Spurensuche im Hl. Land: Abraham und Lot

Abraham ist Stammvater drei monotheistischer Religionen, sein Grab wird in Hebron verehrt und heißt auf Arabisch El Chalil, „der Freund“, wie er als Freund Gottes auch in Is 41:8 und 2Chr 20:7 benannt wird. In Jerusalem erinnert das Jaffa-Tor Richtung Hebron, das Bab al Chalil, das „Tor des Freundes“, an ihn. Die Moslems nennen Abraham gerne El Chalil er rahman, „der Freund des Erbarmers“.

Östlich von Hebron liegt auf dem Kamm der judäischen Bergkette das Dorf Beni Naim, früher bekannt als Kefar Barucha. Es wird in Gen 18:16 erwähnt: „Die Männer erhoben sich von ihrem Platz und schauten gegen Sodom. Abraham wollte mitgehen, um sie zu verabschieden. Da sagte sich der Herr: Soll ich Abraham verheimlichen, was ich vorhabe?“ Hier war also der Platz, auf dem Abraham mit Gott regelrecht um Sodom zu feilschen beginnt. Die christliche Tradition der Verortung dieser Geschichte in Kefar Barucha verblasste zwar im Laufe der Jahrhunderte, aber moslemische Autoren wussten dann im Mittelalter vom Grab Lots an dieser Stelle. Lot gilt im Islam als Prophet, ein Vorläufer Mohammeds, der das drohende Gericht in Sura 54 im Koran ankündigt. Weiterlesen