Der Sacro Monte von Varallo

Die christliche Tradition kannte und förderte Wallfahrten zu den heiligen Stätten im Hl. Land. Hier lagen die Orte der Menschwerdung Gottes, die Orte von Leben, Leiden, Tod und Auferstehung des Herrn. Jedoch gab es immer wieder Zeiten, in denen das Pilgern in das Hl. Land aus politischen Gründen nicht möglich war. Nach dem Fall Konstantinopels 1453 besetzte das ottomanische Heer der Türken das gesamte Hl. Land und erschwerte den Zugang für Christen. Doch deren Sehnsucht nach Jerusalem blieb. In der Renaissance gerann diese Sehnsucht in Europa in die Errichtung von sogenannten „heiligen Bergen“, die Sacri Monti. 1481 war es ein Franziskaner aus Mailand, Br. Bernardino Caimi, der auf einer Bergkuppe bei Varallo in Val Sesia erstmals die heiligen Stätten Palästinas nachbildete. Figürliche Darstellungen, Kapellen und Bilder ließen den Betrachter nun geistig in die Heimat des Herrn pilgern. Weiterlesen