Christusorte: der Ölberg

In der Apostelgeschichte 1:4-12 wird die Himmelfahrt Christi nach seiner Auferstehung von den Toten am Ölberg verortet. Auf dessen Gipfel gab es schon in alttestamtlicher Zeit ein Heiligtum (2Sam 15:30,32). Es handelte sich um ein Höhenheiligtum, eine der Kulthöhlen, die von den Propheten scharf kritisiert wurden.

Es war die vornehme Römerin Poimenia, die um das Jahr 378 auf dem südlichen Ölberggipfel (808 m ü.d.M.) die erste Kirche erbaute. Im Apsismosaik der Kirche Santa Pudenziana zu Rom, erbaut um 390, wird das Heiligtum auf dem Ölberg abgebildet: Es handelte sich um einen Bau, der in der Mitte zum Himmel offen war. Dies sollte die Worte des Engels veranschaulichen: „Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor“ (Apg 1:11). Weiterlesen

Die Apotheke der Franziskaner in Jerusalem

Es war das Jahr 1342, als Papst Clemens VI. die Franziskaner damit beauftragte die Heiligen Stätten im Hl. Land zu betreuen. Doch bereits 1335 entstand in Jerusalem das erste Pilgerhospiz, das Einheimischen und Pilgern Gastfreundschaft und Hilfe anbot. Zunächst funktionierte das Hospiz meist sehr gut, jedoch ab Mitte des 15. Jahrhunderts rissen die Pilgerströme aufgrund muslimischer Repressalien immer wieder ab, so dass das Hospiz bald nicht mehr seine Aufgaben erfüllen konnte. Nun waren die Franziskaner darum bemüht für die Nöte der Bevölkerung eine Lösung zu finden. Ihr Kloster Sankt Salvator besaß eine Apotheke und eine Krankenabteilung, welches in einem Haus untergebracht war, das auch für Pilger offen stand. Jeder Bedürftige konnte sich in der Apotheke mit medizinischen Kräutern versorgen. Die mangelnde medizinische Versorgung der Stadtbewohner, egal welcher Religion er angehörte, glichen die Brüder ebenso aus. Weiterlesen