Das Gute im Leid!?

Dies ist kein Versuch die Theodizeefrage zu lösen, aber die menschliche Erfahrung über das Leid kann zumindest zu einer Erkenntnis führen, wo man das Gute im Leid findet. Natürlich soll dabei nicht darüber hinweg gesehen werden, dass Leid beim Menschen in Leib und Seele tiefe Wunden hinterlässt, aber Leid bewirkt auch: Weiterlesen

Die Pilgerin Egeria im Hl. Land

Im Mailänder Edikt vom 13. Juni 313 gab Kaiser Konstantin den Menschen seines Machtbereichs das Recht auf freie Religionsausübung. Es war der Beginn der Reisen von Christen nach Osten in das Hl. Land, um die Orte des Lebens von Jesus Christus zu sehen. Die Pilgerin Egeria gehörte zu diesen ersten Reisenden. Im Jahre 1884 wurde ihr Reisebericht in einem Kloster in Arezzo entdeckt. Das bis dahin unbekannte lateinische Itinerar beschreibt die Pilgerfahrt einer frommen, vielleicht adeligen Dame und/oder Klosterschwester aus dem 4. Jahrhundert nach Palästina und Konstantinopel. In dem unvollständig erhaltenen Dokument erfährt man nicht den Namen dieser Pilgerin, allerdings stellt Valerius von Bierzo 395 in einem Brief den Mut einer Pilgerin mit Namen Egeria oder Aetheria heraus, deren Schilderung auffallend mit dem aufgefundenen Itinerarium übereinstimmt, weshalb man beide Berichte als von derselben Person verfasst betrachtete.

Jerusalem war das eigentliche Ziel von Egeria und hier beschreibt sie die Gottesdienste und erzählt von liturgischen Bräuchen, die ihr fremd waren. Ihre Neugier galt mehr den geistigen Dingen, als der weltlichen Kultur. Deshalb gerät sie bei der Prachtentfaltung der Gottesdienste in Jerusalem und dem Kirchenschmuck ins Schwärmen, ohne aber allgemein die Betonung der Äußerlichkeiten zu übertreiben. Besonders angetan war sie von den liturgischen Zeremonien, die unter Cyril (gestorben 386) gefeiert wurden. Weiterlesen

Betrachtung zum Buch Job

Das Buch Job ist keine einfache Kost. Für Sinn und Wert des Buches Job, das zur Weisheitsliteratur gehört, also weder Legende, noch Geschichtsbuch ist, ist die Geschichtlichkeit der Hauptpersonen zunächst nicht entscheidend. Das Buch Job will dem Menschen sagen: Der Mensch ist nur Hauch. Aber zugleich ist es ein Buch der Menschenwürde, denn es sagt nämlich ebenso: Unsere Menschenwürde ist das Erkennen der Berufung Gottes Ebenbild zu sein, vor allen in seiner Liebe. Wir erlangen diese Menschenwürde, wenn wir uns selbst besiegen, im Glauben und in der Liebe zu Gott. Satan hingegen bezweifelt unsere Fähigkeit dies zu vollbringen und will uns darum auch unserer Menschenwürde berauben. Das Buch lehrt also: Gotteserkenntnis setzt Selbsterkenntnis voraus. Die Selbsterkenntnis, uns im Elend wahrzunehmen und demütig vor Gott zu werden, wie Job es auch tat. In dieser Phase fragt der Mensch die grundsätzliche Gottesfrage: Warum lässt der allmächtige Gott das zu?

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