen an seiner Erlösung zu verstehen ist. Luther sieht den Menschen durch die Erbsünde von Grund auf verdorben und somit nicht mehr fähig offen das Evangelium anzunehmen, für die katholische Kirche verblieb im Menschen nach dem Sündenfall ein Funken der Sehnsucht nach Gott. Deshalb hat er auch die Möglichkeit einen kleinen Schritt auf Gott zuzugehen. Gott und Mensch können demnach zusammenwirken, damit der Mensch erlöst wird. Gott würdigt auf diese Weise den Menschen. Nach Luther kann der Mensch dazu jedoch nichts beitragen. Augustinus fasste die katholische Rechtfertigungslehre folgendermaßen zusammen: „Gott, der uns ohne uns erschaffen hat, wollte uns nicht ohne uns erlösen“.
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Wozu Fasten?

Das Fasten ist kein Kalkül, keine Strategie, um Gottes Aufmerksamkeit zu erlangen, diese schenkt er uns ohnehin immerzu. Es ist auch kein Werk, mit dem man sich bei Gott etwas verdienen kann. So wie Jesus wusste, dass er Gottes Sohn war und der Vater an ihm wohlgefallen gefunden hat, dürfen sich auch Christen als geliebte Kinder Gottes wissen, an denen er wohlgefallen hat. Jesus ging nach seiner Taufe mit diesem Bewusstsein als Grundlage in die Wüste zum Fasten und dies soll auch zur Grundlage für Christen werden beim 40-tägigen Fasten. Hier einige Gedanken, wozu fasten gut sein kann: Weiterlesen

Plädoyer für eine erneuerte Christologie

Nach dem 2. Vatikanischen Konzil gewann das Programm des „aggiornamento“, des Heutigwerdens, an Bedeutung. Dabei geht es vor allen darum das Evangelium und damit Jesus Christus als relevant in jede Zeit zu übertragen. Doch die Gefahr für die Kirche ist inzwischen offensichtlich: vor lauter Offenheit gegenüber dem Zeitgeist droht sie ihre Eindeutigkeit zu verlieren und dort, wo sie eindeutig und klar redet, kommt sie in Gefahr an den Menschen und ihren Problemen vorbei zu agieren. Wenn sich die Kirche um Identität bemüht, droht sie ihre Relevanz zu verlieren, wenn sie sich um Relevanz bemüht, droht sie ihrer Identität verlustig zu werden. Weiterlesen

Der Weinstock – eine biblische Karriere

In der Hl. Schrift begegnen uns viele Bilder und Symbole, deren Entsprechungen in der Kultur des Volkes Israel verwurzelt sind. Diese Bilder und Symbole stammen aus frühester Zeit, die meist auf eine menschliche Naturbeobachtung verweisen, deren Charakter zu einem Element der Erinnerung wird. Eine Naturbeobachtung, gerade wenn sie unerklärlich scheint, wird dann einer vergöttlichten Naturkraft, oder beim Volk Israel eben dem einen Gott zugeordnet. So wird etwa aus der Wanderung durch das von Gott geteilte Rote Meer aus einer geschichtlichen Naturerscheinung später eine Erinnerung des ganzen Volkes, das es eng mit einer symbolischen Bedeutung des Wassers verknüpft. Oft wird aus einer symbolischen Bedeutung im Erinnern ein Symbol der Hoffnung und weist somit in die Zukunft. Wasser, Blut, Wein oder der Weinstock sind darum spezielle Symbole in der Hl. Schrift mit einer konkreten Bedeutung. Betrachten wir einmal besonders den Weinstock. Weiterlesen

Christen und Verbitterung

Eine Betrachtung zum Hebräerbrief.

Eine Verbitterung kann ein Leben lang anhalten. Man wurde verletzt oder glaubt verletzt worden zu sein und trägt diese Verwundung mit sich. Der Mensch kann in eine Opfermentalität verfallen, die ihm das Gefühl gibt ständig unrecht behandelt, ausgenützt, missverstanden und nicht geliebt zu werden. Solch verbitterte Menschen schaden sich und ihre Umwelt, ihre Nächsten. Sie vertragen keine berechtigte Kritik an ihrem Verhalten, werden dadurch sogar in ihrer Verbitterung bestätigt, zumal bald auch Mitmenschen sie meiden. Christen haben in Jesus Christus einen Retter aus dieser Misere, doch auch Christen können trotzdem in ihrer Verbitterung verbleiben.

Paulus zeigte im Hebräerbrief auf, was die Ursachen für diese bleibende Verbitterung sind. Er schreibt in Hebr 2:2-3: „Denn wenn schon das durch Engel verkündete Wort verpflichtend war und jede Übertretung und Missachtung gebührende Vergeltung empfing, wie werden dann wir entrinnen, wenn wir nicht achten auf ein so großes Heil, dessen Verkündigung ihren Anfang nahm durch den Herrn und das von jenen, die sie hörten, beglaubigt wurde für uns?“ Das Verharren in der Verbitterung beginnt bei Christen also mit der Missachtung des Wortes Gottes. Wer den Herrn ignoriert, der ignoriert sein Wort und seinen Wunsch für unsere Heilung und Heiligung. Man zweifelt am Wort des Herrn und seinen Verheißungen, man liest nicht mehr in der Hl. Schrift und lässt sich nicht mehr inspirieren, heiligen. Das Wort von der Umkehr, dem ändern der Perspektiven dringt nicht mehr in den Verstand und von dort in das Herz vor. Und so kann die zweite Stufe der Verbitterung eintreten, vor der Paulus warnt (Hebr 3:12-13): Weiterlesen