Wir sind eine lebendige Opfergabe

Bei den Urchristen gab es von Anfang an keinen Zweifel, dass das Tempelopfer, der kultische Dreh- und Angelpunkt der Tora, durch den Tod des Herrn ausgedient hatte. Der Tempel wurde zu einem würdigen Ort des Gebets, aber seine Opfer galten für Christen nicht mehr. War also nun das Kreuz Christi der neue Kult der Menschen für eine wahre Reinigung und Sühne in der sündhaften Welt? Weiterlesen

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Steckbrief: Roger Bacon

Steckbrief: Roger Bacon

Der englische Philosoph wurde nicht vor 1214 in Ilchester geboren. Er war Franziskaner und studierte in Oxford und Paris. Bekannt wurde er vor allen durch seine naturwissenschaftlichen Experimente, bei denen er die empirische Methode einführte. Später vollzog er auch magische und okkulte Praktiken und beschäftigte sich mit Astronomie und Astrologie, was im Widerspruch zur christlichen Lehre stand. Weiterlesen

Yoga und Zen vs. christliche Spiritualität

Mystik, Ritual, Kult, das sind Begriffe und Lebenswirklichkeiten, die heute im Westen trotz der Säkularisierung der Welt immer mehr geschätzt werden. Allerdings meint man damit mehr östliche Spiritualität, eigene christliche Wurzeln sind verpönt und aus dem kritischen Rationalismus der Moderne entwickelt sich immer mehr ein abergläubischer Irrationalismus der Postmoderne. Deshalb ist es wichtig den Unterschied zu erkennen zwischen dem, was außerchristlich an „religiösem“, „transzendentalem“, „mystischem“ und „spirituellem“ läuft und dem, was das Christentum unter Spiritualität versteht. Dies vor allen deswegen, weil auch im innerkirchlichen Bereich immer mehr eine Vermischung stattfindet, man denke nur an die zahlreichen Yoga- und Zen-Kurse in katholischen Bildungseinrichtungen.
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Steckbrief: Johannes Duns Scotus

Steckbrief: Johannes Duns Scotus

Am 8. November ist der gebotene katholische Gedenktag für Johannes Duns Scotus. Der Schotte wurde 1270 geboren und war Franziskaner. Er studierte in Oxford und kam 1307 nach Köln, wo er ein Jahr später starb. Er kam zu der Erkenntnis, dass Philosophie und Theologie sich mit zwei völlig unterschiedlichen Bereichen beschäftigen. Die Philosophie betrachtet die natürlichen Bereiche, die Theologie die übernatürlichen Bereiche. Mit wissenschaftlichen Methoden kann deshalb in der Theologie nicht gearbeitet werden. Man kann sogar behaupten, dass die Theologie keine Wissenschaft ist. Damit verloren für Johannes die Philosophie und die Theologie ihre Bindung, die im gesamten Mittelalter Bestand hatte. Weiterlesen

Star Wars: Der Glaube an die Macht

Nun dürfen wir uns im Kino die siebte Episode des Weltraummärchens mit dem Titel: „Das Erwachen der Macht“ besehen. Es stellt sich nun die Frage, was denn genau da zu erwachen hat und was denn da mit einem ist, wenn Han Solo oder Luke Skywalker bedeutungsvoll und mit pathetischem Ton aussprechen: „Möge die Macht mit dir sein“. Jedenfalls trugen 2001 bei einer Volkszählung in Neuseeland mehr als 53000 Menschen als Religionszugehörigkeit „Jedi“ ein, vielleicht auch als Spaß. 2003 wurde eine Erhebung unter Besuchern eines Themenparks und online durchgeführt, in der 18 % der Befragten den spirituellen Weg der Jedi auch zu ihrem spirituellen Weg erkoren, was kaum mehr als Spaß deklariert werden kann. Dieses Bekenntnis zur Macht reicht über religiöse Überzeugungen hinaus: Die Macht ist inzwischen auch bei Christen, Juden, Hindu oder Neuheiden eine spirituelle Realität. Diese nun religiöse Macht der Macht ist ein Kulturphänomen und sowohl in der imaginären Star-Wars-Welt als auch in der realen Welt bereits etwas ominöses, numinoses. Rund um den Planeten begrüßt man sich schon mit der Jedi-Formel: „May the force be with you. Always“, welche den Wunsch nach dem Segen Gottes ablöst. Weiterlesen