Theologie und Pastoral 3.0

Hinsichtlich der Theologie und Pastoral zu Beginn des 3. christlichen Jahrtausends wurde in vielen deutschen Bistümern eine Zentralisierung und Straffung der Seelsorge angedacht oder wird bereits umgesetzt. Sowohl Gläubige als auch Amts- und Würdenträger innerhalb der Kirche vermissen an diesen Konzepten oft die notwendige Ausrichtung auf den Willen Gottes, weil man sich allzu sehr nach weltlichen und organisatorischen Bedürfnissen ausrichtet. Vieles scheint selbst ausgedacht, und im falschen Bewusstsein der „Nabel der Welt“ zu sein, verweigert man sich von dem Guten, das in anderen Nationen bereits umgesetzt wird, lernen zu wollen. Zu dieser Trägheit mag wohl auch die Sicherheit entsprechender Kirchensteuermittel beitragen. Weiterlesen

Werbeanzeigen

Warum Mystik? – Wege der Mystik

Die christliche Mystik ist der Versuch, die Dimension des Glaubens und seiner Lehre durch einen eigenen Erfahrungsweg zu ergänzen. Dabei will der Christ

1. Gott jenseits aller Theorie in seinem Leben erfahren
2. Sich von der äußeren Welt auf seine innere, geistige Welt hinwenden
3. Dies als Weg betrachten und nicht als Mitgliedschaft, sondern als Teilhabe am dreifaltigen Gott
4. Sich verwandeln lassen und keine Regeln, Gesetze und Gebote nur erfüllen
5. Sich ganzheitlich mit Leib, Seele und Geist verwandeln lassen und nicht nur im Verstand

Das mystische Erleben ist als Spiritualität in jeden Menschen von Gott angelegt worden und ein Teil des menschlichen Glaubens, Lebens und Wahrnehmung.
Der Weg und die Zielsetzung dieser Mystik wurden von Gott im Menschen an dessen Kulturkreis angepasst, in den er hineingeboren wurde.
So gibt es auf der Erde 5 große Traditionen: Weiterlesen

Das Ende ist nahe – Die Rückkehr des Königs

Die Rückkehr des Königs, Jesus Christus, war zentraler Bestandteil der ersten Predigten (siehe etwa Apg 3:19-21; 2Thess 2:5). Die Verkündigung Jesu beinhaltete sie zu fast 10 %. Eine Vielzahl von Bibelstellen geben erst Sinn im Lichte der Endzeit. Liest man sie gemeinsam und nicht spiritualisiert, ergeben sie eine klare „Storyline“. Damit ist als Christ die Beschäftigung damit wichtig (Mt 24:37; 25:13). Es geht nicht um die spekulative Befriedigung der Neugier, sondern um Offenbarung Jesu (Offb 1:1). Papst em. Benedikt XVI. sagt deshalb: Die Lehre von Jesu Wiederkunft ist die „zweite Säule des christlichen Bekenntnisses“ . Weiterlesen

Von Jesus beten lernen

Mit fast dreizehn Jahren ging Jesus bei seiner Passahwallfahrt in den Tempel von Jerusalem und beginnt ein Stück weit sich innerlich von seinen Eltern zu entfernen. In ihm verspürt er das Wissen um den Willen des Vaters. Jesus betet zu „seinem“ Vater und tritt damit bewusst mit dem eigenen Leben vor Gott. Als Kinder Gottes dürfen auch wir Gott Vater nennen und all unsere Gebete mit dieser liebevollen Anrede beginnen, die besonders seine Nähe zu uns ausdrückt.

Am Ende der 40tägigen Fastenzeit begegnet Jesus dem Bösen mit der Macht des Gebets und einem Schriftwort. In Gegenwart Satans und widergöttlicher Elemente wendet sich Jesus in Ruhe an seinen Vater im Gebet und begibt sich nicht auf das Niveau des Widersachers hinab. Durch ein spontanes, kurzes Gebet zum Vater, das sich wiederholt, können auch wir der Versuchung widerstehen. Das Gebet und das Leben spendende Wort, das man durch das Lesen der Hl. Schrift erhält, baut einen Schutzwall im Innern des Menschen gegen zerstörerische und dunkle Mächte auf, ja sie prallen davon ab. Weiterlesen

Leben im Auferstandenen

Leben im Auferstandenen

Jesu Auferweckung von den Toten hat die Grundsituation von Welt und Mensch gewandelt. Durch die Auferweckung des Herrn haben die Mächte des Kosmos, das, worin die Welt Macht erfährt und ist, ihre Gewalt verloren. Das Kreuz hielt ihren Ansturm in politischen und geistigen Mächten aus. Das Kreuz hat diese Mächte entwaffnet: „Er (Jesus) entwaffnete die Mächte und Gewalten, stellte sie öffentlich an den Pranger und triumphierte in ihm (dem Kreuz) über sie“ (Kol 2:15).

Als Gott den Gekreuzigten zu seiner Macht erhöhte, seinen Namen über alle anderen Namen erhob, zerschellte die Eigenmacht der Welt (Eph 1:21). Alles, was nun im eigenen Namen daherkommt oder im Namen der Welt, wird namenlos zerbrochen. Vor keinem Namen, keinem Zauberspruch, braucht der an den Auferstandenen glaubende mehr zittern und sich vor keinem Namen mehr beugen lassen. Gerade die anonymen Mächte und Dämonen sind damit ebenso abgetan. Keine Geistesströmung, kein Zeitgeist, mag er noch so verheerend wirken, ist mehr zu fürchten. Weiterlesen

Wenn man von der Wahrheit geliebt wird

Wenn ich erkenne, dass Jesus nicht das Gesetz wegnahm, sondern erfüllte, ja das Gesetz ist, dann wird es einfach:
Indem ich Jesus Christus in mich aufnehme, eins werde im Herzen mit ihm, dann wird aus meinem verhärteten Herz, in das die steinernen Gesetzestafeln mich meiner Sünden anklagen, ein Herz aus Fleisch, aus Liebe, weil der Herr es verwandelt. Mit Jesus Christus habe ich also nicht nur das erfüllte Gesetz in mir aufgenommen, sondern auch seine Person und damit seine Kraft und Liebe, dass ich das Gesetz mit sowie durch ihn erfüllen kann und das auch noch vollkommener in der Weise seiner Bergpredigt aus Liebe zu ihm.
Dann werden auch die Werke zu einem Ausdruck meiner Gottesliebe und leicht. Der Herr allein wird zum Maßstab, zum Ziel, das ich mit seiner Kirche auf meinem Weg zur Heiligung gemeinsam erreichen werde. So wird auch jedes straucheln auf meinem Weg zu einer neuen Chance aufzustehen, meine Hilfsbedürftigkeit anzuerkennen, Gottes Barmherzigkeit zu erflehen, die Hand meines Herrn zu ergreifen und geliebt zu werden von der Wahrheit. Seine hergestellte Gerechtigkeit wird dann zum Ausdruck seiner Gnade aus Liebe.

Ein Christ besitzt nicht die Wahrheit, die Wahrheit besitzt ihn und er weiß, wo man sie findet: beim Herrn.

der emmauspilger

S.D.G.

Basics: Warum ist in uns der Drang zur Sünde?

Es gibt vier tiefgründige persönliche Ursachen jeder Sünde. Wenn ein Mensch sündigt, will er:

  1. Macht
  2. Anerkennung
  3. Trost/Komfort
  4. Sicherheit

Zu sündigen bedeutet: Der Mensch stellt Gott nicht mehr an erster Stelle, er sondert sich von ihm ab, er schafft sich eigene Götzen. Es sind Herzensgötzen.

An was erkennt der Mensch, dass er in einer Angelegenheit in seinem Leben nicht mehr Gott an erster Stelle setzt, sondern seine eigenen Herzensgötzen, die er anbetet?

  1. Etwas ist mir „heilig“, ich sage: Finger weg! Ich suche mir Prediger und Bibelstellen, die nicht von meinem Herzensgötzen sprechen.
  2. Herzensgötzen machen niemals satt, meine Sehnsucht wird nie befriedigt. Ich sage: „… wenn ich erst einmal …“. Aber: Gott ist die Liebe, die Liebe darum kein Gott. Deshalb ist etwa eine Sehnsucht nur nach der romantischen Liebe falsch.
  3. Herzensgötzen beflecken mein Gewissen. Mein erkennen von gut und böse, richtig oder falsch wird getrübt.
  4. Herzensgötzen fordern Opfer, Menschenopfer, wenn sie etwa Karriere oder Ruhmsucht heißen.

Herzensgötzen funktionieren, weil sie den Kult um das Ego fördern. Damit wird der Mensch zu einem Sklaven seines Ego aus Angst, dass er Macht, Anerkennung, Trost/Komfort oder Sicherheit verliert. Es ist seine persönliche Angst vor der Zukunft. Aber in der Liebe zu Gott, sich und dem Nächsten ist keine Angst.

Jesus Christus fordert uns auf aus dieser Sklaverei auszubrechen, so wie Gott das Volk Israel aus der ägyptischen Knechtschaft führte. Der Bruch des Ego’s erfolgt, indem der Mensch es kreuzigt, das Ego stirbt, es erfolgt durch das Kreuz, den Kreuzestod des Herrn. Jesus Christus gibt mehr als Glück, er erlöst von der Suche nach Glück. Jesus Christus gibt dadurch tiefere Freude, Frieden. Der Mensch gelangt dadurch in die Freiheit der Anbetung Gottes.

 

S.D.G.