Eine Analyse des „Gutmenschen“

Es gab einmal eine Zeit, in der ein guter Mensch geschätzt wurde, weil er gutes tat. Heute jedoch wird der Begriff Gutmensch eher abschätzig verwendet. Wie konnte das geschehen? Ist gutes in der postmodernen Epoche des Relativismus und Positivismus nicht mehr gut? Schuld daran ist wohl, man muss es wieder aussprechen, der Strukturverlust des christlichen Weltbilds. Der Gutmensch ist heute der äußere Typus der mehrheitlichen Seelenlage vieler Menschen. Wie ist dieser Menschentyp zu definieren? Weiterlesen

Nach was sind wir durstig?

In Joh 4,1-18 trifft der Herr am Jakobsbrunnen eine samaritanische Frau. Voller Liebe und behutsam führt er mit ihr dort sogar ein theologisches Gespräch, als Jude, als Rabbi mit einer Frau und auch noch einer Samariterin – für damals eine Ungeheuerlichkeit. Sie schöpft Wasser aus dem Brunnen, Jesus bietet ihr aber lebendiges Wasser an, sich selbst.

Der Herr macht die Frau durch sein Gespräch durstig nach diesem Wasser. Sie sagt: „Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe“. Dann konfrontiert sie der Herr einfühlsam mit ihrer Schwäche, die bisher das Verlangen nach diesem Wasser unterdrückte: Sie versucht nämlich ihren Durst nach Leben, nach Geborgenheit, nach Liebe in der Lust, bei Männern zu stillen, denn sie hatte bereits 6 davon. Weiterlesen