Gedanken zur Scham

Der Mensch wandelte im Paradies mit Gott. Alles war im und beim Guten, denn Gott war gut. Nach dem Sündenfall des Menschen erkannte dieser nicht nur das Böse, sondern ebenso das Gute in sich und den unendlich tiefen Abgrund, der sich nun hin zu Gott auftat. Der Mensch begann zu vergleichen, was ungleich. Die Antwort der Erkenntnis von Gut und Böse an Gott war, sich zu verbergen. Das Gute schämt sich in Gottes Licht, das Böse zieht in die Finsternis. Weiterlesen

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Theologie und Pastoral 3.0

Hinsichtlich der Theologie und Pastoral zu Beginn des 3. christlichen Jahrtausends wurde in vielen deutschen Bistümern eine Zentralisierung und Straffung der Seelsorge angedacht oder wird bereits umgesetzt. Sowohl Gläubige als auch Amts- und Würdenträger innerhalb der Kirche vermissen an diesen Konzepten oft die notwendige Ausrichtung auf den Willen Gottes, weil man sich allzu sehr nach weltlichen und organisatorischen Bedürfnissen ausrichtet. Vieles scheint selbst ausgedacht, und im falschen Bewusstsein der „Nabel der Welt“ zu sein, verweigert man sich von dem Guten, das in anderen Nationen bereits umgesetzt wird, lernen zu wollen. Zu dieser Trägheit mag wohl auch die Sicherheit entsprechender Kirchensteuermittel beitragen. Weiterlesen

„Es ist gut, dass ich bin“. Eine Botschaft nicht nur für junge Menschen

„Es ist gut, dass ich bin“. Eine Botschaft nicht nur für junge Menschen

Papst em. Benedikt XVI. setzte mit Begeisterung die Inspiration der Weltjugendtage des hl. Papstes Johannes Paul II. fort. Er stattete sie mit theologischer Tiefe aus und setzte die Eucharistie und die eucharistische Anbetung in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. In der Ansprache zum Weihnachtsempfang für die Mitglieder der Römischen Kurie am 22. Dezember 2011 im Sala Clementina sagte Papst em. Benedikt XVI. folgendes:

„Schließlich möchte ich als letztes, nicht zu übersehendes Kennzeichen der Spiritualität der Weltjugendtage die Freude nennen. Woher kommt sie? Wie erklärt sie sich? Sicher wirken viele Faktoren zusammen. Aber der entscheidende ist nach meinem Dafürhalten die aus dem Glauben kommende Gewissheit: Ich bin gewollt. Ich habe einen Auftrag in der Geschichte. Ich bin angenommen, bin geliebt. Weiterlesen

Wie lebt der Mensch am Ende des 21. Jahrhunderts?

Es ist noch nicht lange her, als das Smartphone begann das Leben der Menschheit grundlegend zu ändern, durch ein „outsourcing“ des Gehirns. Ob die Erfindung des Rades ähnlich plötzlich und umwälzend war? Jedenfalls beginnt nun eine virtuelle Welt mit der Wirklichkeit zu konkurrieren und vermengt sich mit ihr. Welche Trends und Möglichkeiten werden daraus entstehen, wie und mit welchen Wertvorstellungen wird der Mensch des ausgehenden 21. Jahrhunderts leben? Hier meine 5 Megatrends:

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Zum Tag der sozialen Medien: Was die Selbstsexualisierung von jungen Mädchen lehrt

Heute wächst eine Generation auf, in deren Lebenswelt soziale Medien eine große Rolle spielen. Online- und Offline-Realitäten werden oft nicht mehr unterschieden, die Inszenierung des Ich auf Facebook & Co soll mit der Wahrnehmung des Ich durch die Freunde identisch sein. Viele der Selbstdarstellungen wirken dabei wie ein Hilfeschrei nach emotionalen Halt und Beachtung. Gerade für Mädchen wird das Smartphone zur Nabelschnur hin zu ihrer Kuschelgruppe in der Schule. Ihre Selfies wollen durch Kussmund, groß geschminkte Kulleraugen und Dekolleté innerhalb ihrer Clique um Anerkennung und Beachtung werben. Dieses süß-sexy-Image lehnt sich dabei an das nur wenige Klicks entfernte Porno-Angebot des Webs an. Es wird zum Symptom einer Verwahrlosungstendenz, die sich in Ganztagesschulen und emotional belasteten Familienverhältnissen entwickeln, sie spiegeln familiäre Bindungserfahrungen wider.

Allerdings gleiten viele Schulmädchen nicht gleich ins Extreme ab, ihre Selbstunsicherheit wird in symbiotischen Mädchenfreundschaften oder sexualisierte Ich-Entwürfe kompensiert. Besonders junge Mädchen scheinen überall in der Welt mit ihrem Smartphone verwachsen zu sein. So lange sie wach sind, basteln sie an ihrem Social-Media-Auftritt und halten Kontakt zu ihrer Clique oder inszenieren ihre Mädchenfreundschaften. Alles was zählt, ist hübsch auszusehen und beliebt zu sein, eben dazu zu gehören. Dabei weben sie auch an einem Image des verkannten Stars. Pubertät trifft auf moderne Medien, aber erklärt dies alles? Weiterlesen

Amoris laetitia – zum letzten Mal

Viel wurde über das Schreiben von Papst Franziskus geschrieben, es wurde interpretiert, verworfen und für die eigenen Ziele in Anspruch genommen. Nun ist es um AL ruhiger geworden und die Bischofskonferenzen werden versuchen, das Ihrige in den Vordergrund zu stellen. Mir sind folgende Punkte wichtig: Weiterlesen

Der Dekalog zum Weltjugendtag

Der hl. Papst Johannes Paul II. initiierte die Weltjugendtage, Papst Benedikt XVI. setzte sie nicht nur fort, sondern sah es als Herausforderung an, den jungen Menschen in der heutigen Zeit den christlichen Glauben zu vermitteln. Dabei prägte er fünf Aktionsbereiche für eine christliche Erziehung der Jugend, die sich verbinden und ergänzen:

  1. Gott in einer Welt ohne Gott verkünden,
  2. die Kirche als einen vertrauenswürdigen Begleiter von Freunden entdecken,
  3. die Jugendlichen wie Väter und Mütter begleiten,
  4. die Suche nach der Wahrheit eröffnen,
  5. den Weg der Liebe zeigen.

Inspiriert vom Denken Papst Benedikt XVI. entstand zum 26. Jugendtag in Madrid 2011 ein „Dekalog“ für Jugendliche im 21. Jahrhundert. Der Verfasser war der junge Augustinerpater José Mª Herranz Maté. Er lautet: Weiterlesen