Gedanken zur Scham

Der Mensch wandelte im Paradies mit Gott. Alles war im und beim Guten, denn Gott war gut. Nach dem Sündenfall des Menschen erkannte dieser nicht nur das Böse, sondern ebenso das Gute in sich und den unendlich tiefen Abgrund, der sich nun hin zu Gott auftat. Der Mensch begann zu vergleichen, was ungleich. Die Antwort der Erkenntnis von Gut und Böse an Gott war, sich zu verbergen. Das Gute schämt sich in Gottes Licht, das Böse zieht in die Finsternis. Weiterlesen

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Theologie und Pastoral 3.0

Hinsichtlich der Theologie und Pastoral zu Beginn des 3. christlichen Jahrtausends wurde in vielen deutschen Bistümern eine Zentralisierung und Straffung der Seelsorge angedacht oder wird bereits umgesetzt. Sowohl Gläubige als auch Amts- und Würdenträger innerhalb der Kirche vermissen an diesen Konzepten oft die notwendige Ausrichtung auf den Willen Gottes, weil man sich allzu sehr nach weltlichen und organisatorischen Bedürfnissen ausrichtet. Vieles scheint selbst ausgedacht, und im falschen Bewusstsein der „Nabel der Welt“ zu sein, verweigert man sich von dem Guten, das in anderen Nationen bereits umgesetzt wird, lernen zu wollen. Zu dieser Trägheit mag wohl auch die Sicherheit entsprechender Kirchensteuermittel beitragen. Weiterlesen

Von Jesus beten lernen

Mit fast dreizehn Jahren ging Jesus bei seiner Passahwallfahrt in den Tempel von Jerusalem und beginnt ein Stück weit sich innerlich von seinen Eltern zu entfernen. In ihm verspürt er das Wissen um den Willen des Vaters. Jesus betet zu „seinem“ Vater und tritt damit bewusst mit dem eigenen Leben vor Gott. Als Kinder Gottes dürfen auch wir Gott Vater nennen und all unsere Gebete mit dieser liebevollen Anrede beginnen, die besonders seine Nähe zu uns ausdrückt.

Am Ende der 40tägigen Fastenzeit begegnet Jesus dem Bösen mit der Macht des Gebets und einem Schriftwort. In Gegenwart Satans und widergöttlicher Elemente wendet sich Jesus in Ruhe an seinen Vater im Gebet und begibt sich nicht auf das Niveau des Widersachers hinab. Durch ein spontanes, kurzes Gebet zum Vater, das sich wiederholt, können auch wir der Versuchung widerstehen. Das Gebet und das Leben spendende Wort, das man durch das Lesen der Hl. Schrift erhält, baut einen Schutzwall im Innern des Menschen gegen zerstörerische und dunkle Mächte auf, ja sie prallen davon ab. Weiterlesen

Gott ist treu!

Auf die Treue Gottes können wir uns verlassen, denn er wird uns Gerechtigkeit schenken, weil er die Liebe ist. Man kann auch meinen, dass es die eigene Treue ist, die unsere Errettung bewirkt, um das Reich Gottes zu erben. Aber ist dies denn nicht schon wieder ein Akt der Selbsterlösung, wenn ich mich durch meine Treue Errettung verspreche? Betrachten wir einen Text in Gen 15:9-12;17-18, der einen ganz anderen Blickwinkel ermöglicht: Weiterlesen

Die Liebe ist unser Anteil an Gottes Licht

Gott gibt dem Menschen Anteil an seinem göttlichen Licht durch die brennende Liebe und zwar auf 5 Arten:

  1. Durch das physische Licht (die Werke der Liebe)
  2. Durch das Licht der Vernunft (die Gedanken der Liebe)
  3. Durch das Licht des Glaubens (das Geschenk der Liebe)
  4. Durch das Licht der Gnade (die restlose Aufopferung aus Liebe)
  5. Durch das Licht der Herrlichkeit in der Hoffnung auf das Reich Gottes (die Vervollkommnung in der Liebe)

Unser Herr Jesus Christus ist das Licht der Welt, der in die Finsternis unserer Sünde kam, und lebt er in uns, sind wir die Lampe, die wir nicht verbergen sollen. In Jesus Christus haben wir Anteil an seiner Liebe im und zum Vater durch den Hl. Geist. Wenn wir in Demut nichts aus uns mitbringen, dann kann uns die barmherzige Vaterliebe umso schneller und gründlicher durchglühen, auf dass wir eins werden mit ihm, mit der Liebe, denn nur gleiches wird sich vereinen.

 

der emmauspilger

S.D.G.

Basics: Was ist Sünde?

Es gibt ein großes Hindernis, um lieben zu können: Es ist die Sünde. Doch was ist die Sünde? Heute wird meist vermieden das Wort Sünde zu gebrauchen, weil es auch missbraucht wird. Sünde hat immer mit Schuld zu tun, doch die moderne Pädagogik kennt keine Schuld mehr, sondern nur mehr Schuldgefühle, die wegtherapiert werden können. Sünde wird heute meist dahingehend interpretiert, dass etwas attraktiv, aber verboten ist: Die Schokolade, die man nicht essen soll, weil sie die Figur zerstört oder die überschrittene Höchstgeschwindigkeit auf der Straße, die einen zu einem Verkehrssünder macht, wenn man erwischt wird.

Doch diese Sicht auf die Sünde führt uns auf die falsche Spur. Die Sünde hat zunächst nichts mit Moral zu tun. Die Sünde greift des Menschen ureigenstes Wesen an: seine Beziehungsfähigkeit. Die Sünde ist die Trennung des Menschen von Gott. Doch was ist schlimm an dieser Trennung von Gott? Diese Trennung hat eine völlig andere Qualität als eine Trennung von alten, unmodischen Kleidern oder den nun ungeliebten Partner: Es ist die Trennung vom Schöpfer des Menschen, die Trennung des Geschöpfs vom Schöpfer und damit die Trennung vom Licht, der Liebe und dem Leben. Somit ist der Mensch tot, eben so wie Adam und Eva nach dem Genuss der verbotenen Frucht dem Leben gestorben sind, ganz wie Gott es ihnen voraussagte: „denn am Tage, da du davon isst, musst du sterben“ (Gen 2:16). Adam und Eva lebten körperlich noch weiter, aber es ist das Leben Gottes, das in ihnen gestorben ist. Paulus weist darauf in Rö 5:12 hin: „Wie daher durch einen einzigen Menschen die Sünde in die Welt eintrat und durch die Sünde der Tod, und so auf alle Menschen der Tod überging, weil alle sündigten“. Paulus spricht von der Sünde im Singular und nicht von den Sünden. Er bezieht sich einzig auf die Trennung von Gott.
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Unsere Bürgerrechte im Himmel

Die Gedanken in meinem vorigen Beitrag beinhalteten die angeblichen irdischen Rechte, die wir meinen fordern zu können. In der Hl. Schrift wird uns in Phil 3:20 von Paulus das Bürgerrecht im Himmel versprochen, wenn wir an den Herrn Jesus Christus glauben. Dieses Bürgerrecht gibt Christen eine neue Würde und ist eine Realität, die sie in Anspruch nehmen dürfen. So wie man denkt, so lebt man, das Denken bestimmt die Haltung eines Menschen. Zwar behält ein Christ seine alte sündige Natur, die immer wieder durchbrechen wird, aber durch sein Bürgerrecht im Himmel erhielt er auch durch Christus, der nun in ihm wohnt, die Kraft, die Würde und den Glauben nicht mehr von der alten Natur versklavt werden zu müssen. Was sollte nun die Haltung eines Christen bestimmen, was sind die neuen Bürgerrechte im Himmel und was unterscheidet sie vom alten Leben? Ich entdeckte 19 Punkte in der Hl. Schrift, es werden aber sicherlich mehr sein:

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