Wir sind eine lebendige Opfergabe

Bei den Urchristen gab es von Anfang an keinen Zweifel, dass das Tempelopfer, der kultische Dreh- und Angelpunkt der Tora, durch den Tod des Herrn ausgedient hatte. Der Tempel wurde zu einem würdigen Ort des Gebets, aber seine Opfer galten für Christen nicht mehr. War also nun das Kreuz Christi der neue Kult der Menschen für eine wahre Reinigung und Sühne in der sündhaften Welt? Weiterlesen

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Yoga und Zen vs. christliche Spiritualität

Mystik, Ritual, Kult, das sind Begriffe und Lebenswirklichkeiten, die heute im Westen trotz der Säkularisierung der Welt immer mehr geschätzt werden. Allerdings meint man damit mehr östliche Spiritualität, eigene christliche Wurzeln sind verpönt und aus dem kritischen Rationalismus der Moderne entwickelt sich immer mehr ein abergläubischer Irrationalismus der Postmoderne. Deshalb ist es wichtig den Unterschied zu erkennen zwischen dem, was außerchristlich an „religiösem“, „transzendentalem“, „mystischem“ und „spirituellem“ läuft und dem, was das Christentum unter Spiritualität versteht. Dies vor allen deswegen, weil auch im innerkirchlichen Bereich immer mehr eine Vermischung stattfindet, man denke nur an die zahlreichen Yoga- und Zen-Kurse in katholischen Bildungseinrichtungen.
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Protestanten und Katholiken: „Allein die Schrift“ – ein falsches Prinzip?

„Allein die Schrift“ – dies ist ein Haupthindernis in der Verständigung zwischen den Protestanten und den traditionellen Kirchen. Für den Protestantismus ist das Prinzip „Sola scriptura“ schlechthin ein Dogma. Ohne dieses Verständnis führt jedes ökumenisches Gespräch zwangsläufig zu Missverständnissen und früher oder später wird bei theologischen Diskussionen dieses protestantische Denken die Frage aufwerfen: „Wo steht das in der Bibel?“. Wird keine entsprechende Bibelstelle genannt oder widerspricht die Auslegung der Interpretationspraxis seiner Gemeinde, weiß der Protestant, dass der Gesprächspartner unrecht hat. Aufgrund fehlender Schriftbelege  fallen deshalb für einen Protestanten Marien- und Heiligenverehrung, das Papstamt, die Apostolische Sukzession, das Fegefeuer sowie fünf der sieben Sakramente weg. Weiterlesen

Pfingsten: Katholisch sein im Hl. Geist

Das Christentum ist wahrlich sensationell und faszinierend. Es lobt und preist einen Gott, der einen Namen hat: Elohim, Jahwe, Zebaoth. Es lobt und preist einen Gott, der eine Person ist, ein Du, ein Ich, ein Wir. Diese göttliche Person ist so ehrerbietungswürdig, dass die Juden seinen Namen nicht aussprechen. Sie nennen ihn und schreiben deshalb bewusst falsch. Diese göttliche Person ist geistig zwar letztlich unfassbar, aber dennoch anfassbar (1. Joh 1:1). Dieser unfassbar große Gott ist fassbar geboren in diese Welt hinein als Mensch.

Dieser große Gott ist der Vater aller Menschen, seine Gebote gelten für alle Menschen. Er offenbart sich dem Menschen aus seiner Dreifaltigkeit heraus. Diese Dreifaltigkeit ist die Einheit des Füreinander, wie Hans Urs von Balthasar sie ausdrückt. In ihr ist der Vater die schenkende Liebe, das Ich. Er ist die hingebende Liebe, die Essenz der Liebe, Gott ist deshalb Liebe. Der Sohn ist die empfangende Liebe, das Du. Er ist die dankende Liebe, die Essenz der Liebe, Gott ist deshalb Liebe. Der Hl. Geist ist die ausführende, die handelnde Liebe, das Wir. Er ist die verbindende, vereinigende Liebe, die Essenz der Liebe, Gott ist deshalb Liebe. In der Dreifaltigkeit wird durch ihre göttlichen Personen Beziehung gelebt, mitgeteilt. Gott ist Beziehung und will Beziehung – zu seiner Schöpfung und zu den Menschen. In Jesus Christus erniedrigte er sich hinab zum Menschen, reicht seine Hand. Weiterlesen