Friede und Freiheit

Absolute Freiheit bedeutet nicht alles tun zu dürfen, sondern in allem Denken, Tun und angetan werden frei zu bleiben. Es ist keine Vergötzung der Freiheit, ein Ausleben seines Egoismus, sondern die Freiheit diese dem Nächsten ebenso belassen zu können. Friede und Freiheit wohnt in der Mitte des Menschen. Die Mitte ist das Göttliche im Menschen und damit seine Liebe.

Deshalb ist Friede, Normalität, nie langweilig, denn Liebe ist nie langweilig. Sie hat Leidenschaft und Harmonie, Schönheit, Ermutigung, Geisteskraft (Ideen sowie „ein über sich hinausgehen“) und Freude. Und Passion: Im Sinne eines Leidenswegs, aber auch im Sinne eines ganz in etwas oder jemanden aufgehen.

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Wir sind eine lebendige Opfergabe

Bei den Urchristen gab es von Anfang an keinen Zweifel, dass das Tempelopfer, der kultische Dreh- und Angelpunkt der Tora, durch den Tod des Herrn ausgedient hatte. Der Tempel wurde zu einem würdigen Ort des Gebets, aber seine Opfer galten für Christen nicht mehr. War also nun das Kreuz Christi der neue Kult der Menschen für eine wahre Reinigung und Sühne in der sündhaften Welt? Weiterlesen

Spurensuche: Lazarus – Der Mann, der zweimal starb

Seit alters her wird in Betanien ein Lazarusgrab verehrt. Der Ort liegt an der Straße von Jerusalem über den Ölberg hin zur Jordansenke. Heute ist dieser Weg durch eine hohe Mauer versperrt, die Israel von Palästina trennt. So ist es in Betanien ruhig geworden, kaum ein Pilger nimmt die Strapazen eines weiten Umwegs in Kauf. Nur die Franziskaner und einige einheimische Christen pilgern jedes Jahr am Passionssonntag nach Betanien.

Betanien war die Heimat von Marta, Maria und Lazarus. Jesus und seine Jünger hielten sich dort gerne zu Besuch auf. Hier ist auch der Ort, wo Jesus ein spektakuläres Wunder wirkte: Die Auferweckung des toten Lazarus (Joh 11:1-45). Auch die Salbung der Füße Jesu durch Maria mit kostbaren Nardenöl (Joh 12:1-8) fand hier statt. An diese Geschehnisse erinnern heute die Lazaruskirche der Franziskaner und das sich in muslimischen Besitz befindliche Lazarusgrab in unmittelbarer Nähe. Von dieser Kirche schreibt schon Eusebius: „Bis jetzt wird noch die Stelle des Lazarus gezeigt …“.   Weiterlesen

Das Alter der Ölbäume von Getsemani

Der Garten von Getsemani am Ölberg von Jerusalem gehört zu den heiligsten Orten der Christenheit. Jesus Christus durchleidet hier Verlassenheit und Todesangst. Eine wissenschaftliche Untersuchung gibt nun Aufschluss über das Alter von 8 Ölbäumen in diesem Garten. Sie wurde im Auftrag der Franziskaner 2009 begonnen und dauerte bis 2012. Das Forscherteam bestand aus Fachleuten verschiedener italienischer Universitäten.

Die Forscher datieren drei der untersuchten Stämme in die Mitte des 12. Jahrhunderts. Dabei beziehen sich diese 900 Jahre allein auf die oberirdischen Teile der Bäume, also Stamm und Äste. Die sich im Erdboden befindlichen Teile, das Wurzelwerk, sind sicherlich noch älter, wie die Untersuchung ebenso ergab. Nach alten Chroniken und Pilgerberichten wurde die zweite Basilika von Getsemani zwischen 1150 und 1170 errichtet. Dabei wurde wahrscheinlich auch der Garten in der Umgebung der Basilika neu gestaltet. Weiterlesen

Fastenzeit, Passionszeit – Hoffnung inmitten der Herrschaft des Todes

Papst Benedikt XVI. - Joseph Katdinal Ratzinger

Papst Benedikt XVI. – Joseph Kardinal Ratzinger

Am Ende der Fastenzeit steht Hoffnung, die Auferstehung des Herrn. Zuvor jedoch durchlebte Jesus Christus seine Passion, eine Zeit, welche uns den Spiegel vorhalten soll.
Anlässlich der Eröffnung der Oberammergauer Passionsspiele am 18. Mai 1980 hielt Joseph Kardinal Ratzinger in der Pfarrkirche von Oberammergau eine Predigt, die er „Hoffnung inmitten der Herrschaft des Todes“ betitelte. Er ging darin auf die Schuld und die Schuldigen von Christi Passion ein, ganz im Geiste eines Kirchenlehrers. Hier ein Auszug der Predigt, der besonders zur Fastenzeit von Bedeutung ist: Weiterlesen