Basic: An welchen Gott glauben Christen?

Basic: An welchen Gott glauben Christen?

  1. Gott ist jemand, Person, nicht etwas
  2. Gott offenbart sich dem Menschen, bleibt ihm nicht verborgen fremd
  3. Gott gibt sich selbst, weil er die absolute Liebe
  4. Gott ist radikal transzendent und radikal immanent, übernatürlich und in sich vollkommen
  5. Gott ist der/die einzig Eine und dreifaltig
  6. Gott ist Vater/Mutter und Schöpfer von allem
  7. Gott ist Sohn und unser Erlöser
  8. Gott ist Heiliger Geist und unser Heiligmacher, damit wir seine ewige Liebe genießen können

Humanismus vs. Christentum?

Humanismus ist eigentlich eine tief christliche Strömung. Pico della Mirandola (1463 – 1494) wird gerne als letzter christlicher Humanist bezeichnet. Denn erst zu Anfang der Renaissance entwickelte sich ein Humanismus ohne Gott, d.h. der Mensch setzte sich selbst als Individuum zum Maßstab für Humanismus. Ab hier wurde Humanismus zum Feind des Christentums, so entstanden beispielsweise die Freimaurer. Was ist nun der Unterschied zwischen Humanismus und Christentum? Weiterlesen

Die Liebe als Kindheit

„Wie Mann und Frau so wächst auch das Kind vom Andern her mit sich zusammen, wandert es durch das elterliche Du in die Landschaft seines Daseins hinein. Es achtet sich, weil es geachtet wird; es nimmt sich an, weil es angenommen ist; es baut sein Leben auf, weil es aufgebaut wird; es gewinnt Ortschaft in der Welt, weil der Ort ihm im Raum des Wohnens, der Wiege und des Hauses vorweg bereitet ist; es beginnt sich leibhaftig zu begreifen, weil es immer schon getragen, „ausgetragen“, von den leiblichen Sinnen der mütterlichen Liebe ergriffen und begriffen, umhegt, umsorgt worden ist. (…) Seine Zukunft erschließt sich ihm aus der Herzmitte des Du-Wir von Vater und Mutter. Es kommt zur Sprache, weil es angesprochen wird. Die Eltern öffnen ihm die Welt, die sich dem Kind nur insoweit auftut, als sie ihm durch die Gegenwart der Freiheit des Du aufgetan ist. Im Licht des Du beginnt die Welt zu reden. Das Wort des Andern entdeckt dem Kind die Worthaftigkeit der Welt. Weil es geliebt wird, vermag es zu lieben.“

„Das spielende Kind enthüllt die Wahrheit, dass sich das Sein nicht im Verursachen erschöpft, dass es primär nicht das Hervorbringen einer Wirkung, eines Werkens anzielt, sondern ein sich selbst genügender (=freier!) Reichtum ist.“

 

Ferdinand Ulrich: „Der Mensch als Anfang: Zur philosophischen Anthropologie der Kindheit“, S. 69f./137.

Die Milchgrotte in Betlehem

Südlich vom Zentralplatz in Betlehem aus tritt man in einen kleinen Vorhof und vor eine barockisierte Fassade einer Kirche des Jahres 1935. Sie ist über der Milchgrotte, arabisch Magharet es Sitti Mariam, am Rande eines Ostabhangs gebaut. Hier soll sich die Gottesmutter vor den Gerichtsdienern des Herodes in Sicherheit gebracht haben, wie eine Legende aus dem 6. Jahrhundert erzählt. Diese wurde bald mit Details aus dem Matthäusevangelium ausgeschmückt. So soll hier der Ort gewesen sein, wo Joseph vom Engel im nächtlichen Traum von der Gefahr erfahren hat, die dem göttlichen Kind drohte, und den Auftrag erhalten haben nach Ägypten zu fliehen. Joseph drängte die gerade stillende Maria zur Eile und dabei fielen ein paar Tropfen ihrer Muttermilch auf den Boden. Sogleich färbte dieser sich vom üblichen rot des hiesigen Gesteins in strahlendes weiß. Der Felsen nahm nun heilende Eigenschaften an und vermochte jeden Müttern Milch zu geben, die ihr Kind nicht stillen konnten. Dieser Volksglaube wurde 850 vom Pilger Perdicca aus Ephesus bezeugt. Weiterlesen