Theologie und Pastoral 3.0

Hinsichtlich der Theologie und Pastoral zu Beginn des 3. christlichen Jahrtausends wurde in vielen deutschen Bistümern eine Zentralisierung und Straffung der Seelsorge angedacht oder wird bereits umgesetzt. Sowohl Gläubige als auch Amts- und Würdenträger innerhalb der Kirche vermissen an diesen Konzepten oft die notwendige Ausrichtung auf den Willen Gottes, weil man sich allzu sehr nach weltlichen und organisatorischen Bedürfnissen ausrichtet. Vieles scheint selbst ausgedacht, und im falschen Bewusstsein der „Nabel der Welt“ zu sein, verweigert man sich von dem Guten, das in anderen Nationen bereits umgesetzt wird, lernen zu wollen. Zu dieser Trägheit mag wohl auch die Sicherheit entsprechender Kirchensteuermittel beitragen. Weiterlesen

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Sich selbst annehmen und lieben

Sich selbst annehmen und lieben

Ich bin Ich, nicht vom Wesen, sondern bin mir „gegeben“. Ich habe mich also empfangen (von Gott).

Überhaupt gegeben – Nicht als Menschen einfachhin, sondern als diesen Menschen: diesem Volk zugehörig, dieser Zeit, von diesem Typus und diesen Anlagen. Bis zu jenen letzten Bestimmtheiten, die es überhaupt nur einmal gibt, nämlich in mir; jener letzten Eigenart, die macht, dass ich in allem, was ich tue, mich selbst wiedererkenne, und die sich in meinem Namen ausdrückt.

Ich soll sein wollen, der ich bin; wirklich ich sein wollen, und nur ich. Ich soll mich in mein Selbst stellen, wie es ist, und die Aufgabe übernehmen, die mir dadurch in der Welt zugewiesen wird. Weiterlesen

Basics: Der Ablass

Das lateinische Wort für Ablass lautet Indulgentia, was soviel wie Nachsicht, Güte, Zärtlichkeit bedeutet. Die Erlösung Jesu Christi findet im Ablass jene Art und Weise, dass sie in und durch die Kirche wirksam wird. Gott erbarmt sich im Ablass unser, damit wir fortschreiten auf dem Weg der Heiligung.

Die katholische Lehre unterscheidet zwischen „Sünde“ und „Sündenstrafe“. Darin liegt das Verständnis des Ablasses, denn während die Sünde sofort vergeben werden kann, bleiben doch die Wirkungen der Sünde, auch nach der Vergebung. Diese Wirkungen bedürfen der Aufarbeitung und diese ist oftmals unangenehm, weshalb hier von „Sündenstrafe“ gesprochen wird. Dabei geht diese Strafe nicht etwa von Gott aus, sondern sie ist eine Folge, die wir uns durch die Sünde selbst zugezogen haben. Diese Folgen können eine Anhänglichkeit, eine schädliche Bindung für den Reiz der Sünde sein. Sie sind durch die Sünde selbst entstanden und sie haftet an uns, auch nach der Vergebung. Weiterlesen