Update: Die Lage in Aleppo

Nur wenige Menschen sind in der eingekesselten Stadt geblieben, es sind meist jene, die nicht fliehen konnten und jene, die ihnen helfen und dienen. Darunter sind auch die Franziskaner unter Bischof Georges Abou Khazan, Pfarrer Ibrahim al Sabagh, Pater Firas Lutfi und noch einige andere Brüder. Sie leben seit Juni 2016 eigentlich in einer bereits toten Stadt. Diese lässt nur die Liebe noch lebendig bleiben. Weite Teile der einst blühenden Großstadt liegen in Trümmern.  90 % der ausharrenden Familien leben unterhalb der Armutsgrenze, 80 % sind ohne Arbeit. Es fehlt an Wasser und aufgrund der hohen Preise können sich die Menschen nicht mehr ausreichend gut ernähren. Weiterlesen

Steckbrief: Die Franziskaner in Syrien

Höchstwahrscheinlich erreichten die Franziskaner schon um das Jahr 1230 Damaskus, gleich am Anfang ihrer Präsenz im Hl. Land. Der Hl. Franziskus selbst wird dem Sultan von Damaskus Kind Al-Saleh beim historischen Treffen von Damiette begegnet sein. Dieses Treffen fand 1219/1220 bei dessen Bruder statt, Sultan Kamel Al Ayoubi. Damals begann der freundschaftliche und direkte Kontakt des Ordens mit den muslimischen Herrschern.

Der Richter von Damaskus erteilte 1630 dem Orden die Erlaubnis in ihrer Ordenskirche eine Pfarrei zu gründen und die lateinische Liturgie in den Gottesdiensten zu halten. 1668 wird von einem kleinen Konvent am „Bab Touma“, Tor des Thomas, berichtet, den die Brüder mit einer maronitischen Kirche erbauten, in der auch die maronitische Liturgie erlaubt war. Dafür mussten Steuern und Abgaben an den Stadtgouverneur bezahlt werden. Die Sorge der Brüder galt stets der maronitischen Kirche, später erhielten sie den Auftrag für diese zu dienen. Weiterlesen