Die wahre Freiheit: lieben zu können

Jesus Christus hat uns zur Freiheit ge- und berufen, jener Mensch zu sein, zu dem ER uns geschaffen. Es ist keine Freiheit von, denn das setzt eine Gebundenheit voraus, es ist eine Freiheit für, das setzt eine angenommene Erlösung voraus. Wer diese Freiheit annimmt, wird nicht ins Leere entlassen, sondern in die Wahrheit. Was bedeutet das?

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Jesus sagt: Ökumene muss sein!

Jesus sagt: Ökumene muss sein!

Es gibt einen gemeinsamen Nenner unter Christen: jener, von dem sie ihren Namen erhielten, dem Gesalbten und Messias Jesus Christus. Er ist es, der ihnen aufgetragen hat eins zu sein. Dieser göttliche Auftrag trifft jedoch auf die menschliche Schwachheit. Eine davon, die luziferische, ist der Stolz.

Seit Luther scheinen Protestanten daraus und aus dem Stachel, nur die zweiten zu sein und endlos gespalten, was wiederum zu kompensierende Minderwertigkeit einflüstert, ihre Arroganz herzuleiten, als die nun besseren Christen keine Einheit mehr wollen zu müssen. Die lateinische und orthodoxe Kirche wiederum leitet ihre Arroganz gegenüber Protestanten davon ab, die ersten gewesen zu sein, ihre Tradition bis zu den Aposteln zurückverfolgen zu können, daher keiner Korrektur zu bedürfen und Einheit nur zu den „Bedingungen“ der West- und Ostkirche. Weiterlesen

Gott wurde Mensch. Ein weihnachtlicher Gedanke.

In Jesus Christus sehen wir, wie er, der Ungeschaffene, in die Welt, das von ihm Geschaffene, hineinreicht. Wir blicken wie auf ein Schilfrohr, wenn es aus dem Wasser hinausreicht und an der Grenzlinie zwischen Luft und Wasser ein Bruch entsteht, der uns das Schilfrohr unter Wasser geknickt erkennen lässt. Oder liegt der Knick über dem Wasser? Ein Dimensionswechsel. Die Immanenz Gottes bleibt uns als Geschöpfe immer ein verborgenes Geheimnis, aber wir erkennen durch unsere wesenseigene Sehnsucht hin zum Sein, zu Gott, als sein Ebenbild etwas vom Wesen Gottes, das durch den Herrn sichtbar wurde. Das Schilfrohr bleibt ein gerades ganzes, auch wenn wir es geknickt sehen oder gar abgeschnitten, weil es im verschmutzten Wasser so erscheint, das durch unsere sündhaft verunreinigten Bemühungen erst so trüb wurde.

Dieser Bruch, so finde ich, wird uns hier von Jesus und im Verhalten des Petrus eindringlich erklärt (Joh 13: 1,3,5-8,12-14 HSK): Weiterlesen

Glauben – so tun als ob

Für die Wüstenväter ist Glauben kein Fürwahrhalten von Dogmen und Glaubenssätzen, sondern in erster Linie so-tun-als-ob. Wenn die Mönche sich ein Wort der Hl. Schrift immer wieder vorsagen, um negativen Gedanken ein positives Schriftwort entgegen zu setzen, so glauben sie, dass dieses Wort Wort Gottes ist, dass es die Wirklichkeit beschreibt, wie sie ist, dass es bewirkt, was es ausdrückt. Wenn etwa ein depressiver Gedanke einfällt, dem entgegnet wird: „Ist also einer in Christus, ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, ein Neues ist geworden.“ (2Kor 5:17), so glaubt man, dass dies auf einen konkret zutrifft, dass man wirklich in Christus neu geworden ist. Man spürt es zwar noch nicht, man weiß es nicht gewiss, man hofft und vertraut, dass es stimmt. In diesem Vertrauen tut man so, als ob es stimmt. Allein, es nützt nichts, dass man sich das Wort Jesu immer wieder vorsagt, man muss auch danach handeln. Man kann nicht warten, bis man in sich eine Kraft verspürt, bis man sicher weiß, dass man aus sich herausgehen kann. Man muss einfach auf das Wort hin tun, was es besagt.
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Mariam Baouardy, „Die neue Heilige“

Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon

Quelle: Joachim Schäfer – Ökumenisches Heiligenlexikon

Mirjam von Abellin, Mariam Baouardy, ist „die Neue“ unter den Heiligen. Die kleine Araberin, wie sie manchmal auch genannt wird, ist eine palästinensische Heilige. Sie wurde 1846 in Abellin geboren, einem kleinen Ort in der Nähe von Nazareth, und starb in Betlehem. Die christlich-arabischen Eltern verlor Mariam sehr früh uns so wuchs sie als Waise bei Verwandten auf, die sie zu einer Hochzeit zwingen wollten. Doch Mariam stellte sich gegen diese Zwangsverheiratung, sie wollte Ordensfrau werden. Bei einem Zwischenfall wurde sie so schwer verletzt, dass sie eigentlich hätte sterben müssen, doch die Gottesmutter Maria heilte sie auf wunderbare Weise. Weiterlesen