Gott ist treu!

Auf die Treue Gottes können wir uns verlassen, denn er wird uns Gerechtigkeit schenken, weil er die Liebe ist. Man kann auch meinen, dass es die eigene Treue ist, die unsere Errettung bewirkt, um das Reich Gottes zu erben. Aber ist dies denn nicht schon wieder ein Akt der Selbsterlösung, wenn ich mich durch meine Treue Errettung verspreche? Betrachten wir einen Text in Gen 15:9-12;17-18, der einen ganz anderen Blickwinkel ermöglicht: Weiterlesen

Sind Araber die Söhne Ismaels?

Muslimische Araber betrachten sich als Nachkommen Ismaels, dem erstgeborenen Sohn Abrahams im Alten Testament. Doch diese Gleichsetzung Ismaeliter – Araber war nicht von Anfang an gegeben. In der biblischen Überlieferung ist Ismael nicht von zentraler Bedeutung. Er steht in Konkurrenz zum zweitgeborenen Sohn Isaak, dem Sohn der Verheißung. Diese Konkurrenz erhielt in der nachbiblischen Tradition und besonders in der heutigen Zeit seine Brisanz, weil man damit das Verhältnis der Brudervölker Israeliten und Araber sowie der Schwesternreligionen Judaismus und Islam erklären oder entschuldigen will.

Die Geschichte der Ismaeliten lässt sich jedoch nicht auf den einfachen Nenner reduzieren, sie seien die heutigen Araber. In den biblischen und antiken Texten findet sich nichts, was dafür sprechen würde. Es ist bereits schwierig den Lebensraum der Ismaeliten zu lokalisieren, einzig klar ist, dass sie außerhalb des Siedlungsgebiets Israels lebten. Man erhält Hinweise auf Orte und Gegenden südwestlich, östlich und südöstlich Israels. Etwas erhellender wird die Lokalisierung, wenn man die Siedlungsgeschichte und die Geografie der Ismaeliten in verschiedene Phasen unterteilt. Weiterlesen

Spurensuche: Abraham in Hebron

Hebron liegt auf 900 Höhenmetern in einem Tal des judäischen Berglands und ist Handels- und Verkehrszentrum der Region. Militante national-religiöse Siedler lassen Hebron zu einem politischen Brennpunkt werden. Die arabischen Bewohner mussten wegen dieser Siedler 1000 Wohnungen und 1800 Geschäfte in der Innenstadt verlassen. Straßensperren, Zäune, Mauern und Wachttürme prägen das Stadtbild.

Auf dem Tell Rumejda, nordwestlich des Zentrums, liegen die ältesten Siedlungsspuren von Hebron, die man in die frühe Bronzezeit, ca. 3300 bis 2300 v. Chr. datieren kann. Einst thronte hier eine Stadt auf Kalksteinfelsen, die eine sechs Meter breite Mauer umgab. Doch sie wurde aufgegeben und in der Eisenzeit, ca. 1200 bis 1000 v. Chr., kam es zu einer ersten Blütezeit der Stadt, die sich auf 3 Hektar erweiterte. Archäologische Funde identifizieren sie als das „alte Hebron“. Dort findet man auch einen Brunnen, der das lebensnotwendige Wasser für die Stadt bereitstellte und als „Abrahamsbrunnen“ bezeichnet wird. Weiterlesen