Dismas – Der rechte Schächer

Dismas – Der rechte Schächer

Der selige Franziskanermärtyrer Engelbert Kolland, der 1860 in Damaskus starb, berichtet in seinem Reisebericht: „Nachdem wir das Dorf, in dem der rechte Schächer Dismas geboren sein soll, passiert hatten, ging es den Gebirgen Judäas zu“. Der angebliche Herkunftsort des guten Schächers beruft sich auf eine örtliche Tradition, der zur Kreuzfahrerzeit „Castrum boni latronis“ hieß, „Ort/Kastell des guten Schächers“. Heute nennt man den Ort Latrun und er liegt 15 km westlich von Jerusalem in der Schefala im Ajalon-Tal. Dort befindet sich das einzige Trappistenkloster im Hl. Land. Oberhalb der Abtei finden sich die Reste einer mittelalterlichen Burganlage, die in der Mitte des 12. Jahrhunderts vom kastilischen Ritter Gonzales de Lara erbaut wurde und danach dem Templerorden übergeben. Die Burganlage nannte man „O Toronum Militium“, „Ritterturm“. Sie wurde später von Saladin zerstört. Weiterlesen

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Der Klosterort Bet Jamal

Meine Rubrik „Spurensuche“ im Hl. Land führt uns an den Fuß der judäischen Bergkette zum 30 km von Jerusalem entfernt liegenden christlichen Ort Bet Jamal. Dort befindet sich 377 m ü. M. das Landgut der Salesianer auf einem Bergrücken. Der Konvent mit angeschlossenem landwirtschaftlichem Betrieb wurde 1868 gegründet. Später kam auch noch eine landwirtschaftliche Schule hinzu, die bis in die Achtzigerjahre Bestand hatte. Am Eingang des Geländes ist ein Geschäft, welches das einheimische Olivenöl und die verschiedenen Weine aus Cremisan, ein Weinbaubetrieb der Salesianer in der Nähe von Betlehem, angeboten werden. Neben den landwirtschaftlichen Tätigkeiten und der Berufsausbildung Jugendlicher kümmern sich die Salesianerbrüder auch um die Aufzeichnung von Wetterdaten in einer 1919 eingerichteten meteorologischen Station, die erste des jetzigen Staates Israel. Weiterlesen