Nächstenliebe als Mittel zur Toleranz

Nächstenliebe als Mittel zur Toleranz

Wenn Jesus Christus von Nächstenliebe spricht, verkündigt er keine Morallehre, keinen Moralismus. Nächstenliebe beweist sich im konkreten Umgang mit Anderen und so wird Leben wahrhaft, weil es in Gottes Willen. Die Hl. Messe mit ihrer Liturgie und der hl. Eucharistie sind dabei wie eine Blaupause Gottes, die aufzeigt, wie weit verschenkte Liebe geht – bis zur Aufgabe des eigenen Lebens für andere. Die kirchliche Gemeinschaft ist das Laboratorium, in dem eingeübt werden kann, zusammen mit den Geschwistern im Glauben stufenweise die Vollkommenheit dieser göttlichen Liebe, die Heiligkeit zu erlangen.

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Wie kommt die Liebe in die Welt?

Wie kommt die Liebe in die Welt?

Liebe kann nicht materiell begründet werden. Der Mensch liebt, in dem er den ganzen anderen Menschen in dessen Wesen annimmt. Im 1. Johannesbrief wird erklärt, dass Gott die Liebe ist. Es ist nicht nur eine Eigenschaft Gottes, sondern sein ganzes Wesen. Durch Gott, den Schöpfer, kam demnach die Liebe in die Welt und den Menschen. Weiterlesen

Die wahre Freiheit: lieben zu können

Jesus Christus hat uns zur Freiheit ge- und berufen, jener Mensch zu sein, zu dem ER uns geschaffen. Es ist keine Freiheit von, denn das setzt eine Gebundenheit voraus, es ist eine Freiheit für, das setzt eine angenommene Erlösung voraus. Wer diese Freiheit annimmt, wird nicht ins Leere entlassen, sondern in die Wahrheit. Was bedeutet das?

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Gnade und Werke

Die Gnade darf nicht gegen die Werke und das Wollen dazu ausgespielt werden. Im Gegenteil: Man muss sie aufeinander beziehen und es ist natürlich die richtige Reihenfolge zu beachten. Die Gnade setzt die Natur (den Willen des Menschen) voraus. Doch von der Natur als Natur (Geschöpf) führt kein Weg zur Gnade, ein Geschenk kann man sich nicht selbst und eigenmächtig nehmen, wohl aber von der Gnade zur Natur. Denn nicht die Früchte machen den Baum gut, sondern ein guter Baum bringt gute Früchte.

Gottes Liebe verurteilt den Menschen nicht zur Passivität, sondern sie ermöglicht aus Gnade gerade eine gewisse Mitwirkung des Menschen. Der Mensch darf Verantwortung übernehmen und das nur, weil er entscheiden kann. Der Mensch ist aufgerufen die Gnade anzunehmen. Hier wird diese Verschränkung, der Bezug aufeinander von eigenem Willen, Werke und Gnade eindrücklich beschrieben (Phil 2:12-13 MNT): Weiterlesen

Basics: Die rechte Herzenshaltung bei Exerzitien

Exerzitien, geistige Übungen, gehören zu jenen Mitteln, welche die Seele hin zu Gott öffnen sollen. Dabei dürfen sie nicht nur gedacht sein, sich im Verstand verankern, wie ein Lernstoff in der Schule, sondern sie müssen getan sein. Nicht nur der Kopf soll sich auf den Geist Gottes einlassen, sondern der ganze Mensch, damit auch sein Herz, seine Herzenshaltung. Dazu im Folgenden einige Gedanken.

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Gott ist treu!

Auf die Treue Gottes können wir uns verlassen, denn er wird uns Gerechtigkeit schenken, weil er die Liebe ist. Man kann auch meinen, dass es die eigene Treue ist, die unsere Errettung bewirkt, um das Reich Gottes zu erben. Aber ist dies denn nicht schon wieder ein Akt der Selbsterlösung, wenn ich mich durch meine Treue Errettung verspreche? Betrachten wir einen Text in Gen 15:9-12;17-18, der einen ganz anderen Blickwinkel ermöglicht: Weiterlesen

Selbstverwirklichung der Person aus christlicher Sicht

Das Stichwort Selbstverwirklichung wird heute gerne als Optimierung der eigenen Person auf Kosten anderer gesehen, als Ego-Trip. Oftmals scheitert die Selbstverwirklichung an der Kenntnis des eigenen Selbst. Dem gegenüber steht das positive Bild der Selbstverwirklichung der Person aus christlicher Sicht. Selbsterkenntnis entsteht hierin durch den Geist und ergibt die Person. Der Geist ist Gabe Gottes und Kanal für Gott, der selbst Geist ist. So wird aus der Person, die per se ist, für sich, eine Person, die mit Gott, der gleichfalls Person ist, kommunizieren und Gemeinschaft haben kann und zwar durch eine weitere Eigenschaft Gottes und des Geistes: der geistigen Liebe. Sie ist unendlich und wächst mit der Weitergabe.

Die Selbstverwirklichung der Person aus christlicher Sicht entsteht durch Gabe von positiven Werten an seine Person. Dabei gibt es 6 Werte-Stufen, auf denen man sich selbst verwirklichen kann, die immer höher steigen hin zu Gott. Als Person hat man die Freiheit sich diese Werte anzueignen und sich nach oben zu schwingen, immer mit Beistand Gottes und in der Kraft Gottes. Christliche Selbstverwirklichung wird so zur Zustimmung des eigenen Willens zum Plan Gottes für seine Person. Deshalb kann es keine Selbsterlösung geben. Jede der Stufen ist aus christlicher Sicht gut, wenn sie die Liebe Gottes in sich trägt. Die 6 Stufen sind: Weiterlesen