Spurensuche: Sebastia und das Grab Johannes des Täufers

Das heutige Dorf Sebastia liegt außerhalb der ehemaligen römischen Stadt. Inmitten des Dorfes befindet sich die Ruine einer Kathedrale aus der Kreuzfahrerzeit, in der sich ein Heiligtum befindet (arabisch: maqam). Christen wie Moslems verehren hier das Grab Johannes des Täufers, erstere nennen ihn Hanna, letztere Saidna Yahia. Aus christlichen Quellen erfährt man, dass der Täufer in der Nähe der Gebeine der Propheten Elischa und Obadja beigesetzt wurde. Biblische Berichte und der Koran wissen von der Gefangennahme Johannes unter Herodes Antipas. Während seiner Geburtstagsfeier tanzte Salome, die Tochter seiner Gemahlin Herodias, der er versprach ihr alles zu geben, was sie sich wünsche. Sie verlangte den Kopf des Johannes und die Bibel erzählt weiter, dass dessen Jünger ihn beigesetzt haben, aber nicht wo das geschah. Weiterlesen

Spurensuche: Abraham in Hebron

Hebron liegt auf 900 Höhenmetern in einem Tal des judäischen Berglands und ist Handels- und Verkehrszentrum der Region. Militante national-religiöse Siedler lassen Hebron zu einem politischen Brennpunkt werden. Die arabischen Bewohner mussten wegen dieser Siedler 1000 Wohnungen und 1800 Geschäfte in der Innenstadt verlassen. Straßensperren, Zäune, Mauern und Wachttürme prägen das Stadtbild.

Auf dem Tell Rumejda, nordwestlich des Zentrums, liegen die ältesten Siedlungsspuren von Hebron, die man in die frühe Bronzezeit, ca. 3300 bis 2300 v. Chr. datieren kann. Einst thronte hier eine Stadt auf Kalksteinfelsen, die eine sechs Meter breite Mauer umgab. Doch sie wurde aufgegeben und in der Eisenzeit, ca. 1200 bis 1000 v. Chr., kam es zu einer ersten Blütezeit der Stadt, die sich auf 3 Hektar erweiterte. Archäologische Funde identifizieren sie als das „alte Hebron“. Dort findet man auch einen Brunnen, der das lebensnotwendige Wasser für die Stadt bereitstellte und als „Abrahamsbrunnen“ bezeichnet wird. Weiterlesen