Spurensuche: Sebastia und das Grab Johannes des Täufers

Das heutige Dorf Sebastia liegt außerhalb der ehemaligen römischen Stadt. Inmitten des Dorfes befindet sich die Ruine einer Kathedrale aus der Kreuzfahrerzeit, in der sich ein Heiligtum befindet (arabisch: maqam). Christen wie Moslems verehren hier das Grab Johannes des Täufers, erstere nennen ihn Hanna, letztere Saidna Yahia. Aus christlichen Quellen erfährt man, dass der Täufer in der Nähe der Gebeine der Propheten Elischa und Obadja beigesetzt wurde. Biblische Berichte und der Koran wissen von der Gefangennahme Johannes unter Herodes Antipas. Während seiner Geburtstagsfeier tanzte Salome, die Tochter seiner Gemahlin Herodias, der er versprach ihr alles zu geben, was sie sich wünsche. Sie verlangte den Kopf des Johannes und die Bibel erzählt weiter, dass dessen Jünger ihn beigesetzt haben, aber nicht wo das geschah. Weiterlesen

Christusorte – Betanien

Seit die Schutzmauer steht, welche Israel von den palästinensischen Gebieten trennt, führt der Weg von Jerusalem nach Jericho nicht mehr über den östlichen Abhang des Ölbergs. Die biblische Heimat von Maria, Marta und Lazarus und dessen Grab ist heute nur mehr über lange Umwege und Grenzkontrollen zu erreichen. Weiterlesen

Christusorte – Palmsonntag in Betfage

Betfage und Betanien waren die Ausgangspunkte des messianischen Einzugs Jesu in Jerusalem (Mt 21:1; Mk 11:1; Lk 19:29; Joh 12:2) an Palmsonntag. Über die genaue geografische Lage von Betfage besteht keine Sicherheit. Es wird wohl in der Nähe von Betanien am Osthang des Ölbergs gelegen haben. Eine Tradition aus dem Mittelalter kennt einen Stein, von dem aus Jesus bei seinem feierlichen Einzug in Jerusalem den Esel bestieg. Die Zeugnisse darüber sind allerdings ungenau. Theodoricus aus dem Rheinland berichtet 1172 von seiner Pilgerreise, dass dieser Stein auf halben Weg zwischen Betanien und dem Ölberg lag und dort nun eine Kapelle steht.

Diese Kapelle geriet in Vergessenheit, nachdem die Kreuzfahrer das Hl. Land verlassen mussten. Im 15. Jahrhundert war nurmehr eine vage Erinnerung von jenem Ort vorhanden. Dennoch begannen damals von dort aus die Franziskaner nun ihre Palmsonntagsprozession. Diese wurde allerdings 1563 von den muslimischen Herrschern verboten, erst 1933 konnte die alte Tradition wieder aufgenommen werden. Weiterlesen