Thomas von Aquin. Über Erkenntnis, Anthropologie, Ethik, Moral und Kunst

Der Dominikanermönch Thomas war in Köln Schüler von Albertus Magnus (siehe meinen Beitrag) und lebte von 1224 bis 1274. Der Mönch galt als schweigsam und war recht beleibt. Sein Charakter wird als gütig, demütig, rein und sensibel beschrieben. Er ist einer der bedeutendsten philosophischen Vertreter der spätmittelalterlichen Scholastik und dennoch sagte er an seinem Lebensende: „Alles, worüber ich nachsann ist Stroh gegenüber der Größe Gottes“. Er entwickelte ein umfassendes und ausgewogenes System des christlichen Lebens und etablierte einen dauernden Maßstab. Alle seine Lehren der Theologie und Philosophie stellt er auf den Boden der Heiligkeit. Hier der erste Teil einer kurzen Zusammenfassung seiner umfangreichen Lehren. Weiterlesen

Steckbrief: Der hl. Bonaventura

Der Heilige wurde 1217 geboren und absolvierte ein Studium an der Sorbonne in Paris. Er trat dem Franziskanerorden bei und wurde Theologieprofessor in Paris. Später wählte man ihn zum General seines Ordens und er erlangte die Kardinalswürde. Er nahm am 2. Konzil von Lyon teil, starb aber gleich zu Anfang im Jahr 1274.

In seiner Einschätzung der Philosophie betrachtet Bonaventura die menschliche Erkenntnis wegen des Sündenfalls als unzulänglich, weshalb der Mensch niemals die letzten Wahrheiten erfassen kann. Seine kritische Haltung zur Philosophie begründet er auch damit, dass sie oft zu Hochmut führt. Die Philosophie kann ihre Aufgabe nur erfüllen, wenn sie sich der Theologie unterordnet und alle Aussagen von Gott her betrachtet. Die letzten Wahrheiten können nur von Gott kommen, womit die Philosophie zur Dienerin der Theologie wird. Ohne diese Unterordnung wird sie sonst zur Ideologie.

Der hl. Bonaventura versuchte die Erkenntnisfrage zu beantworten. Er nennt zwei Bereiche: Weiterlesen