Christusorte: Der Berg Tabor

Christusorte: Der Berg Tabor

War der Berg Tabor der Ort der Verklärung, die in den Evangelien (Mt 17:1-9; Mk 9:2-10; Lk 9:28-36) beschrieben wurde? Das Ereignis wird dort jedoch ohne konkrete Ortsangabe berichtet. Der Berg Tabor liegt mit einer Höhe von 588 m ca. 8 km Luftlinie südöstlich von Nazareth und zeigt in seiner isolierten Lage weit sichtbar seine markante Form. In Neuhebräisch und im AT wird der Berg har tavor genannt, die Araber nennen ihn Dschebel et-Tur, was einfach „der Berg“ bedeutet. Der Name scheint aus dem Phönizischen zu stammen und bezeichnet eine semitische Gottheit, die bei den Griechen als Zeus Atabyros bekannt ist. In der Septuaginta nennt man den Berg Itaburion, was sich wohl daher ableitet. Die aramäische Übersetzung des AT, die Targumim, nennt den Tabor einfach „hoher Berg“ (tor ram). Weiterlesen

Christusorte – Nazareth

In Betlehem wurde Jesus geboren, aber seine Heimat war Nazareth. Sein Beiname „der Nazarener“ kann auf seine Herkunft und Heimat hinweisen. Als Erwachsener ist Jesus nicht mehr nach Betlehem zurückgekehrt. Nazareth war damals allerdings nur ein kleiner, unbedeutender Ort in Galiläa und wohl nicht sehr anerkannt, wie der Ausspruch von Nathanael in Joh 1:46 bezeugt: „Aus Nazareth? Kann von dort etwas Gutes kommen?“

Im Alten Testament erfährt man nichts über Nazareth. Auch der jüdische Schriftsteller Josephus Flavius erwähnt es nicht. Aus den synoptischen Evangelien jedoch werden uns zwei Dinge überliefert: Der Ort hatte eine Synagoge, die Jesus am Sabbat besuchte, um aus der Jesaia-Rolle vorzulesen, die sich auf seine Sendung bezog (Lk 4:16-17). Der Standort einer Synagoge in Nazareth lässt dann doch einen etwas größeren Ort vermuten. Und weiter wird überliefert, dass am Rand der Stadt ein Bergabhang lag, über den das zornige Volk Jesus nach seiner Rede hinabstürzen wollte (Lk 4:28-30). Weiterlesen

Kleine Vita von Mariam Baouardy, die hl. Mirjam von Abellin. 2/3

Mirjam war Laienschwester, weil sie weder lesen noch schreiben konnte und in Abellin oder Alexandria keine Schule besuchte. Am 20. Juli 1869 feierte die Klostergemeinschaft das Fest des Hl. Elias, der eigentliche Patron des Karmeliterordens. Die kleine Araberin verehrte den großen Propheten sehr und nannte sich gerne dessen „kleine Landsmännin“, denn Mar Elia wurde schon in ihrem Heimatdorf Ibellin umfangreich gefeiert. Als die Mitschwestern eine Statue des Propheten an seinem Festtag in das Refektorium brachten, klatsche Sr. Mirjam in die Hände und rief: „Vater Elias, Vater Elias“ und fiel in Ekstase. Die Oberin verlangte nach einiger Zeit wieder Gehorsam und befehligte ihr in den Speisesaal zurückzukehren, was sie auch tat. Der Vorfall war für sie allerdings sehr peinlich. Weiterlesen