Spurensuche: Machärus – wo Salome tanzte

Spurensuche: Machärus – wo Salome tanzte

Die Ungarische Akademie der Künste führt seit 2008 unter Leitung von Gyözö Vörös archäologische Ausgrabungen auf Machärus durch. Sie ist eine königlich-herodianische Burg oberhalb des Toten Meeres in Jordanien. Der jüdische Historiker Flavius Josephus berichtet in seinen „Jüdischen Altertümern“, dass dies der Ort ist, wo Johannes der Täufer enthauptet wurde (18. Buch 5.Kap., 119). Hierher pilgern seit dem 19 Jahrhundert deshalb bis heute zahlreiche christliche und muslimische Pilger, denn wiederentdeckt wurde die Festung auf der Bergspitze erst 1807 vom Forschungsreisenden Ulrich Jasper Seetzen, nachdem sie bereits Mitte des 1. Jahrhunderts verlassen und vergessen wurde.

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Spurensuche: Sebastia und das Grab Johannes des Täufers

Das heutige Dorf Sebastia liegt außerhalb der ehemaligen römischen Stadt. Inmitten des Dorfes befindet sich die Ruine einer Kathedrale aus der Kreuzfahrerzeit, in der sich ein Heiligtum befindet (arabisch: maqam). Christen wie Moslems verehren hier das Grab Johannes des Täufers, erstere nennen ihn Hanna, letztere Saidna Yahia. Aus christlichen Quellen erfährt man, dass der Täufer in der Nähe der Gebeine der Propheten Elischa und Obadja beigesetzt wurde. Biblische Berichte und der Koran wissen von der Gefangennahme Johannes unter Herodes Antipas. Während seiner Geburtstagsfeier tanzte Salome, die Tochter seiner Gemahlin Herodias, der er versprach ihr alles zu geben, was sie sich wünsche. Sie verlangte den Kopf des Johannes und die Bibel erzählt weiter, dass dessen Jünger ihn beigesetzt haben, aber nicht wo das geschah. Weiterlesen

Christusorte – Nazareth

In Betlehem wurde Jesus geboren, aber seine Heimat war Nazareth. Sein Beiname „der Nazarener“ kann auf seine Herkunft und Heimat hinweisen. Als Erwachsener ist Jesus nicht mehr nach Betlehem zurückgekehrt. Nazareth war damals allerdings nur ein kleiner, unbedeutender Ort in Galiläa und wohl nicht sehr anerkannt, wie der Ausspruch von Nathanael in Joh 1:46 bezeugt: „Aus Nazareth? Kann von dort etwas Gutes kommen?“

Im Alten Testament erfährt man nichts über Nazareth. Auch der jüdische Schriftsteller Josephus Flavius erwähnt es nicht. Aus den synoptischen Evangelien jedoch werden uns zwei Dinge überliefert: Der Ort hatte eine Synagoge, die Jesus am Sabbat besuchte, um aus der Jesaia-Rolle vorzulesen, die sich auf seine Sendung bezog (Lk 4:16-17). Der Standort einer Synagoge in Nazareth lässt dann doch einen etwas größeren Ort vermuten. Und weiter wird überliefert, dass am Rand der Stadt ein Bergabhang lag, über den das zornige Volk Jesus nach seiner Rede hinabstürzen wollte (Lk 4:28-30). Weiterlesen

Christusorte: Sepphoris

Ganz in der Nähe von Nazareth, dem Wohnort von Jesus, liegt Sepphoris im Unterland von Galiläa, am Rande des Beit-Netofa-Tals. In der Hl. Schrift findet sich die Stadt nicht, doch könnte sie eine große Rolle während der „verborgenen Jahre“ Jesu gespielt haben. Sepphoris lag damals an zwei wichtigen Verkehrswegen: an der Via Maris, eine nach Nordosten laufende Verbindung, und an der Straße zwischen dem See Gennesaret und der Hafenstadt Ptolemais (Akko) am Mittelmeer. Schon der Talmud rühmt das Umland der Stadt als sehr fruchtbar. Auf Hebräisch heißt die Stadt „tzippori“, d. h. „Vogel“, weil sie auf einen Berg liegt, wie ein Vogel auf einen Ast sitzt. Die griechische Form des Namens lautet Sepphoris, die vor allen der jüdische Geschichtsschreiber Flavius Josephus benützt. Weiterlesen

Christusorte – Der See Gennesaret

Der See Gennesaret und seine Uferregion waren der Schwerpunkt des öffentlichen Wirkens von Jesus. Die Evangelisten sahen dies als Erfüllung einer alttestamentarischen Weissagung. Jedoch gab es auch irdischere Gründe: Das Seeufer war fruchtbar und zählte damals zu den dicht besiedelten Regionen Galiläas. Die in den Evangelien beschriebenen Scharen von Menschen sind deshalb keineswegs Übertreibungen. Der Name des Sees leitet sich von Gennesar ab, einer fruchtbaren Ebene in der Nähe von Magdala. Im Frühjahr wird die Schönheit der Region besonders deutlich: Ein blumengeschmücktes, grünes Kleid bedeckt die Uferregion und die umgebenden Hügel.
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