Verschwörung und deren Theorien

Verschwörungstheorien sind auch heute willkommene formende Weltorientierung, gerade wenn diese sich nicht auf Gott ausrichten will oder kann. Sie besitzen seit Jahrhunderten eine ungebrochene Attraktivität, sie sind „Systeme kollektiver Imagination“. Ihre Funktion ist Komplexität zu reduzieren und dissonante Wahrnehmungen zu ordnen. Die Realität wird in ein dualistisches Weltbild eingespannt, alles kann in gut/böse, eigen/fremd etc., schwarz, weiß eingeteilt werden.

Leider wird dieses dualistische Weltbild auch von vielen falschen Gottesbildern an Christen vermittelt. Die Einteilung in gut und böse und das richten darüber werden dabei ausschließlich dem Menschen überlassen. Prophezeiungen in der Hl. Schrift, etwa in der Apokalypse oder den Endzeitreden Jesu, werden als Bestätigung von Verschwörungen aufgefasst. Jedoch wurden diese Informationen vom Hl. Geist den Menschen übermittelt, um als Christ im Glauben an den siegreichen Herrn Jesus gerade nicht in Angst, Panik oder Vermutungen über Verschwörungen zu verfallen. Deshalb ist es wichtig, theoretisch die innere Mechanik und Dynamik von einengendem Verschwörungsglauben zu erkennen, damit dieser nicht den wahren, befreienden Glauben an den Herrn Jesus Christus verdrängen kann. Weiterlesen

Als Christ das Leben genießen oder nicht?

Ich lese in der Hl. Schrift: „Liebt nicht die Welt und nicht, was in der Welt ist! Liebt eines die Welt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm“ (1Joh 2:15). Oder in Jak 4:4: „Ihr ehebrecherisch Gesinnten, wißt ihr nicht, daß die Liebe zur Welt Feindin Gottes ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, macht sich zum Feinde Gottes.“ Da stellt sich mir die Frage: Ist es denn Sünde, das Leben zu genießen? Ist es falsch das Leben zu genießen? Muss ich mich erst von der Welt absondern, um heilig zu werden? Viele Christen leben so und betrachten jene Christen, die sich mehr dem Leben, der Welt öffnen bestenfalls als laue Christen, denn sie halten „Freundschaft mit der Welt“.

Dagegen sprechen jedoch andere Aussagen der Hl. Schrift, so etwa in 1Tim 4:4: „Denn alles, was Gott geschaffen, ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es unter Danksagung genommen wird;“. Gerade Paulus spricht zu Timotheus, dass Enthaltung an sich keine Tugend ist: „Trinke nicht längerhin Wasser, sondern nimm etwas Wein wegen deines Magens und deiner häufigen Erkrankungen!“ (1Tim 5:23). Paulus mahnt sogar in 1Tim 6:17 an, dass ein Christ reichlich mit und durch Gott die Welt genießen kann: „Den Reichen in dieser Welt schärfe ein, nicht hochmütig zu sein und ihre Hoffnung nicht auf den trügerischen Reichtum zu setzen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich gewährt zum Genug“. Was nun? Darf ich jetzt als Christ mein Leben genießen oder nicht? Weiterlesen

Star Wars: Der Glaube an die Macht

Nun dürfen wir uns im Kino die siebte Episode des Weltraummärchens mit dem Titel: „Das Erwachen der Macht“ besehen. Es stellt sich nun die Frage, was denn genau da zu erwachen hat und was denn da mit einem ist, wenn Han Solo oder Luke Skywalker bedeutungsvoll und mit pathetischem Ton aussprechen: „Möge die Macht mit dir sein“. Jedenfalls trugen 2001 bei einer Volkszählung in Neuseeland mehr als 53000 Menschen als Religionszugehörigkeit „Jedi“ ein, vielleicht auch als Spaß. 2003 wurde eine Erhebung unter Besuchern eines Themenparks und online durchgeführt, in der 18 % der Befragten den spirituellen Weg der Jedi auch zu ihrem spirituellen Weg erkoren, was kaum mehr als Spaß deklariert werden kann. Dieses Bekenntnis zur Macht reicht über religiöse Überzeugungen hinaus: Die Macht ist inzwischen auch bei Christen, Juden, Hindu oder Neuheiden eine spirituelle Realität. Diese nun religiöse Macht der Macht ist ein Kulturphänomen und sowohl in der imaginären Star-Wars-Welt als auch in der realen Welt bereits etwas ominöses, numinoses. Rund um den Planeten begrüßt man sich schon mit der Jedi-Formel: „May the force be with you. Always“, welche den Wunsch nach dem Segen Gottes ablöst. Weiterlesen