Christlicher Glaubens-Check: die Ideologie/Philosophie der Partei der Grünen in Deutschland

Wollte der Marxismus die wirtschaftlichen Verhältnisse ändern, zielte die Philosophie der Frankfurter Schule im Neomarxismus darauf, die Kultur zu verändern. Aus einer gesellschaftlichen Revolution sollte auch eine kulturelle Revolution werden und beides kumulierte schließlich in die 68er-Bewegung. Hier sind auch die Grundlagen der Philosophie der grünen oder ökologischen Bewegung ab den 1970er Jahren zu suchen.

Kalter Krieg und sichtbare Schäden der Natur stellten das Wirken der kapitalistisch-technokratischen Machthaber in Frage und es entstanden eine Friedensbewegung und der Wunsch nach einer neuen Gesellschaft, die einen besseren Umgang mit der Natur forderte. Die grüne Philosophie wird zu einem Konglomerat von Gedanken des Neomarxismus, Gender, Feminismus, Pazifismus sowie Lehren fernöstlicher Philosophien und Naturreligionen, des Pantheismus, der Romantik und Esoterik. Wenige christliche Ansätze kommen dabei kaum zur Geltung. Diese Vielfalt an Grundlagen macht es schwer die einzelnen bestimmenden Weltanschauungen führender Persönlichkeiten innerhalb der grünen Politik zu identifizieren. Doch lassen sich aus den Aussagen führender Vordenker und dem Parteiprogramm der Grünen einige Schwerpunkte erkennen:

Es wird eine radikale Kritik an der westlichen Zivilisation geäußert und sie grundsätzlich abgelehnt. Deren Sichtweise über das Geschlecht, die Natur, den Menschen, die Moral wird als falsch interpretiert. Die Stellung der Volksgruppen zur sogenannten 3. Welt, dem Krieg, die Einstellung zur Religion, der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Natur, der Ernährung und der Medizin wird abgelehnt. Diese umfassende Auseinandersetzung mit den Problemen der Welt macht die grüne Philosophie deshalb sehr aktuell und attraktiv.

Tragen wir zunächst im Einzelnen die wichtigsten Kritikpunkte dieser Philosophie an der westlichen Zivilisation zusammen:
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Sinn durch Leid

Für den Menschen wird Leid erst zum Leid, wenn es seinen Sinn verliert. Wenn es da nichts mehr von menschlicher Seite zu tun gibt, um es zu verhindern. Würde der Mensch sein Leid selbst aufheben können, dann wäre es kein Leid, sondern Selbstmitleid. Nur Gott kann das Leid des Menschen auffangen, indem er ihm Sinn verleiht.

Wer das Leid überhaupt vermeiden will, erfährt dadurch etwa nicht mehr Glück und Freude. Am Leid zu wachsen verhindert, dass man am Leid zerbricht. Wer sich im Angesicht des Leids schnell überfordert fühlt, nimmt auch schnell seinem Leben den Sinn. Das Leid muss gewöhnlich, gewohnt werden, damit es ertragbar wird. Ohne Täler gäbe es keine Berge. Glück wahrzunehmen gelingt erst, wenn man sich auch dem Unglück stellen kann. Weiterlesen