Im Denken wird man Mensch

Es gibt schon seit geraumer Zeit und ohne irgendwelche „Energiefelder“ zu bemühen, die Ansicht, dass das moralische Temperament (melancholisch, phlegmatisch, sanguistisch, philosophisch) jene Ideenreihe Kraft verleiht, die den Charakter bildet. Dabei gibt es eine herrschende Idee. Eine Ideenreihe ist ein Gedanke, eine Aussage, ein Gegenstand der/die Beachtung erhält, weil er/sie das Vergnügen/Missvergnügen (damit sind nicht allein sinnliche Erfahrungen gemeint) fördert oder hindert. Jede von außen zukommende Wahrheit trifft auf diese Ideenreihe und wird somit „entwahrheitet“, denn sie hat sich in die Anschauung der Begriffe einzufügen, die der Mensch sich bereits bildete. Jedes neue Ding wird in diese Ideenreihe eingefügt und festigt sie. Deshalb kann man etwa jungen Menschen besser neue Ansichten vermitteln, als älteren. Deshalb kann für jemand etwas eine Ehre sein, für den anderen nicht, obwohl es objektiv dasselbe Ding ist. Weiterlesen

Die natürliche menschliche Einheit

Die natürliche menschliche Einheit

Ein philosophischer und evolutionsbiologischer Blick auf den derzeitigen weltweiten Meinungskampf der Ideologien und Rassen und die zukünftige Entwicklung des Menschen.

Die Ausgangslage: Die Zweige der Menschheit, ihre Rassen, müssen in der menschlichen Art ebensowohl existieren wie in allen anderen tierischen Arten, weil die menschliche Gruppe, da sie eine lebende Masse bildet, nur fortbestehen kann, in dem sie sich auf den divergierenden Linien entfaltet. Es wäre vollkommen sinnlos, die Wirklichkeit der Rassen zu leugnen, wie auch zu versuchen, sie weiter zu beweisen. Jedoch erkennt man in der geschichtlichen Entwicklungen der Evolution, dass jede lebende Verzweigung sich in ihrer Gesamtheit sowohl aus anatomischen als auch psychischen Merkmalen zusammensetzt, die eng miteinander verbunden sind. Jede Verzweigung hat in gewisser Weise ein Außen und ein Innen, einen Leib und eine Seele. Die Seele tendiert dahin, über den Leib die Art und die Rasse zu dominieren. Es findet eine Prädominanz des Psychischen über das Somatische allein in den menschlichen Gruppen statt  und dieses Phänomen verdient Beachtung hinsichtlich der Zukunft der Menschheit, in der einzig die Evolution zum Bewusstsein gelangt ist. Weiterlesen

Der Hl. Geist ist Evolution

Der Hl. Geist ist Evolution

Evolution und Gott werden heute oft sich als diametral gegenüberstehend betrachtet. In der Evolution ist auch Gottes Hl. Geist am wirken, aber Evolution wird meist nur biologisch definiert und in ihrer Ausformung durch Selektion und Mutation.

Gibt es denn eine „geistige Selektion“? Wenn man weiterhin rein biologisch denkt, dann kann man sagen: Dort, wo der Egoismus keine Kinder mehr will, sie als Last und „Produkt“ definiert, wird dieser negative Geist eine Selektion durchführen. Jene werden dann ängstlich geistige Menschen betrachten, die Fruchtbarkeit aus ihrer spirituellen Prägung heraus als Geschenk definieren und allein schon aus diesem positiven Geist heraus die Feinde des Lebens verdrängen, weil diese „aussterben“.

Gibt es eine „geistige Mutation“? Weiterlesen

Basics: Gedanken zur Evolution

Naturwissenschaft (auch die Philosophie) neigt systembedingt dazu, sich an einzelnen Aspekten zu heften und verliert dabei allzu gerne die Struktur aus dem Blick, in dem sich der Aspekt ereignet.
Gerade die Evolution verlangt geradezu, die Phänomenologie des Lebens zu erkunden.

Denken wir nur als Denkanstoß doch einmal das Ungehörige und vieles erhellt sich daraus: Der Mensch ist die zum Bewusstsein erlangte Evolution.
Die Evolution, ein Tasten hin zu den Möglichkeiten, in Fibern und Fächern vermehrend, eine Flut, die einen See füllt, hier und dort das Ufer bedeckt, in diese und jene Mulde eindringt und den See erweitert. Aber nur an einer Stelle findet sich jener Ablauf, der die Vielzahl an Möglichkeiten in ein neues Flussbett lenkt. Nur dort können weitere Möglichkeiten erschlossen werden, während andernorts sich zwar Möglichkeiten kombinieren, spezialisieren, selektieren, aber manchmal erstarren und dann verdorren. Weiterlesen

Von der Naturpflicht des Menschen

Es gibt ein Naturrecht, welches das Gewissen zu erfüllen hat. Der hl. Paulus beschreibt es in seinem Brief an die Römer (2:14-15): „Wenn nämlich die Heiden, die ein Gesetz nicht haben, von Natur aus tun, was des Gesetzes ist, so sind sie, obgleich sie ein Gesetz nicht haben, sich selber Gesetz; sie lassen erkennen, dass des Gesetzes Werk eingeschrieben ist in ihre Herzen, wovon ihr Gewissen Zeugnis gibt und die Gedanken, die sich gegenseitig anklagen oder verteidigen“. Es ist sogar eher eine Naturpflicht, die der Mensch durch das Gewissen beleuchtet erhält. Es ist Platons Licht in der Welt, vor dem sich niemand unberührt lassen kann, wohl aber vorüber gehen. Dennoch wird selbst der böseste Mensch für sich Gerechtigkeit fordern, die er aus dem Gewissen anderer zu erhalten verlangt. Der Mensch kann sich nicht selbst aus einem System entlassen, was seiner Natur, seinem Wesen entspricht. Die Freiheit des Menschen bietet hier an zu „sollen müssen dürfen“, denn erst im Licht scheidet sich die Finsternis, wobei nun eine Entscheidung erforderlich wird.
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