Basics: Warum und wie Vergebung?

Die einfachste Antwort auf das Warum lautet: Weil es Beziehungen aufrecht erhält. Als Christ ersehne ich mir eine gute Beziehung zu Gott, meinen Nächsten und zu mir selbst. Gelingt mir dies nicht ausreichend, dann verändert dies zwar nicht meine Position Christ zu sein, aber meine Beziehungen. Wer sich in der Ehe streitet, ist ja in dieser Zeit plötzlich nicht mehr verheiratet, aber die Beziehung zum Partner ist gestört. Da sich also meine Position als Christ nicht ändert, ist es mir darum möglich, all die Gnaden anzunehmen, die Jesus mir gerade in der Vergebung schenken will. Er ist die Kraft in mir, er ist die Liebe in mir, er verbrennt den Stolz in mir, weil auch er der Vergebende ist. Jedoch, wenn es nur so einfach wäre. „Du weißt ja nicht, was der mir alles angetan hat! Und dem soll ich vergeben?“ So denkt man manchmal und das ist zutiefst menschlich.

Wenn aber der Herr die Vergebung als Pflicht eines Christen verkündet, dann muss sie wichtig sein, dann muss sie mir zum Guten gereichen, dann muss sie mich dem Herrn näher bringen und damit seinem Reich Gottes der Liebe in Frieden und Freiheit. Deshalb ist das Ausmaß der Vergebung gewaltig, wie der Herr sie uns in Mt 5:43-46 aufträgt: Sie hat keine Grenzen! „Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde [, tut Gutes denen, die euch hassen,] und betet für sie, die euch verfolgen [und verleumden], auf dass ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte“. Weiterlesen