Von der Kunst des Gebets

Von der Kunst des Gebets

Kunst ist, wenn das Wahre und Schöne in Harmonie zueinander stehen. Kunst ohne Wahrheit wird zu Kitsch, Kunst ohne Schönheit wird kalt und zerbrochen. Schönheit hat ihre eigene Evidenz, sie fordert zum Ja sowie Gehorsam auf und kann nicht ohne Wahrheit sein.

Das Gebet hat immer mit Lehre und Gemeinschaft zu tun. Es muss die Lehre Christi, das Evangelium und die Hl. Schrift erkennbar ausdrücken und es muss immer wieder Gemeinschaft mit anderen Christen suchen. Das Herz der Lehre und der Gemeinschaft ist das Gebet. Theologie muss eine kniende Theologie sein, eine Theologie im Gebet. Eine Gemeinschaft in Christus muss zum Gebet werden. Das Gebet ist die Antwort des freien Menschen auf die Liebe Gottes und seine Schöpfung. Weiterlesen

Carlo Mierendorff: Vom Atheist zum Christ

Der deutsche Widerstandskämpfer zur Zeit der Nationalsozialisten schreibt:

„Wissen Sie, als Atheist bin ich in das Konzentrationslager gekommen, und nach dem, was ich dort erlebt habe, verließ ich es als gläubiger Christ. Es ist mir klar geworden, dass ein Volk ohne metaphysische Bindung, ohne Bindung an Gott, weder regiert werden noch auf Dauer blühen kann“.

Der Bayerische Verfassungsgerichtshofs führte deshalb zurecht in einem Urteil aus: „Das Neutralitätsgebot ist nicht das Gebot zur Eliminierung des Religiösen aus dem öffentlichen Bereich zu verstehen“.

Dieses Urteil nimmt den Beginn der Präambel der Bayerischen Verfassung ernst: „Angesichts des Trümmerfelds, zu dem eine Staats- und Gesellschaftsordnung ohne Gott, ohne Gewissen und ohne Achtung vor der Würde des Menschen die Überlebenden des 2. Weltkriegs geführt hat …“

S.D.G.

Begeisterung ist nicht gleich Glaube

Während er nun beim Paschafest in Jerusalem war, glaubten viele an seinen Namen, weil sie seine Zeichen sahen, die er tat. Jesus hingegen vertraute sich ihnen nicht an; denn er kannte sie alle und hatte nicht nötig, daß ihm jemand Zeugnis gab über den Menschen; wußte er doch selbst, was im Menschen war. (Joh 2:23-25).

Diese „Gläubigen“ hatten offenbar nicht begriffen, wen sie vor sich hatten. Sie waren zwar erstaunt darüber, was Jesus zu tun vermochte, sie waren sogar begeistert, aber war das wirklich Glaube? Genügte das, damit Jesus sich ihnen anvertraute? Offenbar nicht. Weiterlesen

Verkündet die Frohe Botschaft!

Als Christ wird man besonders im Westen von der säkularen Welt angehalten seinen Glauben gefälligst privat auszuüben und niemanden damit zu behelligen. Eine offene Verkündigung der Frohen Botschaft durch Wort und Leben wird oftmals als Nötigung betrachtet. Andererseits soll ein Christ eine ständige Verneinung von Religion und christlichen Glauben, christlicher Symbole sowie deren Abwertung durch die säkulare Gesellschaft ertragen. Sie sieht Glaube als etwas aufgesetztes, hinzukommendes zum Menschen, womit von ihr zwar Glaube als persönliche Entscheidung eingegrenzt wird, jedoch dann ein bekennender Gläubiger als Person ausgegrenzt. Weiterlesen

Gnade und Werke

Die Gnade darf nicht gegen die Werke und das Wollen dazu ausgespielt werden. Im Gegenteil: Man muss sie aufeinander beziehen und es ist natürlich die richtige Reihenfolge zu beachten. Die Gnade setzt die Natur (den Willen des Menschen) voraus. Doch von der Natur als Natur (Geschöpf) führt kein Weg zur Gnade, ein Geschenk kann man sich nicht selbst und eigenmächtig nehmen, wohl aber von der Gnade zur Natur. Denn nicht die Früchte machen den Baum gut, sondern ein guter Baum bringt gute Früchte.

Gottes Liebe verurteilt den Menschen nicht zur Passivität, sondern sie ermöglicht aus Gnade gerade eine gewisse Mitwirkung des Menschen. Der Mensch darf Verantwortung übernehmen und das nur, weil er entscheiden kann. Der Mensch ist aufgerufen die Gnade anzunehmen. Hier wird diese Verschränkung, der Bezug aufeinander von eigenem Willen, Werke und Gnade eindrücklich beschrieben (Phil 2:12-13 MNT): Weiterlesen

Sorgt Euch nicht!

Der näher betrachtete Abschnitt in der Hl. Schrift lautet:

„Macht euch nicht Sorge und sagt nicht: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns bekleiden? Denn nach all dem trachten die Heiden. Es weiß ja euer Vater im Himmel, daß ihr all dessen bedürft. Suchet zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit, und dies alles wird euch dazugegeben werden. Macht euch daher nicht Sorge für den morgigen Tag; denn der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Jedem Tag genügt seine Plage.“  (Mt 6:31-34)

Jesus geht es in diesem Abschnitt und der gesamten Bergpredigt um die Gesinnung, auf der wir unsere Ethik aufbauen und handeln. Jesus will hier einem Christen nicht sagen, er muss nicht arbeiten, rechnen, disponieren und Fürsorge für die Zukunft treffen. Jesus verspricht niemals ein sorgenfreies Leben ohne Leid, aber Frieden in Sorge und Leid. Deshalb bedeuten die Worte des Herrn zunächst nicht ein äußeres Tun, sondern ein Wandel der Gesinnung. In der Arbeit, die wir tun, kann ein gläubiger Christ auf die Hilfe Gottes vertrauen. Nicht die Sorge als solches verurteilt der Herr, sondern ein ängstliches Besorgtsein. Dazu drei vielleicht hilfreiche Gedanken in der Sorge und im Umgang mit der Sorge: Weiterlesen

Der Hl. Geist ist Evolution

Der Hl. Geist ist Evolution

Evolution und Gott werden heute oft sich als diametral gegenüberstehend betrachtet. In der Evolution ist auch Gottes Hl. Geist am wirken, aber Evolution wird meist nur biologisch definiert und in ihrer Ausformung durch Selektion und Mutation.

Gibt es denn eine „geistige Selektion“? Wenn man weiterhin rein biologisch denkt, dann kann man sagen: Dort, wo der Egoismus keine Kinder mehr will, sie als Last und „Produkt“ definiert, wird dieser negative Geist eine Selektion durchführen. Jene werden dann ängstlich geistige Menschen betrachten, die Fruchtbarkeit aus ihrer spirituellen Prägung heraus als Geschenk definieren und allein schon aus diesem positiven Geist heraus die Feinde des Lebens verdrängen, weil diese „aussterben“.

Gibt es eine „geistige Mutation“? Weiterlesen

Der Name Gottes

Der Name Gottes

Das eigentlich unverständliche Wort „Jahwe“ wird allgemein auf die Wortwurzel Haja, Sein, zurückgeführt. Doch man darf dies auch in Frage stellen, denn die Etymologie eines Wortes ist im AT immer eine theologische, nicht eine philologische. Der Gedanke des Seins als Deutung Gottes bringt gleichzeitig immer ein Gottesbild mit sich. Hier taucht der Gott der Philosophen auf, der sich gegen den Gott der Religionen richtet. Der Glaube wird mit Ontologie vermählt. Die Gleichheit des Gottes der Philosophen mit dem Gott des Glaubens verkehrt jedoch den biblischen Gottesgedanken. Anstelle des Namens wird der Begriff gesetzt, anstelle des Nicht-zu-Definierenden tritt nun eine Definition. Der Gott der Philosophen genügt demnach nicht, so wie sie ihn definieren und denken. Weiterlesen

Zeit und Ewigkeit

Zeit und Ewigkeit

Ist nicht die Zeit eigentlich etwas völlig Fremdes für den Menschen? Wir leben, altern und sterben wegen und in der Zeit, sie ist verwoben und eingewoben mit uns, aber seltsam: Wir können dennoch mit der Zeit nicht richtig umgehen. Wir verschwenden sie, managen sie, gewinnen und verlieren sie. Manchmal wird unsere Zeit gefressen, wir lassen sie irgendwo liegen, aber so richtig besitzen können wir die Zeit nie. Als gehöre sie gar nicht zu uns. Als ob ein Fisch sich regelmäßig wundern würde, dass er nass ist. Woher kommt das? Weiterlesen

Dankgebet zu Gottes Zorn

Dankgebet zu Gottes Zorn

Ich danke Gott dafür, dass seine Liebe für mich kämpfen wird. Er ist zornig gegenüber jenen, die seine Kinder hassen und zerstören wollen.

Ich danke Gott dafür, dass er mir zeigt: ich bin ihm nicht gleichgültig. Gott will mich bei sich haben und er gibt mir seine Offenbarung, die mir sagt, dass auf dem breiten Weg sein gerechter Zorn auf mich wartet, weil er nicht zu ihm führt.

Ich danke Gott, dass sein Zorn nicht das letzte Wort hatte, sondern seine Liebe. Denn er sandte seinen Sohn, damit ich armer Sünder reich werden kann, beschenkt mit den Reichtümern Gottes im Glauben an seinen Sohn.

Ich danke Jesus, mein Herr und mein Gott, dass er durch sein Kreuz den gerechten Zorn Gottes auf sich nahm und mich davor erlöste, vor diesem selbst allein bestehen zu müssen, denn dann wäre ich verloren.

Ich danke Jesus, mein Herr und mein Gott, dass er mich durch sein Verhalten mit den Tempelhändlern ermahnte, meinen Leib, seinen Tempel im Willen Gottes zu bewahren und nicht mit seiner Liebe handeln zu wollen, sondern sie ausschließlich empfangen zu können, um sie weiterzuschenken.

Ich danke dem Hl. Geist, dass er mein Wollen in den Willen Gottes stellen will und mir auch seine Kraft dafür gibt, damit ich mich nicht Gottes Zorn hingebe, sondern mich wirklich nach seiner Liebe sehne und nicht nur „Herr, Herr“ rufe und nicht tue, was er mir aufträgt.

Ich danke Gott dafür, dass er in den letzten Tage noch viele Menschen retten will, indem er sie aufrüttelt, durch die Verkündigung seiner barmherzigen Liebe sowie auch durch Plagen und Katastrophen, und ich für alle Menschen und mich beten darf, damit uns nicht sein Zorn aus Egoismus und der Hingabe zum Bösen mehr wert wäre, als seine Liebe.

Möge unser, mein Platz bei Gott im Himmel sein und neben uns der vorbereitete Platz nicht frei bleiben.

„Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen. Wäre es nicht so, hätte ich es euch gesagt; denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten.“ (Joh 14:1-2)

S.D.G.