Geben wir Jesus eine Heimat?

Geben wir Jesus eine Heimat?

Und weiter sprach er: »Wahrlich, ich sage euch; Kein Prophet ist willkommen in seiner Vaterstadt. Wahrhaftig, ich sage euch: Viele Witwen gab es in den Tagen des Elias in Israel, als der Himmel verschlossen war für drei Jahre und sechs Monate, und eine große Hungersnot kam über das ganze Land; doch zu keiner von ihnen wurde Elias gesandt, sondern zu einer Witwe nach Sarepta im Gebiet von Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elisäus; doch keiner von ihnen wurde gereinigt, sondern Naaman, der Syrer«. (Lk 4:24-27)

Fragen uns wir Christen doch mal: Wird Jesus in seiner Heimat, in unserem Herzen, anerkannt?
Sind heutige Witwen, also Arme und Rechtlose, in unserer Mitte denn gut aufgehoben? Damals wurde der Prophet Elias zu einer Heidin, heute könnten manche sagen: zu einem Atheisten, ZJ, Moslem oder etwa Buddhisten gesandt, weil er in seinem Volk keinen Gehorsam gefunden hätte. Weiterlesen

Glaube vs. Philosophie

„So kommt der Glaube aus dem Hören; was aber gehört wird, kommt durch das Wort Christi.“ (Rö 10:17, GB). Paulus zeigt damit auf, dass allein das Bibellesen, der Buchstabe des Wortes, nicht zum Glauben und damit zum Heil führt. Das „sola scriptura“ Luthers ist in seiner Verkürzung deshalb eine Sackgasse, die in die unzähligen Spaltungen im Protestantismus führt. In dem Paulus nicht davon spricht, der Glaube käme vom Lesen, wird der grundsätzliche Unterschied zwischen Glauben und bloßer Philosophie offenbar. Der Glaube indes kann durchaus in seinem Innern die philosophische Wahrheitssuche in Bewegung setzen. Das Hören des Wortes Christi bedeutet nicht das Lesen des Wortes, sondern das innere Bewegen desselben im Herzen, wie es Maria tat. Das Wort ist Jesus Christus selbst, Person, wahrer Mensch und wahrer Gott. Somit wird das Hören des Wortes zum hinhören auf eine Person, Jesus Christus, und damit Gott. Der Glaube ist somit kein Nachdenken, wie die Philosophie.

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Pfingsten: Katholisch sein im Hl. Geist

Das Christentum ist wahrlich sensationell und faszinierend. Es lobt und preist einen Gott, der einen Namen hat: Elohim, Jahwe, Zebaoth. Es lobt und preist einen Gott, der eine Person ist, ein Du, ein Ich, ein Wir. Diese göttliche Person ist so ehrerbietungswürdig, dass die Juden seinen Namen nicht aussprechen. Sie nennen ihn und schreiben deshalb bewusst falsch. Diese göttliche Person ist geistig zwar letztlich unfassbar, aber dennoch anfassbar (1. Joh 1:1). Dieser unfassbar große Gott ist fassbar geboren in diese Welt hinein als Mensch.

Dieser große Gott ist der Vater aller Menschen, seine Gebote gelten für alle Menschen. Er offenbart sich dem Menschen aus seiner Dreifaltigkeit heraus. Diese Dreifaltigkeit ist die Einheit des Füreinander, wie Hans Urs von Balthasar sie ausdrückt. In ihr ist der Vater die schenkende Liebe, das Ich. Er ist die hingebende Liebe, die Essenz der Liebe, Gott ist deshalb Liebe. Der Sohn ist die empfangende Liebe, das Du. Er ist die dankende Liebe, die Essenz der Liebe, Gott ist deshalb Liebe. Der Hl. Geist ist die ausführende, die handelnde Liebe, das Wir. Er ist die verbindende, vereinigende Liebe, die Essenz der Liebe, Gott ist deshalb Liebe. In der Dreifaltigkeit wird durch ihre göttlichen Personen Beziehung gelebt, mitgeteilt. Gott ist Beziehung und will Beziehung – zu seiner Schöpfung und zu den Menschen. In Jesus Christus erniedrigte er sich hinab zum Menschen, reicht seine Hand. Weiterlesen

Der islamische Wallfahrtsort Nebi Musa

An der Straße von Jerusalem Richtung Totes Meer weist ein Schild kurz vor der Abbiegung nach Jericho auf Nebi Musa hin. Nach ein paar hundert Metern trifft man mitten in der judäischen Wüste auf eine prächtige Karawanserei. Grüne und weiße Kuppeln bekrönen sie, ein ausgedehntes Friedhofsgelände umgibt sie. „Nebi“ oder auch „Nabi“ bedeutet im Arabischen „Prophet“ und „Musa“ ist der Name für Moses. Der große Komplex ist fast quadratisch und in der Mitte befindet sich eine Moschee. Davon etwas abgesondert erblickt man einen sechs Meter langen und zwei Meter hohen Kenotaph. Im Hof der Karawanserei sind Zisternen, Toiletten und Waschräume, wichtig für moslemische Gläubige. Die rings um die Moschee angeordneten zweistöckigen Gebäude sind Pilgerunterkünfte, die einfachen Räume sind offen, mit Steinbänken als Betten versehen und bieten Kühlung in der heißen Wüstenluft. Weiterlesen

Maria im Islam

Im Koran findet sich mehr über die hl. Maria, die Mutter des Herrn, als in der Hl. Schrift. So erstaunt es, dass christliche Theologen und sogenannte aufgeklärte Christen oftmals die Jungfrauschaft Mariens vor, während und nach der Geburt des Herrn als symbolische Aussage ansehen, aber der muslimische Glaube daran wörtlich festhält. Doch ebenso gibt es im Blick auf Maria zwischen Koran und der Hl. Schrift erhebliche Unterschiede, die zu beachten sind. Für Christen liegt die Wahrheit innerhalb dieser Differenzen natürlich auf ihrer Seite, und dies nicht ganz unbegründet, stehen doch gerade die marianischen Aussagen der Hl. Schrift näher an der geschichtlichen Wirklichkeit, als jene im Koran. Dieser entstand ein halbes Jahrtausend nach der Niederschrift des neuen Testaments, in dem besonders das Lukasevangelium Wissen über Maria vermittelt. Dieses und auch die Kindheitsgeschichte Jesu steht unter der Versicherung von Lukas, die er in seinem Vorwort darlegt, er sei allem von Grund auf sorgfältig nachgegangen (Lk 1:2-3). Woher bezieht also der Koran seine vielen Aussagen über Jesus und Maria? Weiterlesen