Jesus sagt: Ökumene muss sein!

Jesus sagt: Ökumene muss sein!

Es gibt einen gemeinsamen Nenner unter Christen: jener, von dem sie ihren Namen erhielten, dem Gesalbten und Messias Jesus Christus. Er ist es, der ihnen aufgetragen hat eins zu sein. Dieser göttliche Auftrag trifft jedoch auf die menschliche Schwachheit. Eine davon, die luziferische, ist der Stolz.

Seit Luther scheinen Protestanten daraus und aus dem Stachel, nur die zweiten zu sein und endlos gespalten, was wiederum zu kompensierende Minderwertigkeit einflüstert, ihre Arroganz herzuleiten, als die nun besseren Christen keine Einheit mehr wollen zu müssen. Die lateinische und orthodoxe Kirche wiederum leitet ihre Arroganz gegenüber Protestanten davon ab, die ersten gewesen zu sein, ihre Tradition bis zu den Aposteln zurückverfolgen zu können, daher keiner Korrektur zu bedürfen und Einheit nur zu den „Bedingungen“ der West- und Ostkirche. Weiterlesen

Eine Analyse des „Gutmenschen“

Es gab einmal eine Zeit, in der ein guter Mensch geschätzt wurde, weil er gutes tat. Heute jedoch wird der Begriff Gutmensch eher abschätzig verwendet. Wie konnte das geschehen? Ist gutes in der postmodernen Epoche des Relativismus und Positivismus nicht mehr gut? Schuld daran ist wohl, man muss es wieder aussprechen, der Strukturverlust des christlichen Weltbilds. Der Gutmensch ist heute der äußere Typus der mehrheitlichen Seelenlage vieler Menschen. Wie ist dieser Menschentyp zu definieren? Weiterlesen

Wo bleibt das Böse im Reich Gottes?

Beim Kommen Christi wird die Wahrheit zur Macht, die Lüge kann nicht mehr sein, weil Gott, das Sein an sich, alles mit sich durch Wahrheit erfüllt. Die Lüge wird aus dem Sein gedrängt und wird nur mehr in einer Form bestehen können, für welche es keinen Begriff gibt: Verdammnis!

Wenn die Lüge und das Böse aus dem Weltzusammenhang ausgeschieden sind, wird es der ewigen Unwesentlichkeit überantwortet, die aus dem Widerspruch gegen Gott kommt. Diese Unwesentlichkeit ist nicht nichts, nicht unexistent, aber eben unwesentlich, inhaltslos, ohne Ziel, ohne Sinn, weil ohne Gottes An-wesenheit.
Der Endzustand der Seele hat das Maß des Seins durch den in ihm verwirklichten Sinn, das Maß der Macht durch das von ihr gewollte Gute, das Maß des Lebens durch die in ihr wirkende Liebe.

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Pfingsten: Katholisch sein im Hl. Geist

Das Christentum ist wahrlich sensationell und faszinierend. Es lobt und preist einen Gott, der einen Namen hat: Elohim, Jahwe, Zebaoth. Es lobt und preist einen Gott, der eine Person ist, ein Du, ein Ich, ein Wir. Diese göttliche Person ist so ehrerbietungswürdig, dass die Juden seinen Namen nicht aussprechen. Sie nennen ihn und schreiben deshalb bewusst falsch. Diese göttliche Person ist geistig zwar letztlich unfassbar, aber dennoch anfassbar (1. Joh 1:1). Dieser unfassbar große Gott ist fassbar geboren in diese Welt hinein als Mensch.

Dieser große Gott ist der Vater aller Menschen, seine Gebote gelten für alle Menschen. Er offenbart sich dem Menschen aus seiner Dreifaltigkeit heraus. Diese Dreifaltigkeit ist die Einheit des Füreinander, wie Hans Urs von Balthasar sie ausdrückt. In ihr ist der Vater die schenkende Liebe, das Ich. Er ist die hingebende Liebe, die Essenz der Liebe, Gott ist deshalb Liebe. Der Sohn ist die empfangende Liebe, das Du. Er ist die dankende Liebe, die Essenz der Liebe, Gott ist deshalb Liebe. Der Hl. Geist ist die ausführende, die handelnde Liebe, das Wir. Er ist die verbindende, vereinigende Liebe, die Essenz der Liebe, Gott ist deshalb Liebe. In der Dreifaltigkeit wird durch ihre göttlichen Personen Beziehung gelebt, mitgeteilt. Gott ist Beziehung und will Beziehung – zu seiner Schöpfung und zu den Menschen. In Jesus Christus erniedrigte er sich hinab zum Menschen, reicht seine Hand. Weiterlesen

Fasten auch mit den Sinnen

Die Fastenzeit war noch nie bloß eine Wellness-Kur, auch wenn sie heute oft so verstanden wird. Sie bezieht sich meist nur auf den Leib und soll durch Verzicht das Idealgewicht oder ein undefiniertes „Wohlbefinden“ wiederherstellen. Das christliche Fastenverständnis bezieht jedoch ebenso Geist und Seele in eine Reinigung mit ein. Es ist eine Vorbereitung auf das größte Fest im Kirchenjahr, die Raum schaffen soll für eine Begegnung mit Gott. Gott ist die Reinheit und sehnt sich nach Gleichem in den Gedanken, Taten und Worten von Menschen. Dieser kann in einem inneren Bedürfnis zur Reinheit überlegter und feinfühliger handeln und bewusster an eine Sache herangehen. Hier einige Gedanken dazu.

Gerade in der ersten Fastenwoche braucht man nicht ein „finsteres“ Gesicht machen (vgl. Mt 6:16ff.). Auch eine äußerliche Vernachlässigung ist unangebracht. Das Fasten ist keine Schaubühne für die Frommen, sondern ihr Übungspfad. In dieser Woche kann man andere und sich selbst bewusster wahrnehmen. Alltägliche Gewohnheiten können durchbrochen werden, Bequemlichkeiten abgelegt. Vielleicht wird dies durch einen Nahrungsverzicht geschehen, durch Einschränkung von ständiger Musikberieselung. Ertrage ich mich dann noch selbst? Kann ich mit mir alleine, meinen Gedanken noch umgehen? Auch eine bewusst schlichte und praktische Kleidung kann angebracht sein und ein interessierter Blick hinter die Fassade einer Kollegin oder eines Kollegen. Weiterlesen