Menschenführung nach der Natan-Methode

In der Hl. Schrift wird uns in 2Sam 12:1-7a folgender Text überliefert, aus dem man eine Methode lernen kann, Menschen, auch im Betrieb oder der Familie, hin zum besseren zu führen:

Der Herr entsandte Natan zu David. Dieser ging hin und verkündete ihm: »Zwei Männer waren in einer Stadt, der eine reich, der andere arm. Der Reiche hatte Schafe und Rinder in großer Menge. Der Arme hatte nichts als ein einziges Lamm, das er gekauft und aufgezogen hatte. Bei ihm und seinen Kindern wuchs es heran. Es aß von seinen Bissen, trank aus seinem Becher und schlief auf seinem Schoße. Es war ihm wie eine Tochter. Da bekam eines Tages der Reiche Besuch. Es tat ihm leid, von seinen eigenen Schafen oder Rindern eines zu nehmen und es dem Wanderer, der zu ihm gekommen war, zu bereiten. So nahm er das Lamm des armen Mannes und richtete es für seinen Gast zu.« David geriet in heftigen Zorn über jenen Mann und sagte zu Natan: »So wahr der Herr lebt! Der Mann, der das getan hat, ist ein Kind des Todes! Das Lamm soll er vierfach erstatten zur Vergeltung dafür, daß er dieses getan und kein Mitleid empfunden hat.« Da sprach Natan zu David: »Du bist der Mann!

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Ezechiel und falsche Propheten – eine Hilfestellung für heute

In der Hl. Schrift werden falsche Propheten erstmals in Mi 2:6-11 erwähnt, also etwa im 8. Jh. v. Chr., und dort (in Vers 11) findet man auch eine Beschreibung eines „idealen“ falschen Propheten: „Ja, wenn einer käme und Dunst und Trug vorlöge: »Ich predige euch von Wein und Bier!«, das wäre ein Prediger für dieses Volk!“ In Mi 3:5-11 wird die Weissagung gegen Bezahlung angeprangert. Dtn 13:2-6 erklärt, dass falsche Propheten auch Wunder wirken können.

Das Problem der falschen Propheten wird in der Hl. Schrift in älterer Zeit jedoch erstaunlich wenig angesprochen. Das ändert sich allerdings in der Zeit von Jeremia und Ezechiel, also vor und während des babylonischen Exils (597-539 v. Chr.). Es ist eine Zeit des Zusammenbruchs des Alten und der Unsicherheit, was kommen wird. Im NT trifft man auf eine solche Zeit ab der Auferstehung Christi bis zu seiner Wiederkunft, also gerade für jene Zeit, in der wir heute leben. Auch dort wird vor falschen Propheten gewarnt und die Erfahrung zeigt, dass sie immer wieder auftreten. Deshalb hat uns Gott auch mit Ezechiel heute viel zu sagen, gibt uns Hilfestellung gegen einen lebensfeindlichen Zeitgeist oder die Herrschaft des Vaters der Lüge, Satan, die beide oft als prophetisches Wort den Menschen manipulieren wollen. Weiterlesen

Wie Gott die Schöpfung liebt

Gott hat allein die Welt erschaffen. In ihr ist seine Überfülle und seine Liebe angelegt. So ist die Welt groß und kostbar vor Gott.

Gott hat gewollt, dass die Welt nicht nur ist, sondern dass sie in lebendigem Bewusstsein ersteht. Die Welt als seine Schöpfung soll erkannt sein, nicht nur von Gott, sondern vom Geschöpf selbst. So hat er den Menschen erschaffen und ihm die Fähigkeit gegeben Dinge anzuschauen und ihr Wesen zu verstehen. Sie sollen die Gesetze begreifen, nach denen die Schöpfung gebaut sind und das Geschehen, welches sich aus deren Wirken ergibt. Die Dinge tauchen dadurch im Geist des Menschen auf, sie werden noch einmal geschaffen, nun in der Form der Wahrheit. Und Gott wollte noch mehr: Weiterlesen