Theologie und Pastoral 3.0

Hinsichtlich der Theologie und Pastoral zu Beginn des 3. christlichen Jahrtausends wurde in vielen deutschen Bistümern eine Zentralisierung und Straffung der Seelsorge angedacht oder wird bereits umgesetzt. Sowohl Gläubige als auch Amts- und Würdenträger innerhalb der Kirche vermissen an diesen Konzepten oft die notwendige Ausrichtung auf den Willen Gottes, weil man sich allzu sehr nach weltlichen und organisatorischen Bedürfnissen ausrichtet. Vieles scheint selbst ausgedacht, und im falschen Bewusstsein der „Nabel der Welt“ zu sein, verweigert man sich von dem Guten, das in anderen Nationen bereits umgesetzt wird, lernen zu wollen. Zu dieser Trägheit mag wohl auch die Sicherheit entsprechender Kirchensteuermittel beitragen. Weiterlesen

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Warum Mystik? – Wege der Mystik

Die christliche Mystik ist der Versuch, die Dimension des Glaubens und seiner Lehre durch einen eigenen Erfahrungsweg zu ergänzen. Dabei will der Christ

1. Gott jenseits aller Theorie in seinem Leben erfahren
2. Sich von der äußeren Welt auf seine innere, geistige Welt hinwenden
3. Dies als Weg betrachten und nicht als Mitgliedschaft, sondern als Teilhabe am dreifaltigen Gott
4. Sich verwandeln lassen und keine Regeln, Gesetze und Gebote nur erfüllen
5. Sich ganzheitlich mit Leib, Seele und Geist verwandeln lassen und nicht nur im Verstand

Das mystische Erleben ist als Spiritualität in jeden Menschen von Gott angelegt worden und ein Teil des menschlichen Glaubens, Lebens und Wahrnehmung.
Der Weg und die Zielsetzung dieser Mystik wurden von Gott im Menschen an dessen Kulturkreis angepasst, in den er hineingeboren wurde.
So gibt es auf der Erde 5 große Traditionen: Weiterlesen

„Es ist gut, dass ich bin“. Eine Botschaft nicht nur für junge Menschen

„Es ist gut, dass ich bin“. Eine Botschaft nicht nur für junge Menschen

Papst em. Benedikt XVI. setzte mit Begeisterung die Inspiration der Weltjugendtage des hl. Papstes Johannes Paul II. fort. Er stattete sie mit theologischer Tiefe aus und setzte die Eucharistie und die eucharistische Anbetung in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. In der Ansprache zum Weihnachtsempfang für die Mitglieder der Römischen Kurie am 22. Dezember 2011 im Sala Clementina sagte Papst em. Benedikt XVI. folgendes:

„Schließlich möchte ich als letztes, nicht zu übersehendes Kennzeichen der Spiritualität der Weltjugendtage die Freude nennen. Woher kommt sie? Wie erklärt sie sich? Sicher wirken viele Faktoren zusammen. Aber der entscheidende ist nach meinem Dafürhalten die aus dem Glauben kommende Gewissheit: Ich bin gewollt. Ich habe einen Auftrag in der Geschichte. Ich bin angenommen, bin geliebt. Weiterlesen

Buddha light vs. christliche Mystik

Seit das westliche Christentum ihren mystischen Kern schwächt, wenden sich spirituell Interessierte heute zunehmend an östliche Religionen. Zwischen Buddhismus und Hinduismus gibt es wichtige Parallelen. Aus ihnen schöpfen populäre „Light-Varianten“, wie sie auch Arthur Schopenhauer (1788-1860) favorisierte. Ihre Popularität erlangen sie auch dadurch, dass sie den allgemeinen Zeitgeist bedienen, den Positivismus und den Relativismus.

Von was spricht nun überwiegend dieser „Vulgär-Buddhismus“? Weiterlesen

Yoga und Zen vs. christliche Spiritualität

Mystik, Ritual, Kult, das sind Begriffe und Lebenswirklichkeiten, die heute im Westen trotz der Säkularisierung der Welt immer mehr geschätzt werden. Allerdings meint man damit mehr östliche Spiritualität, eigene christliche Wurzeln sind verpönt und aus dem kritischen Rationalismus der Moderne entwickelt sich immer mehr ein abergläubischer Irrationalismus der Postmoderne. Deshalb ist es wichtig den Unterschied zu erkennen zwischen dem, was außerchristlich an „religiösem“, „transzendentalem“, „mystischem“ und „spirituellem“ läuft und dem, was das Christentum unter Spiritualität versteht. Dies vor allen deswegen, weil auch im innerkirchlichen Bereich immer mehr eine Vermischung stattfindet, man denke nur an die zahlreichen Yoga- und Zen-Kurse in katholischen Bildungseinrichtungen.
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Star Wars: Der Glaube an die Macht

Nun dürfen wir uns im Kino die siebte Episode des Weltraummärchens mit dem Titel: „Das Erwachen der Macht“ besehen. Es stellt sich nun die Frage, was denn genau da zu erwachen hat und was denn da mit einem ist, wenn Han Solo oder Luke Skywalker bedeutungsvoll und mit pathetischem Ton aussprechen: „Möge die Macht mit dir sein“. Jedenfalls trugen 2001 bei einer Volkszählung in Neuseeland mehr als 53000 Menschen als Religionszugehörigkeit „Jedi“ ein, vielleicht auch als Spaß. 2003 wurde eine Erhebung unter Besuchern eines Themenparks und online durchgeführt, in der 18 % der Befragten den spirituellen Weg der Jedi auch zu ihrem spirituellen Weg erkoren, was kaum mehr als Spaß deklariert werden kann. Dieses Bekenntnis zur Macht reicht über religiöse Überzeugungen hinaus: Die Macht ist inzwischen auch bei Christen, Juden, Hindu oder Neuheiden eine spirituelle Realität. Diese nun religiöse Macht der Macht ist ein Kulturphänomen und sowohl in der imaginären Star-Wars-Welt als auch in der realen Welt bereits etwas ominöses, numinoses. Rund um den Planeten begrüßt man sich schon mit der Jedi-Formel: „May the force be with you. Always“, welche den Wunsch nach dem Segen Gottes ablöst. Weiterlesen